Neue Lockdowns könnten Europa in eine wirtschaftliche Depression führen

Der Anstieg der Covid-19-Fälle in Ländern wie Frankreich und Spanien hat das Risiko neuer Lockdowns erhöht.

Von Daniel Lacalle

Die Regierungen sollten inzwischen begreifen, dass eine Abschaltung der Wirtschaft höchst ineffizient und verheerend für die Arbeitsplätze und die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen ist. Wie wir jedoch in Spanien gesehen haben, beschließen viele Regierungen einfach, neue Lockdowns zu starten, um zu zeigen, dass sie aggressive Maßnahmen ergreifen, selbst wenn sie wissen, dass diese noch mehr negative Auswirkungen und keinen wirklichen Einfluss auf die Erhaltung der Gesundheit haben.

Anstatt sich die Beispiele Südkorea, Taiwan, Schweden oder Österreich anzusehen, wo einfache, aber wirksame Maßnahmen zu einem besseren Management der Gesundheitskrise geführt haben, ignorieren einige europäische Regierungen die wirtschaftliche und soziale Langzeitkatastrophe, die die Schließung der Wirtschaft verursacht hat, und scheinen bereit zu sein, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Der Fehler, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Lockdowns zu ignorieren, führt zu einer sozialen Krise, die viele Jahre dauern kann.

Wenn die europäische Wirtschaft auf eine Reihe von Lockdowns im Februar schlecht vorbereitet war, ist sie jetzt noch schwächer. Was eine Rezession unerwarteten Ausmaßes ausgelöst hat, kann eine Depression auslösen, die wahrscheinlich einige Jahre andauern wird.

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Die europäischen Volkswirtschaften können eine neue Serie von Lockdowns nicht überleben, auch wenn die Regierungen sie als „gezielt“ bezeichnen. Warum?

  • Die Zahlungsfähigkeit hat sich verschlechtert. Das Finanzsystem würde notleidende Kredite in einem Wirtschaftsraum in die Höhe schnellen lassen, in dem nach Schätzungen von Standard and Poor’s mehr als 20 Prozent der Unternehmen in ernsten finanziellen Schwierigkeiten oder kurz vor dem Bankrott stehen. Eine neue Serie von Lockdowns würde wahrscheinlich eine neue Finanzkrise auslösen.
  • Die Arbeitslosigkeit ist verschleiert worden. Die Arbeitslosigkeit in Europa sieht aufgrund des hohen Anteils der beurlaubten Arbeitsplätze (und der Kurzarbeit, Anm. d. Red.) optisch niedrig aus. Die offizielle Arbeitslosenquote des Euroraums von 7,8 Prozent könnte sich verdoppeln, wenn diese verlorenen Arbeitsplätze beendet werden und die Unternehmen, die diese Arbeitnehmer behielten, dauerhaft schließen müssen.
  • Die finanzielle Lage der Regierungen hat sich extrem verschlechtert. Defizitausgaben haben die Staatsverschuldung auf neue Rekordhöhen getrieben. Die Verschuldung könnte in der Eurozone weit über 120 Prozent des BIP steigen, wenn die Wirtschaft wieder geschlossen wird, selbst bei so genannten gezielten Schließungen.
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Die Anleger haben risikoreiche Anleihen von fast insolventen Regierungen und hoch verschuldeten Unternehmen zu so niedrigen Renditen wie nie zuvor gekauft und sind damit ein erhebliches Risiko in Bezug auf die Erwartungen einer raschen Erholung der Wirtschaft eingegangen. Die nominalen und realen Verluste in Pensionsfonds und Investitionsplänen können massiv sein.

Diesmal wird die EZB (Europäische Zentralbanken) nicht in der Lage sein, das finanzielle Risiko einzudämmen. Eine weitere quantitative Lockerung und weitere Zinssenkungen werden wahrscheinlich nicht verhindern können, dass die Anleiherenditen in die Höhe schnellen, wenn die Solvabilitäts- und Liquiditätsprobleme auf die Realität einer nicht tragfähigen Ausgabenflut treffen.

Die Marktteilnehmer ziehen das Risiko einer Umdenominierung des Euro nicht in Betracht, wenn jeder sehen kann, dass viele populistische Parteien in der Europäischen Kommission Maßnahmen vorgeschlagen haben, um den Euro aufzubrechen.

