Die Migrationskrise hat zutage gefördert, was ohnedies schon seit Jahrzehnten vor sich hingärte: „Unsere Gesellschaft“ gibt es nicht mehr, denn sie ist gespalten wie noch nie zuvor. Rechte und Linke stehen sich an verhärteten Fronten gegenüber wie einst Franzosen und Deutsche bei Verdun. Sobald jemand Flagge zeigt, wendet sich die Gegenseite mit Grausen ab. Jeder Versuch einer kritischen Auseinandersetzung wird so im Keim erstickt – ein Zustand, der einer Demokratie zutiefst unwürdig ist. Ein Plädoyer für mehr Streitkultur.

Von Marcello Dallapiccola

Ein gutes Beispiel ist die erste Runde der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Sonntag in Österreich. Nach dem fulminanten Wahltriumph des freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer verfielen vor allem die rot und grün orientierten Wähler einer Art Schnappreflex. Eine Grüne tätigte noch am Wahlabend schockiert die Aussage, dass sie „die Österreicher-Innen für klüger gehalten hätte“ und stempelte damit 35% der Wähler quasi zu Idioten ab. Nicht wenige Blogger und Journalisten hauten die selbe Kerbe, indem sie wieder einmal die Nazikeule schwangen und diese Wähler sinngemäß als rassistische Dumpfbacken bezeichneten; in nicht wenigen Timelines in den sozialen Medien posteten vom Wahlergebnis enttäuschte Aufforderungen an alle Hofer-Sympathisanten, doch bitte zu entfolgen, zu entfreunden, zu entkreisen…

Sagt mal Leute, geht’s euch noch gut? Das kann doch alles nicht ernst gemeint sein! Sieht so etwa die vielgerühmte demokratische Meinungsfreiheit aus? Wie soll denn so jemals eine vernünftige Gesprächsgrundlage entstehen? Es wird wohl seine Gründe haben, warum 35% derer, die den Gang zur Urne antraten, sich eben so entschieden haben und nicht anders. Ob mir das nun schmeckt oder nicht, in einer Demokratie habe ich das anzuerkennen, verdammt nochmal!
Dass es ausgerechnet links orientierte Menschen sind, die in bester autoritärer Manier ihre eigenen Überzeugungen als sakrosankt erachten und keinen Hauch einer anderen Meinung zulassen, treibt inzwischen selbst viele ehemals überzeugte Sozialisten und sogar Grünwähler schier in die Verzweiflung; wo ist denn die Kritikfähigkeit geblieben, wo die vielgerühmte linke Streitkultur?

Worin unterscheiden sich denn Linke und Rechte?
– Alternatives, Schuldgeldfreies Finanzsystem
– mehr individuelle Freiheit
– mehr Regionalität, Förderung lokaler Strukturen statt von Multis und Konzernen
– Entschleunigung von Arbeit und Konsum, vermehrtes Engagement für Familie/Gesellschaft
– Tierschutz, Naturschutz
Sind das jetzt nun linke oder rechte Positionen? – Nein, es sind schlicht vernünftige Positionen, die uns, den einfachen Menschen, zugute kommen. Nur werden sie von verschiedenen Seiten instrumentalisiert und mit unterschiedlichen, teils sogar gegensätzlichen Gedankenkonstrukten begründet. So werden extreme ideologische Ausprägungen geschaffen, deren Vertreter dann auf auf allen gesellschaftlichen Ebenen aufeinander losgehen, anstatt sich an einen Tisch zu setzen, ihre Differenzen zu bereinigen und dann mit vereinten Kräften an Lösungen zu arbeiten.

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„Ich hasse jedes einzelne Wort, das aus ihrem Munde kommt, aber ich bin bereit mein Leben dafür zu geben, dass Sie es sagen dürfen“ – so wird sinngemäß Voltaire zitiert. Man muss wieder anfangen, miteinander zu reden! Auch wenn es noch so weh tut – und es wird auf beiden Seiten Schmerzen verursachen, oh ja. Gesprächsbereite Linke werden sich von politisch korrektem Kauderwelsch und Gendergaga verabschieden müssen, um überhaupt angehört zu werden, gesprächsbereite Rechte werden sich in punkto Ausländerpolitik und Islamkritik mit Samthandschuhen vortasten müssen, um ihr Gegenüber nicht in Schockstarre zu versetzen.

