In Griechenland regiert Syriza, in Portugal haben die linken Parteien ein Abkommen, in Rumänien geht das Volk gegen Korruption und Misswirtschaft auf die Straße und in Spanien fordern die Katalanen ihre Unabhängigkeit. Die EU selbst ist zunehmend autokratisch und dient nur noch den Finanzoligarchen. Die Europäer nehmen das nicht länger hin.
Von Rui Filipe Gutschmidt
Es ist zwar Herbst, aber die Demokratie in Europa scheint gerade einen neuen Frühling zu erleben. Eigentlich müsste ich sehr weit ausholen um genau zu erklären wie wir an einen Punkt kamen, an dem das Volk wieder für die demokratischen Werte kämpfen muss, die einer großen Mehrheit der Bürger lieb und teuer geworden sind. Doch ich verzichte auf den Geschichtsunterricht und den Erklärungen von Begriffen wie Demokratie, Menschenrechte und Freiheit. Die Griechen, welche bereits vor zweieinhalb Jahrtausenden die Idee der „Herrschaft des Volkes“ hatten, spielen in der heutigen Zeit wieder eine Vorreiterrolle.
Denn die Griechen waren die am härtesten getroffenen EU-Bürger, die für Inkompetenz, Gier, Korruption und Vetternwirtschaft ihrer Politiker und der Machtgier, sozialer Kälte, ideologischem Starrsinn und Klientelpolitik seitens der EU-Politiker, zu Armut und Perspektivlosigkeit verurteilt wurden. Die Eurokrise stürzte Griechenland nicht nur in die Misere, sie nahm dem Land auch noch den letzten Rest seiner Souveränität. Oder beinahe den letzten Rest, denn Premierminister Alexis Tsipras steuert gegen so gut er kann.
Natürlich gibt jedes EU-Mitglied beim Eintritt in die Union einen Teil seiner Rechte an die europäischen Institutionen ab. Das ist immer der Fall, wenn man Verträge schließt und ist für eine Zusammenarbeit nötig. Doch in den letzten 20 bis 25 Jahren ist ein System gewachsen, welches den Bürgern immer weniger Rechte gewährt und auch den Regierungen der einzelnen Länder immer mehr Vorschriften macht. Der Zusammenbruch eines solchen Systems – welches wie ein Krebsgeschwür solange wuchert bis der Wirtskörper stirbt – ist nur eine Frage der Zeit.
Man könnte meinen, dass ein Systemwechsel auch nichts bringt und immer nur ein paar Namen innerhalb der Eliten ausgewechselt werden. Doch es ist mehr als das. Es geht um eine überfällige Korrektur der Verteilung der Gelder. Denn immer mehr Geld floss in den letzten Jahrzehnten in immer weniger Taschen. Es geht hier nicht um Neid. Es geht darum, dass man Millionen Menschen in den Ruin treibt und damit Arbeiter bekommt, die für einen Brotkanten alles tun.
Es geht tatsächlich nicht mehr um Ideologien von Rechts und Links. Denn selbst Konservative und Bürgerliche müssten sich mal fragen, warum „ihre“ Parteien, die viele weiter aus Gewohnheit wählen, nicht (mehr) für die Menschen da sind, sondern nur noch für die Großkonzerne, Banken und die alles beherrschenden Märkte. Natürlich haben viele Sozialdemokraten und Sozialisten, ja sogar Kommunisten, ihre Parteien ebenfalls in reine „Posten und Pöstchen“-Beschaffungsklubs verwandelt. Seilschaften zwischen Regierungen und den „Auserwählten“ der Wirtschaft findet man überall auf der Welt. Derzeit erleben wir aber einen Sinneswandel in einigen dieser etablierten Parteien und „Nichtregierungsparteien“, die erstmals an die Macht kommen sind größtenteils frei von solchen Charakteren.
So haben wir einen Kampf – bislang und hoffentlich auch weiterhin ohne Waffen und Blutvergießen – zwischen dem „Establishment“ und einer neuen Politintelligenz, von Rechts, Links und sogar von ganz neuen Richtungen, die nur schwer einzugliedern sind. Die PAN – Pessoas, Animais e Naturêza – die aus einer Tierschutzpartei entstandene Partei der Menschen, Tiere und Natur, die mitten im Links/Rechtsstreit in Portugal einen Abgeordneten ins Parlament gewählt bekamen. Sie weigern sich in eine Schublade gesteckt zu werden und wollen einfach nur eine Zukunft für unsere Kinder garantieren. Es sind neue Wege der Demokratie, die nicht jedem gefallen und vor denen mit viel Propaganda Angst geschürt wird.
Angst aber, ist der erste Schritt in Richtung Gewalt. Oft fühle ich mich in die Dreißigerjahre zurückversetzt. Manche Links- und Rechtsextreme sehen die Möglichkeit, die angeschlagene Demokratie ganz zu beseitigen und eine rechte oder linke Diktatur zu etablieren. Eigentlich geht es um den Kampf gegen eine Scheindemokratie, die ständig die Verfassungen der EU-Staaten ignoriert und mit Finanzmitteln „Rebellenregierungen“ wie in Griechenland dazu zwingt, nach ihrer Pfeife zu tanzen. Doch nur wenige wollen die Demokratie ganz abschaffen. Die meisten wollen eine moderne, dem Internetzeitalter angepasste, erneuerte Demokratie, die den mündigen Bürger mit einschließt und nicht an ihm vorbei regiert. Etwas davon hatte auch Griechenland vor und bekam den Widerstand des „Ancien Régime“ zu spüren.