Diese Investoren betrachten die Eurozone als einen Hafen im Vergleich zu den angeblichen politischen Risiken in den Vereinigten Staaten, ohne anzuerkennen, dass die finanziellen und politischen Risiken in Europa erheblich sind.

Neue Lockdowns könnten der schwarze Schwan sein, den viele Marktteilnehmer fürchten und als inexistente Option ignorieren. Die optimistischen Schätzungen der Erholung der Eurozone, des Gewinnwachstums und der Erholung des Konsums basieren alle auf einer Verbesserung der Wirtschaftsdaten, die im aktuellen Szenario fast unmöglich zu erreichen scheint, geschweige denn unter neuen Einschränkungen.

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5 Kommentare

  1. Neue Lockdowns dienen vor allem dazu, die Bevölkerung zu separieren, damit es zu keinen Aufständen und Banken Runs kommt. Die EU hat im Vertrag von Lissabon bereits den Schießbefehl formuliert: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ%20.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF
    „Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um c.) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.“
    Die Bevölkerung muss also tatenlos zusehen, wie ihre Barschaft sich verflüchtigt. Wer dumm genug ist, solche Zustände mutwillig von Verbrechern herbeiführen zu lassen, dem geschieht auch Recht! Die Demokratie ist eine Diktatur der Dummen, die gehen FREIWILLIG ihren Untergang herbeiwählen.

    1. „Wer dumm genug ist, solche Zustände mutwillig von Verbrechern herbeiführen zu lassen, dem geschieht auch Recht! “
      Die Befürworter der Verchippung, Spritze und die Maskenfetischisten sind die erste Auslese der menschlichen Vollidioten aus dem menschlichen Abfall.
      Gebt Ihnen so viele Injektionen wie sie wollen.

  2. Egal, welches politische Postulat man hinterfragt, die Grundlage der Handlung ist immer das Gegenteil von dem, was wir erwarten dürfen. Und sie führt immer zum Gegenteil, von dem, was wir erwarten dürfen. Die treibende Kraft ist das Irrationale.
    Die letzte Begründung der SPD ist seit 1864 die „soziale Gerechtigkeit“. Wir haben seither 2 Kriege auf unserem Boden geführt, 4 x unseren Staat untergehen sehen und befinden uns trotz (oder wegen?) vieler SPD-Regierungen im letzten Stadium des Zerfalls ob zwischenmenschlich, kulturell, wirtschaftlich, ökologisch oder nervlich.
    Zur sozialen Gerechtigkeit der SPD gehören die Tafel und die Obdachlosigkeit.
    Die Grünen ebenso. Wer die wählt, kann gleich Chemiefässer mit Leckagen in der Ostsee versenken.
    Die Puppenspielern erzeugen eine Illusion. Das scheint einfacher, daran zu glauben, macht aber schleichend krank.
    Ein richtiger Lockdown wäre kalkulierbar, 3 Wochen und dann ist das Virus weg. Da ist auch das finanzielle Risiko überschaubar. Nicht überschaubar ist die Halböffnung.
    Ich glaube, man muß verstehen, daß wir es mit sehr unvernünftigen Leuten zu tun haben.

      1. Zum Glück wachen immer mehr auf. Der Fehler war vielleicht, das Internet nicht abzustellen? Wer nicht zur Arbeit darf, klickt herum.

        Man kann’s auch errechnen, daß das „Virus“ nicht tödlich ist. Ist mittlerweile meine Lieblingsbeschäftigung:
        Zieht man für Spanien von der aktuellen Todesrate die 31.000 Corona-Toten ab, rechnet die Todesrate aufs Jahresende hoch und zieht den Mittelwert der letzten 5 Jahre ab, wären ohne Corona -63.509 Menschen weniger gestorben.
        Rechnet man die Sterbezahl inklusive der Coronatoten fürs Jahresende hoch und zieht den Mittelwert ab, fehlen -12.018 Tote. Erwarten sollte man bei dieser Rechnung eine Übersterblichkeit von +40.000 Toten.
        Das ist ein Beleg, daß Coronatote und normal Verstorbene (Krankheit, Autounfälle, Altersschwäche ..) „identisch“ sind. Man kann mit Mathematik einen Blick in die black box PCR-Test werfen.

        Unter der „Patent No.: US 7,220,852 B1“ kann man das SARS-CoV-Patent vom Mai 22,2007 beim Patentamt abrufen.

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