In diesem Zusammenhang ist es sehr begrüßenswert, dass Aiman Mazyek vom „Zentralrat der Muslime“ und AfD-Vorsitzende Frauke Petry sich zu einem Gespräch über die islamkritischen Positionen der AfD zusammenfinden werden. Es müssen endlich die Vertreter vermeintlich extremer Positionen im Diskurs aufeinander prallen, es muss endlich ohne jede Beschönigung Tacheles geredet werden! Und zwar öffentlich, überall und auf allen Kanälen. Lasst Migranten mit Nationalisten reden – dass das funktionieren kann, beweisen diese beiden hier.

Vor allem die Vertreter des Islam müssen sich der Debatte stellen, und diese Debatte muss schonungslos verlaufen. Dass die Mehrheit der autochthonen Bevölkerung dem Islam nicht eben aufgeschlossen gegenübersteht, beweisen nicht zuletzt die Wahlergebnisse. Das ewige Fordern von mehr Islam im öffentlichen Raum vergällt bald auch noch die letzten aus der Mitte der Gesellschaft. Hier müssen auch Linke und Grüne ihre Komfortzone verlassen und endlich anerkennen, dass sie mit ihrer falschen Toleranz die Ausbreitung einer zutiefst faschistoiden Ideologie nach Kräften fördern – ein Paradoxon, wenn man sich die Haltung vieler Linker gegenüber organisierter Religion in Erinnerung ruft.

Hört auf, euch in euren sozialen Blasen einzuigeln und redet miteinander! Akzeptiert die Haltung eures Gegenübers und versucht sie zu verstehen; missioniert nicht, schwingt weder die Nazi- noch die Gutmenschenkeule. Legt eure Positionen klar auf den Tisch, was verhandelbar ist und was nicht, dann lassen sich schnell die Gemeinsamkeiten finden. Beginnen wir jetzt damit!

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13 KOMMENTARE

  1. Die Standpunkte des ISLAM liegen im Koran festgeschrieben und sind nicht verhandelbar. Es ist weißhäutige Tagträumerei davon noch zu reden, dass der Islam integerierbar sei.

    Islam ist grundgesetwidrige, bösartige Penetration, verlogen aggressiv. Islam kann nur abgelehnt werden und ist zu verbieten.

  2. Vorsicht Bürgerkrieg! 

    http://www.kopp-verlag.de/Vorsicht-Buergerkrieg!.htm?websale8=kopp-verlag&pi=914300

    ……dieses Buch wird bittere Wahrheit, teile und herrsche, Dieses System findet viele Opfer die darauf reinfallen  und schon reingefallen sind.Mir tun unsere Kinder leid, warum haben wir Das zu gelassen.Aber diejenigen die das zu verantworten haben werden bestimmt in jedem Land die passende Antwort bekommen.

     

  3. wie sagt man.Ihre Worte in Gottes Gehör.

    Leider gibt es diese Person nicht oder hat einer einen Beweis?

    Die religionen sind nur ein Machtmechanismus um die Menschen zu unterdrücken.egal Welche.Auch wenn es liberale gibt.

    Ich sage zu mir,vielleicht klinkt das überheblich.Aber ich glaube nur an mich.

  4. Ich denke das Problem ist das noch nie so deutlich wurde das Macht und Geld in so wenigen Händen liegt.Es wird nur noch von oben regiert…alternativlos.Dieses Gefühl sitzengelassen zu werden macht immer mehr Menschen wütend.Veränderung ist kaum noch möglich…oder wie man so schön sagte..'Der Rubel rollt nicht mehr'.

    Das ist sehr gefährlich für eine Gesellschaft.Es ist Geld für alle Länder da…aber angeblich nicht für die eigenen Leute.

    Ungerechtigkeit fördert Kriminalität und Revolution.(Aristoteles)

    Wenn unsere abgehobenen Politiker dies nicht bald erkennen und den Menschen mehr Mitsprachrecht zubilligen…wird dieser Staat und sein System bald nicht mehr wiederzuerkennen sein.Die soziale Scheere klafft immer weiter auseinander…dies wird auch die aufgezwungene Toleranz letztendlich ersticken.

    Wenn einmal eine Nation zu denken beginnt,ist es unmöglich sie daran zu hindern.(Voltaire)

  5. Links,Rechts -wäre alles halb so schlimm wenn nicht die Gewalt von einigen durchgeknallten  jungendlichen Linksextremen so gegenwärtig wär. Und die Vermummten unter ihnen sind wohl auch eher die von einigen Landes Regierungen bezahlte "ANTIFA". Ein Skandal, das da, das Verfassungsgericht und Staatsanwaltschaften einfach wegschauen – oder stecken die alle unter einer Decke ? !

