Im polnischen Bialystok studieren jede Menge EU-Bürger im Rahmen des Studentenaustauschprogramms Erasmus – eines der wenigen guten Dinge, die uns die EU gebracht hat. Jetzt berichteten die portugiesischen Studenten aber vom Nazi-Terror gegen Ausländer. Zu ihrer eigenen Sicherheit wurden sie angewiesen auf ihren Zimmern zu bleiben. Geht Polen den gleichen Weg wie die Ukraine?

Von Rui Filipe Gutschmidt

Die Polen sollten es eigentlich besser wissen. Sicher haben viele Polen im Zweiten Weltkrieg mit Freude bei der Ermordung unzähliger Juden, Zigeuner, Kommunisten und Regimegegnern mitgeholfen, da der Antisemitismus in dem Land schon immer patent war. Für die Deutschen waren die Polen als Slawen jedoch auch nur etwas weiter unten auf der Liste. Doch sollte man meinen, dass man wenigsten dort aus der Geschichte gelernt hat, wo das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz steht. Doch leider hat sich ein Populismus über Politiker ohne Skrupel eingeschlichen, die sich auf die Verteufelung der Zeit unter dem Kommunismus konzentriert und die im Jetzt überall Feinde des polnischen Volkes sieht. Nun richtet sich der Hass der polnischen Ultranationalisten gegen alle „Nichtpolen“. Dabei geriet auch das Erasmus-Programm in ihr Visier.

„Angst macht sich breit unter uns Studenten, wenn wir immer wieder von Gewalttaten gegen uns hören. Polen, insbesondere Bialystok, ist wunderschön und das Polytechnikum bietet sehr gute Voraussetzungen. Ich weiß nicht warum die Glatzköpfigen, alkoholisierten Halbstarken da draußen nicht verstehen, dass wir so viel voneinander lernen können“, so äußerte sich einer der 50 Portugiesen, die derzeit in Bialystok studieren. Das Erstarken nationalistischer Ideen bedroht ausgerechnet die guten Errungenschaften der Europäischen Union. Erasmus steht für Fortschritt in Wissenschaft und Technik, aber auch für kulturellen Austausch und eine bessere Völkerverständigung. Das macht manchen halt Angst, die statt Fortschritte lieber Rückschritte wollen.

Was war geschehen? Ganz konkret berichtete Portugals Presse von einem Fall, an dem ein portugiesischer Student in Rzeszów als Dreck bezeichnet, an den Haaren die Straße entlang geschleift wurde und sich am nächsten Tag im Krankenhaus wiederfand. Die Behörden meinten, dass der 38-jährige Berufssoldat der in Afghanistan diente, den 18-jährigen Portugiesen mit einem Muslimen verwechselt hätte. Der Rektor der Universität Rzeszów, Stanislav Augustine meinte, dass er sich angesichts des immer stärker werdenden Fremdenhasses für sein Volk schämen müsse: „Die Polen, die in Portugal studieren, wurden im Gegensatz dazu freundlich empfangen und es gibt keinerlei Animositäten gegenüber Ausländern an den portugiesischen Unis und Städten. Hier aber müssen alle nicht Polen um ihr Leben fürchten, wenn sie sich mal in die Stadt wagen. Ich schäme mich manchmal ein Pole zu sein!“

Doch Rzeszów war, wenn auch kein Einzelfall, eher eine spontane Tat. In Bialystok aber handelt es sich um ein gezieltes Vorgehen gegen die Studenten und das Erasmus-Programm der EU. Es geht den Neonazigruppierungen um ein Klima des Terrors, die das studieren in Polen unattraktiv machen soll. Die Studenten die in Polen sind sollen zum verlassen des Landes gebracht werden. Hier wird niemand mit Muslimen oder Flüchtlingen verwechselt (die wollen da auch gar nicht hin), sondern ganz bewusst geht es um die Zerstörung eines europäischen „Wir-Gefühls“. Die Studenten in Bialystok wurden aufgefordert nicht in die Stadt zu gehen und am Wochenende die Disco auf dem Campus zu meiden, bei der es vor zwei Wochen sogar ein rechtsradikales Konzert gab. Klar dass bei diesem die Ausschreitungen vorgesehen waren.

