Symbolfoto. Bild: Flickr / US-Nationalgarde Massachusetts CC-BY-ND 2.0
Symbolfoto. Bild: Flickr / US-Nationalgarde Massachusetts CC-BY-ND 2.0

Bomben auf Syrien: USA und Verbündete greifen IS-Stellungen aus der Luft an

Wenn es um die eigenen militärischen Pläne geht, scheren sich die USA nicht sonderlich um völkerrechtlich verbindliche Vorgehensweisen. Die nun durch Kampfjets der USA und einiger Verbündeter erfolgten Luftschläge gegen Stellungen des Islamischen Staats (IS) auf syrischem Territorium, erfolgten nämlich ohne Abstimmung mit Damaskus.

Von Marco Maier

Syrien ProvinzenDas US-Militär habe unter Verwendung von Kampfjets, Tarnkappenbombern und Tomahawk-Raketen mindestens 50 Luftangriffe in den Provinzen Rakka und Deir al-Sor geflogen. Auch die der Al-Quaida nahestehende Extremisten-Gruppe al-Nusra Front im Nordwesten Syriens sei attackiert worden, erklärte die Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte. Infolge dieser Luftschläge sollen mindestens 20 Mitglieder der IS-Organisation getötet worden sein. Dabei wurden die Air Force nach Angaben eines US-Regierungsvertreters von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Bahrain und Katar unterstützt.

Offiziell will US-Präsident Barack Obama damit die gemäßigte syrische Opposition stärken, die sowohl gegen die syrische Regierung als auch gegen die IS-Milizen kämpft. Doch eine wirkliche moderate Opposition ist so gut wie nicht mehr vorhanden, da nicht wenige von ihnen längst schon zu den von westlichen Geheimdiensten aufgebauten Islamisten überliefen. So ist die "Freie Syrische Armee" inzwischen schon komplett zerfallen.

Anstatt sich jedoch mit Damaskus auf diplomatischem Wege abzustimmen und die Zustimmung der syrischen Staatsführung einzuholen, ließ die Washingtoner Administration dies dem syrischen UNO-Botschafter lediglich im Voraus ausrichten. Wenn die USA etwas auf fremdem Staatsgebiet tun wollen, fragen sie nicht um Erlaubnis sondern informieren lediglich. Dennoch griff die syrische Armee nicht ein, als die fremden Kampfjets den syrischen Luftraum verletzten.

2 comments

  1. Ach nee ! Haben es die Amis endlich mal wieder geschafft eine Region durch Einsatz CIA-ausgebildeter Söldner in eine Krisenregion zu verwandeln und schaffen jetzt die Beweise aus dem weg, indem sie ihre eigenen Leute wegbomben? Suuuuper – das können die Zupfer ja gut. Ist doch immer wieder der selbe Dreck.

  2. Die fünf arabischen Verbündeten im Kampf gegen die IS sind die größten Diktaturen weltweit und die USA mit ihren Zweiparteien-Hase und Igel- System sind da nicht viel besser. Ist schon blöd, wenn man ein Regime gestützt hat und die dann wirklich Wahlen abhalten, schwindet der US-Einfluss. Man hat nicht umsonst US-Amerikaner und Briten in HD geköpft. Man brauchte schließlich einen Überfallgrund. Und weil natürlich mit Luftschlägen allein so eine IS nicht zu besiegen ist, werden bald Truppen folgen. Völkerrecht gilt für die USA natürlich nicht, wenn es um die Sicherung "ihrer Ölfelder" geht. Freuen wir und auf den nächsten perfiden Akt in dem Stück USA-Agression die 200..

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