  6. Nachtrag: Junge Linksextreme sind einfach nur dumm,naiv und auf Krawall aus. Haben überhaupt keine politische Meinungen, es geht ihnen einfach nur um Gewalt und wie gesagt um Krawall.Die Realität erkennen sie gar nicht, das es z. B. um ihre Zukunft geht, die gerade von der Merkel Regierung vor die Wand gefahren wird – haben sie noch nicht gecheckt.

    • Richtig Emma, jung, dumm ,naiv. Früher haben sie sich auf Sportplätzen ausgetobt und jetzt werden sie von unseren Staat auf die Straßen losgelassen, um gegen Pegida, AfD u.a. Krawall zu machen. 

  7. IRRTUM!

    Hier stehen sich keine unterschiedlichen Truppen, wie einst in Verdun gegenüber! Im übrigen sind diese angeblich feindlichen Truppen auch gar nicht bewaffnet. Und wenn sie bewaffnet wären, dann gäbe es nach drei Tage keine Linken mehr!

    Feindliche Lager entstehen erst dann, wenn der Staat keine Alimente mehr bezahlt, und die Schmarotzer sich per Raubzüge ernähren! Und wer dann zu den Linken oder Rechten zählt, das entscheidet am "Tage X" der Kontostand!

     

  8. Das Rechts-Links-Schema ist ein Relikt, das den Verstand blockiert. Es sind zwei angeblich wertebasierte Denkprogramme, die irgendwann vielleicht relevanter waren, heute aber nur konditionierte Reflexe auslösen. Zur Problemlösung sind sie unbrauchbar. Es hilft nur eigenes Denken auf Basis von Vernunft – und die Solidarisierung der Vernunftgesteuerten. Dazu gehört erst mal Mut: Sapere aude – wage zu wissen (=Kant).

    Das medial orchestrierte Rechts-Links-Theater ist die Inszenierung der herrschenden Kreise, ihrer Politik und der sie tragenden Block-Parteien (incl. "Opposition"), damit ihnen die Vernunft des eigentlichen Souveräns nicht zu nahe kommt und die Agenda bedroht. Daher der Klassiker: Teile und Herrsche, damit du am Geld, an der Macht (oder im Parlament) bleibst. Der Souverän soll nicht verstehen, er soll arbeiten und sonst höchstens um des Kaisers Bart (rot oder schwarz) streiten.

    Am Ende sind die Kontrahenten die Manipulierten, die die ihnen zugedachte Rolle spielen und sich wundern, dass immer nur die Agenda rauskommt – und zwar alternativlos.

    Wie Ernst Jandl sagte: Manche Leute meinen, lechts und rinks könne man nicht velwechsern. Werch ein Illtum.

    Und wie der Autor sagt: Miteinander reden – nicht gegeneinander.

     

  9. NSDAP=   National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei

    Ergo :  Die Sozis und Linken sind Nazis

    Alles was diese Sozis und Linken heute gegen "Räächts" unternehmen haben sie bei der NSDAP gelernt.

    Das einzige was ihnen fehlt ,ist die Macht wieder Konzentrationslager einzurichten.

    Weil ihnen diese Macht fehlt beten sie inbrünstig:

    Bomber-Harris tu es noch mal!!!

    Diese perverse Denkweise findet immer mehr praktische Anwendung(bestes Beispiel die Gewaltexzesse gegen die AfD)

  10. Hier wird weiterhin der Mythos von "Rechts" und "Links" aufrechterhalten und ich frage mich, was das soll.? In einer apolitischen und auf Konsum geschalteten Gesellschaft wie der unsrigen sind rechte und linke Ideologien keine gesellschaftsbewegenden Themen, lediglich noch für Randgruppen. Die Medien sind bemüht, die bislang schweigende Mitte für die Ränkespiele unserer Politdarsteller einzunehmen, um durch eine Polarisierung die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. Nichts eignet sich dafür besser, als der erfolgte maßlose Zustrom von Einwanderern aus fremden Kulturkreisen. Bei einer aufrichtigen Information über die sog. Flüchtlingskrise durch die Systemmedien würde die von außen gesteuerte "Invasion" die Menschen des Landes wohl eher zusammenbringen, als sie zu entzweien. Genau das darf (nach den Plänen der Initiatoren dieser "Invasion") nicht geschehen!

    • Sehr schöner Kommentar 🙂

      Genau so ist es, der widerwärtige Club 666, hinterhältige Schlange, versucht die Stimmung in Deutschland und Europa zu kippen. Um ihre NWO-Ziele und Macht auszubauen. Wir als Völker müssen dies auf dem Sender haben und uns nicht länger einlullen lassen. Wir werden die Wandlung vollziehen!!! 😉

      999

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