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Jetzt hat der Rektor der Uni den Verantwortlichen für die Vermietung der Campus-Discothek gefeuert und ist auch sonst bemüht alle Studenten zu schützen, aber die Behörden in Polen tun viel zu wenig, um den Schutz der in Polen studierenden oder arbeiten Ausländer zu gewährleisten. Polens Regierung bewegt sich immer weiter nach rechts und die Tatsache, dass solche Vorkommnisse in Polen immer häufiger auftreten und auch noch von den Behörden toleriert werden, ist ein Zeichen für eine zweite Ukraine im Herzen Europas. Ein Land, dass den rechtsradikalen Kräften jede Freiheit zugesteht, die Freiheit der anderen einzuschränken. In Portugal studieren derzeit 1.371 Polen und unzählige ihrer Landsleute arbeiten nach wie vor hier. Sie können froh sein, das Portugals Regierung und auch das Volk nicht so sind wie einige ihresgleichen  in Polen.

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15 thoughts on “Polnische Neonazis: Übergriffe auf Erasmus-Studenten”

  1. Den Satz " Sicher haben viele Polen im Zweiten Weltkrieg mit Freude bei der Ermordung unzähliger Juden, Zigeuner, Kommunisten und Regimegegnern mitgeholfen, da der Antisemitismus in dem Land schon immer patent war." kann nur ein Lügner oder ein Uniiwissender einfügen.  Die  Deutschen sollten Polen nicht belehren. Es ist eine Frechheit aus sicht Ihre " Drang nach Osten" Bestrebungen und deren Konsequenzen, auch für Polen. Schande !

    1. @Ian Eby

      Bitte fair bleiben. Vielleicht googlen Sie zunächst einmal "polish antisemitism".

      Bewußt empfehle ich Suche nach englischsprachigen Veröffentlichungen, um diese polnisch – deutsche Sache da herauszuhalten.

    2. Erst informieren, dann schwadronieren:

      Ukraine – eine gefälschte Nation gegen die Geschichte?

      http://xn—-8sbicht0adgd0a8p.xn--p1ai/de/ii-weltkrieg-ostfront-ukraine.html

       

      Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges (1914-1918) begann in Karpatenrußland echte Genozide gegen die russisch- orthodoxe Bevölkerung, gebilligt vonBerlin und Wien bei voller ideologischer Unterstützung von Vatikan. Diese Genozide wurde sowohl durch die österreichischen Mächte als auch durch lokale polnische Administration sowie durch ungarische und ukrainische griechisch-unierte Nationalisten durchgeführt. Das alles begann mit allgemeiner Zerstörung von verschiedenen russischen Organisationen, Anstalten und Gesellschaften, bis zu genossenschaftlichen Betrieben, Kirchen und Kinderheimen. Dazu kamen politisch motivierte Verhaftungen und Hinrichtungen.

      Einer der Zeugen von dieser Tragödie des russischen Volkes war der bekannte Aktivist der russischen Bewegung in Galizien J.A. Jaworsky. Er schrieb in seinen zahlreichen Arbeiten, darunter auch in der „Galizischen Golgatha“ (1924): „Jedermann wurde wahllos gepackt, der sich als Russe bekannte und einen russischen Namen hatte, der russische Zeitungen oder Bücher, eine Ikone oder Postkarte aus Russland hatte. Jedermann wurde genommen: Intellektuelle und Bauer, Männer und Frauen, Alte und Junge, Gesunde und Kranke. In erster Linie aber die von ihnen verhassten russischen „Popen“, gute Hirten des Volkes, das Salz der galizischen Erde. Sie wurden gepackt, vergewaltigt und gejagt, per Schub in die Gefängnisse befördert, mit Hunger und Durst in Fesseln und Ketten gequält, geschlagen, bis zum Verlust von Gefühlen und Blut gefoltert. Es gab aber auch Hinrichtungen und Erschießungen ohne Ende. Tausende von schuldlosen Opfern, ein Meer von Blut und Waisentränen.“

      Diejenigen, die nicht an Ort und Stelle ermordet wurden, kamen in die Internierungslager Thalerhof und Theresienstadt. (Vorläufer der Konzentrationslager)
      Es waren die ersten Konzentrationslager in der Menschengeschichte, wohin die Leute nach ihrer Volkszugehörigkeit- und Konfession gerieten. Hier wurde auch erstmals die Politik der systematischen Massenmorde an Zivilbevölkerung erprobt. Die Menschen wurden nur ermordet, weil sie Russen und orthodoxe Christen waren, auf eigenem Boden lebten, welcher  nun von österreichischen und polnischen Mächten begehrt wurde. Gleichzeitig mit den wilden Gräueltaten inGalizien und der Ugrischen Rus wurden in Wien die politischen Gerichtsverfahren gegen die Führer der russischen Bewegung organisiert. Die Verfahren wurden durch das militärische Divisionsgericht durchgeführt. Der Führer der russischen Wiedergeburt Dmitri Anreewitsch Markow und seine Mitkämpfer wurden vom Gericht der Donaumonarchie zur Hinrichtung verurteilt. Die Verurteilten wurden aber vom russischen Imperator Nikolaus II. mit Hilfe des spanischen Königs Alfons XIII. gerettet, indem sie von der Gefängnisstrafe begnadigt wurden.“

