Lückenpresse – wen interessiert schon die Wahrheit?

Harte Fakten und Systemkritik sucht man bei den Mainstreammedien vergebens. Warum? Systematische Korruption und Lenkung durch das Establishment.

Von Marco Maier

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen Ihre Tageszeitung oder ihr Wochenmagazin auf und lesen dort einen Bericht darüber, wie die private Versicherungswirtschaft Dank der enormen Lobbyistenarbeit in der Politik dafür sorgte, die öffentlichen/staatlichen Kranken- und Rentenkassen sy‌stematisch herunterzuwirtschaften, um so für mehr Profit bei den privaten Versicherungskonzernen zu sorgen.

Eine knallharte Wahrheit. Ein Faktum, welches nur selten im medialen Betrieb angesprochen wird – und wenn, dann entweder in satirischen Produktionen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen oder eben in kleinen, alternativen/freien Medien. So wie diese Folge der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ aus dem Jahr 2014:

Aber auch bei den Krankenversicherungen zeigt sich der Einfluss der Lobbyisten. Während die Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland vor allem die unteren Einkommenschichten als Kunden haben und im Schnitt mehr pro Mitglied ausgeben (müssen), haben die Rosinenpicker der privaten Krankenversicherer den gegenteiligen Fall. Die Besserverdiener sind nämlich seltener Krank und haben weniger (Arbeits-)Unfälle.

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Doch warum wird das nicht angesprochen? Die Versicherungskonzerne geben jährlich Unsummen für Werbung aus. Im Jahr 2019 waren es beispielsweise 640 Millionen Euro (und damit ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Wer zu kritisch berichtet, bekommt vom Werbekuchen nichts mehr ab. In Zeiten, in denen die Zeitungen und Magazine an Lesern verlieren und die Budgets immer enger werden, sind solche Einnahmenverluste natürlich unerwünscht.

Aber das ist noch nicht alles. Auch andere „unangenehme Wahrheiten“ werden vom Mainstream kaum angesprochen. Zu kritisch mit der Politik? Dann gibt es keine Infos mehr an die Hauptstadtjournalisten zugesteckt. Zu kritisch mit den Geschäftspraktiken einzelner Unternehmen? Die Werbebudgets sind variabel verteilbar. Dasselbe gilt auch für die Auswüchse der deutschen Migrationspolitik. Zu viel Kritik daran sorgt dafür, dass man in die „rechte Ecke“ gestellt wird – und wer will schon „bei Rechtsextremen“ inserieren?

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Angesichts dessen, dass die deutsche Medienlandschaft sehr konzentriert ist, die großen Medienkonzerne einen Großteil des Kuchens für sich beanspruchen und zudem auch noch eng mit anderen Konzernen vernetzt ist, darf man sich da keine großen Änderungen erwarten. Publiziert wird für die Eliten, nicht für die Medienkonsumenten. Diese haben gefälligst das zu lesen, zu hören und zu sehen, was das Establishment will.

Über kurz oder lang heißt dies, dass nur eine von Werbung (aber auch von staatlichen Zuwendungen) völlig unabhängige Medienlandschaft auch wirklich im Interesse der Konsumenten agieren kann. Eine Lücken- oder Lügenpresse ist dann nicht mehr so einfach möglich.

Gerade deshalb ist es wichtig, die alternativen/freien Medien zu unterstützen. Sei es finanziell oder aber auch durch die Weiterleitung von Links zu den Artikeln und Berichten. Interessante Apps hierfür sind beispielsweise „Alternativ News„, die „Wahrheitspresse“ und „Open Mind News“ (englischsprachig). Die Links führen übrigens direkt zum Google-Play-Store.

Aber auch die alternativen/freien Medien selbst können sich gegenseitig unterstützen, indem sie beispielsweise in den Seitenwidgets gegenseitig die Artikel-Feeds einbinden oder sich auch bei interessanten Artikeln untereinander verlinken. Etwas, was die Mainstreammedien ja auch tun, um sich gegenseitig Leser zuzuschieben, damit diese im eigenen Kreislauf bleiben.

Die alternativen/freien Medien haben zwar nicht die „manpower“ und die finanziellen Ressourcen, welche die Konzernmedien besitzen – doch alle zusammen bieten ein umfassendes Spektrum an Berichten und Informationen, die sich unter Umständen ergänzen, so dass keine Lücke offen bleibt.

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