  2. ALS POLEN ZU RUßLAND GEHÖRTE:

    Polnisches Kampflied von 1848

    Brüder, Sensen in die Hände!
    Auf zum Kampfe laßt uns eilen!
    Polens Knechtschaft hat ein Ende.
    Länger wollen wir nicht weilen.
    Sammelt Scharen um Euch alle.
    Unser Feind der Deutsche falle!

    Plündert! raubet! senget!
    Laßt die Feinde qualvoll sterben!
    Wer die deutschen Hunde hänget,
    wird sich Gottes Lohn erwerben.
    Ich, der Probst, verspreche Euch
    fest das ewge Himmelreich.

    Jede Sünd’ wird Euch vergeben,
    selbst der wohlbedachte Mord,
    den der Polen freies Leben
    unterstützt von Ort zu Ort!
    Aber Fluch dem Bösewicht,
    der vor uns für Deutschland spricht.

    Polen soll und muß besteh’n!
    Papst und Gott verspricht es mir.
    Rußland, Preußen muß vergeh’n.
    Heil dem polnischen Panier!
    Darum jauchzet froh darein
    „Polska zvie“ groß und klein!

    1948 fand in Prag der Panslawismuskongress statt. Dort wurde die Vertreibung der Finnen, Deutschen, Italiäner und Türken aus ihren angestammten Siedlungsgebieten gefordert. Ausgeführt wurde aber zwischen 1919 und 1949 nur die Vertreibung der Deutschen!
     

  3. "Der Krieg der viele Väter hatte"

    ein Vortrag und auch als Buch erhältlich.Zeigt sehr gut das Verhalten Polens in der Zeit zwischen den Beiden Weltkriegen.Fakten,die in unserer Geschichtsschreibung und im Geschichtsunterricht nicht vorkommen,aber in den Archiven der Außenministerien und beim Völkerbund in Genf gesammelt wurden.Ähnlichkeiten des polnischen Verhaltens gegenüber der Weimarer Republik und dem Dritten Reich,sehen wir heute im Verhalten gegenüber Russland.Irgendetwas läuft einfach immer schief,wenn es um die Auswahl der Politkaste geht.

  4. Wie Polen im September 1939 Deutschland eroberte, den Krieg gewann und Hitler nach Elba floh

    Also wer es immer noch nicht wußte, daß die Polen anno 1939 über unsere Wehrmacht hinwegfegten wie ein Wirbelsturm, der sollte einfach polnische Quellen bemühen; denn in Wahrheit hat Hitler sich sofort nach Elba abgesetzt als die unschlagbare polnische Luftwaffe Berlin in Schutt und Asche bombte, und polnische Ulanen bis an der Spree vorrückten. Darauf hat Italien Deutschland den Krieg erklärt, die Franzosen setzten sich am Rheinufer fest und im Deutschen Reich kam es zu Meutereien. Die flüchtende feige Wehrmacht aber, die bei ihrem hinterhältigen Angriff gen Osten tatsächlich einige Kilometer über die polnische Grenze gelangt war, die hat sich dann nur noch an hilflosen polnischen Zivilisten ihr Mütchen gekühlt und in Polen furchtbare Verbrechen begangen, bevor sie sich auflöste und fluchtartig nach Westen über die Oder absetzte.

    ERSTES PLAGIAT:

    Als Polen den Krieg gewann 

    Brandenburger Tor 1945 Unsere Flieger bombardieren Berlin, Hitler nach Elba geflohen, auch Italien erklärt Deutschland den Krieg – meldete die polnische Presse im September 1939. Der damalige Radiohörer und Zeitungsleser glaubte, dass Polens Soldaten sich tapfer schlugen und diese an allen Fronten gegen die Deutschen siegten. Man bekam schon nach wenigen Tagen nach Ausbruch des Krieges den Eindruck vermittelt, dass dieser bereits so gut wie gewonnen war und die siegreichen polnischen Armeen nun Hitler nur noch vor sich hertrieben. Wer die polnischen Medien damals mit solchen Falschinformationen speiste will keiner mehr genau wissen, mal sollen es "wahnsinnige Redakteure", Politiker der Opposition, oder sogar die Regierungspresse gewesen sein. Alles klang aber offenbar sehr glaubhaft, was heute noch in Archiven vorhandene Tagebucheinträge von einzelnen "nicht informierten" Politikern beweisen. Die Erfindungsgabe der Verantwortlichen kannte jedenfalls keine Grenzen, was Sie den nachfolgenden Zeitungs- Auschnitten aus jener Zeit entnehmen können.

    Berlin in Trümmern

    Eines der Lieblingsthemen der Medien waren schwere Angriffe polnischer Flugzeuge auf die deutsche Hauptstadt. Nach Angaben der Krakauer Zeitung gab es diese täglich. Regelmäßig kehrten die "Bomber" ohne eigene Verluste nach Polen zurück, obwohl einzelne Piloten sich später auch schon mal beklagten von Scheinwerfern deutscher Flaggeschütze geblendet worden zu sein. Die Standardmeldung sah in etwa so aus: "Unsere Piloten kehrten gesund und mit heiler Haut zu ihren Basen zurück, nur ein Korporal wurde am Bein verletzt". Gleichartige Meldungen über deutsche Verluste lasen sich so: "Die Deutschen waren wie gewöhnlich überrascht vom plötzlichen Auftauchen unserer Flugzeuge und schossen ziellos durch die Gegend. Neben der Reichshauptstadt bombardierten unsere Flugzeuge heute auch Frankfurt/Oder, Danzig und vernichteten einen Stützpunkt der deutschen Luftwaffe in Posen sowie einen Flughafen in Breslau" – schrieb die "Krakauer Zeitung" am 11.9.1939. Die Zeitung "Morgen-Express" berichtete am 8.9.39, dass polnische Bomber nun auch den Briten zur Hilfe geeilt seien in ihrem Kampf um die Zerstörung deutscher Industrieanlagen. Der bedeutende Teil Berliner Industrieanlagen sei vernichtet worden, hierunter auch diese von Krupp nach zwei schweren Angriffen.

    Schlachtschiff "Gneisenau" versenkt

    Das "Lodscher Echo" meldete schon am 4 September die erste große Niederlage der deutschen Luftwaffe in Polen: "64 allerneuste Flugzeuge des Eindringlings wurden abgeschossen, über 180 Piloten werden nicht mehr nach Deutschland zurückkommen". Deutsche Bomber sind ein leichtes Ziel sowohl für die Flugzeugabwehrartillerie,als auch für unsere Jagdflugzeuge die mit einer Geschwindigkeit von über 450 km/h den Feind stellen und dann vernichten" – schrieb ein Journalist "des Echos". Am 14. September liess auch der "Morgenexpress" seiner Einbildungskraft freien Lauf und behauptete, dass die deutsche Luftwaffe nun wegen Mangels am Benzin garnicht mehr angreife, denn den notwendigen Kraftstoff habe man irrtümlich an die Westfront geschickt. Viele historische Indizien weisen daraufhin, dass sogar Regierungsmitglieder den Lügen der Medien und anderer Politiker auf den Leim gingen. Der damalige Vize- Ausenminister Polens an der Seite von Józef Beck, Jan Szembek, trug in seinem Tagebuch am 4. September 1939 ein: "In der Kaserne behaupten Offiziere, dass die Engländer Hamburg bombardieren, und die Franzosen in Deutschland einmarschiert sind. Eine Reihe von Nachrichten sind diesbezüglich auch im Ministerium eingegangen, so sollen 60 polnische Flugzeuge Berlin bombardiert haben und alle unversehrt zurückgekehrt sein. Auch Kiel wurde angegriffen und das Schlachtschiff "Gneisenau" versenkt".

    Hunderte polnische Jagd- Geschwader bereit

    Die polnischen Luftstreitkräfte und die Kavallerie wurden damals von fast allen Medien besonders verherrlicht. Das Flugwesen nahm sogar schon vor dem Beginn des Krieges den wichtigen Platz in der Großmachtkampagne Warschaus ein. Die Polen glaubten den Lügen der Politiker und wähnten gleich Hunderte von Geschwadern der polnischen Luftstreitkräfte zum Einsatz gegen Deutschland bereit (1.9.1939 Krakauer Zeitung IKC). Effekte der Handlungen solcher Masse von Flugzeugen mussten natürlich zumindest dann auch in der Presse erscheinen. Am 19. September versicherte die Tageszeitung "Morgenexpress", dass die Deutschen in Polen schon über 300 Flugzeuge verloren haben, wobei über tausend Mann Besatzung den Tod fanden. Diese Informationen, obgleich stark übertrieben, waren allerdings dann nicht so ganz abstrakt im Verhältnis zur Kriegswirklichkeit. Im ganzen September soll die deutsche Luftwaffe in Polen 285 Flugzeuge verloren haben, 279 wurden beschädigt und 400 Piloten wurden getötet oder vermisst. Nach Medienberichten fuhr die polnische Armee aber auch zu Lande und Wasser nur bedeutsame Erfolge ein. "Die Deutschen können dem Tempo des polnischen Angriffes nichts entgegensetzen" – Schrieb "ABC" am 5. September 1939, also zu einem Zeitpunkt als große Teile der polnischen Armee bereits an der Weichsel von der Wehrmacht in die Zange genommen worden und floh.

    Betrunkene Kinder in deutschen Panzern

    Die Redakteure der Warschauer Zeitung "ABC" waren besonders einfallsreich in ihren Erfindungen. Deutsche Soldaten stellten sie oft lächerlich wie z.B. in viel zu kleinen Uniformen dar. "Beim Anblick polnischer Ulanen mit ihren Bajonetten sind die Deutschen in Panik geflohen" – hiess es regelmäßig. Die Zeitung nahm in ihren Berichten jeweils Bezug auf Kriegsberichterstatter, die es aber im September 1939 überhaupt nicht gab. Auch verbreitete man das Gerücht, dass in deutschen Panzern nur Kinder saßen, was die rasenden Angriffe dieser "Monster" unterstrich, denn man hatte ihnen Alkohol verabreicht. Schon am 8. September waren deutsche Flugzeuge ständig über Warschau zu sehen. ABC beruhigte ihre Leser mit dem Hinweis, dass dies selbstmörderische Manöver der Deutschen seien. Die Maschinen hätten kaum noch Benzin und keine Munition mehr an Bord und seien damit wehrlose Opfer. Am 12.9.1939 meldete man sensationell dass die deutschen Panzer sogar schutzlos gegen Gewehrkugeln seien, da die Schützentürme nicht aus Stahl, sondern Blech produziert worden seien. Erst ab dem 19. September gaben einige polnische Zeitungen zu, dass die polnischen Heere bei Kutno, Lodsch und ?owicz müde seien und verzweifelt gegen ihre Einkreisung durch die Wehrmacht kämpften.

    Ritterliche Polen

    Nicht schlimmer als polnische Reiter und Piloten taten sich die Matrosen hervor. Die erste Geige spielte hierbei der polnische Zerstörer "Wicher", der am 18. September 1939 mit der Vernichtung des deutschen U-Bootes U-37 den Untergang der deutschen Kriegsmarine eingeleitet haben soll. Nach jedem erfolgreichen Angriff auf deutsche Schiffe verhielten sich die Polen ritterlich und nahmen die Besatzungen versenkter Schiffe des Gegners an Bord. Die Heldentaten der "Wicher" waren unerhört, besonders wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass dieses Schiff bereits seit dem 3. September auf dem Grund der Ostsee im Hafen von Hel lag, nachdem es durch drei deutsche Fliegerbomben versenkt worden war. Weniger mediales Glück hatten die Verteidiger der Danziger Westerplatte, deren letzter Mann laut "Dziennik Nowy" am 10. September sein Leben verloren haben soll, nachdem er und sein Kommandant sich selbst und die Westerplatte in die Luft gesprengt hatten. In Wahrheit waren aber kaum 16 von 182 Beschützern der Westerplatte umgekommen. Die gleiche Zeitung berichtete auch vom Einmarsch der Sowjets in Ostpolen am 17. September 1939: "Die rote Armee hat einen Teil des polnischen Gebietes an des Grenze liegend eingenommen. Die polnische Armee führt keine Kriegshandlungen gegen die sowjetische Armee aus".

    Soweit einige historische Fundstücke aus offiziellen polnischen Zeitungen.

     

  5. An den Autor: Wie soll denn ein " 38-jährige(r) Berufssoldat, der in Afghanistan diente", also ein Diener der satanisch-freimaurerischen Weltplutokratie, ein "Nazi" sein? Daß Sie außerdem die "Verteufelung der Zeit unter dem Kommunismus" beklagen, wie selbstverständlich die Auschwitz-Keule schwingen und die grausamen Völkermord-Verbrechen der Polen (1918-1939 und ab 1944) totschweigen, finde ich schon sehr merkwürdig!

  6. ——Hier aber müssen alle nicht Polen um ihr Leben fürchten, wenn sie sich mal in die Stadt wagen.—

    —Die Studenten die in Polen sind sollen zum verlassen des Landes gebracht werden.—

    SO EIN SCHWACHSINN !!! Außerdem, wo ist der Link zu dieser "Nachricht", ich habe in den Polnischen Medien nichts dazu gehört und ob es sich alles wirklich so zugetragen hat, weiß man auch nicht genau…

    Und selbst wenn, was für ein „Portugiese“ war den dieser Student…? Vielleicht so einer wie der „Deutsche“ (in Kairo geborener Moslem) Mohammed Atta, der in Deutschland studiert hat und am 11 September 2011 die Wolkenkratzer in NY gesprengt hat…Wurde er in den USA als "Deutscher" bezeichnet?

    Oder wie ein moslemischer Schwarzafrikaner, der in Deutschland studiert hat, mit einer Deutschen Staatsangehörigkeit, eine Australische Austauschstudentin vergewaltigt und umgebracht hat und dieser in den Australischen Medien dann als „Deutscher“ beschrieben wurde…?

    Oder wie der „Deutsche“ (Türke) der als Austauschschüler in Amerika beim Einbruch erschossen wurde und dieser ebenfalls als „Deutscher“ bezeichnet wurde, sowohl in den Staaten als auch in der BRD…?

  7. Ponische Sprachkuse anno 1947

     

    Großtante Hiltrud wehrte sich gegen die Polonisierung. Ausreisen durfte sie trotzdem nicht. Sie schlug sich als Hilfskraft auf einem Gehöft im Dorf Ribben durch, das inzwischen in Rybno umbenannt worden war. Ihrem 1944 geborenen Sohn Gerhard brachte sie seine Muttersprache bei. Es kostete sein Leben: Er wurde 1947 im Dorfteich ertränkt, "von polnischen Neusiedlern. Sie wollten nicht, dass unsere Kinder Deutsch sprechen."

    Quelle: http://www.welt.de/lesestueck/2015/vertriebene/

  8. Es ist schon Besorgniserregend, dass der Irrationalismus sich aktuell fast Überall breit macht, zwar auf verschiedenen Ebenen. Zu seinem politisch-gesellschaftlichen Ausdruck, wie am Beispiel vorliegenden Artikels, gesellt sich oft der Irrationalismus religiöser Prägung und nicht zuletzt der Irrationalismus, der aus dem Einsatz einiger gängigen Techniken hervorgeht, wie z.B. sämtlichen Verbrennungsmotoren,  Turbinen, auch die Atomkraft-Technik, etc. So kann es nicht gut gehen. Help!

  9. @Waffenstudent

    Bitte Links zu Quellen ansonsten ist das Volksverhetzung.

    @Autor

    Fuer deutsche Verbrechen Polen anschmieren-einfach widerlich. Besser mal hier lesen:Richard Lucas-The Forgotten Holocaust.

     

    P.S nach neusten Erkenntnissen handelte es sich um einen Streit bei dem Alkohol auf beiden Seiten im Spiel war. Aber in Zeiten von Clickbait machen sich Artikel uber angeblichen Rassenhass nat.toll-fuer das Medienoutlet nat.

     

  10. Ich neige eher dazu diese Ereignisse in Bialystok mit Verwechslungen zu erklären. Man muss wissen, dass Portugal eine sehr alte Kolonialgeschichte in Afrika hatte. So waren die angolanische und die mozambikanische Küste schon ab dem 16.Jahrhundert portugiesische Kolonie. Die ersten Seefahrer und Kolonisten waren Männer, sie hatten afrikanische Frauen genommen. Anfang des 20.Jahrhunderts haben Völkerkundler daher festgestellt, dass vor allem Südportugiesen oft einen afrikanischen Einschlag hatten. Das war lange vor den Migrantenwellen von heute, diese Portugiesen waren Christen von europäischer Kultur, und hatten seit Generationen keinen Bezug zu Afrika mehr. Dafür mit wem ihre Urururgrossväter verheiratet waren konnten sie überhaupt nichts. Bei den heutigen Kontroversen über die Masseneinwanderung waren diese Portugiesen in Bialystok eben zur falschen Zeit am falschen Ort.

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