Griechenlands Rebellenregierung - Syriza
Aber Syriza ist nicht untergegangen, war keine Eintagsfliege. Auch wenn die Griechen ihre Strategie ändern mussten und einen Preis für ihr ungestümes Auftreten zu zahlen haben, so sind sie doch immer noch da. Auf alle Fälle versucht diese Partei dem Volk zu dienen, wenn auch mit großen Einschränkungen. Die konservativen der Nea Dimokratia wären nur Handlanger der Spekulanten. Andererseits hat Wolfgang Schäuble die Gegenwehr seines Amtskollegen Yanis Varoufakis persönlich genommen. Zwei Finanzminister deren Ego zu groß ist um in einen Raum zu passen – selbst bei den großen Sälen der EU-Institutionen in Brüssel oder der EZB in Frankfurt.
Premierminister Alexis Tsipras war gezwungen sich von einem Teil der Partei – dem linkem Flügel – zu trennen und Neuwahlen haben ihn im Amt bestätigt. Dadurch wurde klar, dass Schäubles Zweifel über die Intelligenz und politische Reife des griechischen Volkes nicht gerechtfertigt war. Die Griechen wussten nur zu genau, warum Syriza nicht mehr für sie tat. Nachdem die EZB den Geldhahn zugedreht hatte, war klar wer das Sagen hat. Jeder Schritt ist da ein Sieg gegen die Machtfülle, die die Märkte inne haben.
Es war eine griechische Tragödie, als Varoufakis und dann auch Tsipras versuchten die Auflagen der Eurogruppe nachzuverhandeln. Die neue Regierung in Athen wurde schon im Vorfeld als gefährliche Linksextreme verteufelt und man setzte alles daran den charismatischen Finanzminister Yanis Varoufakis zu diskreditieren. Seine Ideen seien nicht zu verwirklichende Utopien. Seine Bücher nur wirres Zeug ohne Hand und Fuß, fernab der Realität und sogar gefährlich populistisch. Man versuchte sogar sein Privatleben in den Dreck zu ziehen und seine Doktorarbeit und andere Veröffentlichungen wurden angezweifelt. Letztlich ging er, um die Verhandlungen nicht länger zu behindern.
Mit dem neuem Finanzminister Efklidis Tsakalotos bekamen die Hellenen dann die dringend benötigten Gelder, zahlten aber für ihre Gegenwehr einen hohen Preis. Die Auflagen sind schlimmer wie je zuvor, was vor allem aus politischen Gründen geschieht. Jede Regierung die nicht Systemkonform handelt und sich auflehnt wird gnadenlos bekämpft. Doch die Griechen haben seit kurzem einen Trumpf. Der Flüchtlingsstrom, der auf den Inseln der Ägäis angespült wird und dann weiter nach Mittel- und Nordeuropa zieht, kann nur in einem solidarischem Europa eine Lösung finden. Die Solidarität aber man kann nicht nur für die Flüchtlinge fordern, ohne diese auch den vielen in Armut gestürzte Europäern zu gewähren.
Rechtspopulismus wächst in Mittel- und Osteuropa
Die Flüchtlinge bringen das System ebenfalls ins Wanken. In Polen gewannen die Rechtspopulisten die letzten Wahlen und auch andere Länder haben diese Tendenz. Ungarn wird schon lange von Rechtspopulisten regiert, die den Herren in Brüssel gar nicht gefallen. Schnell werden Parteien als Extremisten bezeichnet. Nazis, Stalinisten, keine Demokraten, sind alle die nicht das Diktat aus Brüssel und Frankfurt akzeptieren. Aber die EU ist selbst zu einer Diktatur geworden, in der die „reichen, starken“ Staaten entscheiden wie die in finanzielle Schieflage geratenen Länder zu regieren sind.
So weigern sich eine Reihe von Staaten Flüchtlinge aufzunehmen und errichten einen neuen Eisernen Vorhang. Polen, Tschechien und Slowakei sind zwar nicht gerade Wunschziele der Flüchtlinge und haben selber jede Menge Auswanderer in aller Welt, aber es ist ein Thema mit dem die Politiker bestens punkten können. Populistische Parteien in fast allen Ländern der EU – und auch in der Schweiz und in Norwegen – gewinnen an Zustimmung. Die FPÖ in Österreich, Marine Le Pen und ihr Front National, die „Wahren Finnen“ und natürlich „UKIP“ sind im Aufwind, wecken Ängste oder schüren Hass.
Doch werden die Menschen bald merken, dass da kaum fanatische Islamisten kommen, sondern eher Menschen die vor dem Steinzeitislam, dem Terror des ISIS und vor Diktatur und Gewalt fliehen. Sie wünschen sich die europäischen Werte, die in der EU aber schon irgendwo verloren gegangen sind. Doch hat die EU-Propaganda ganze Arbeit geleistet und kaum jemand weiß wie schlecht es um Europa steht. Dennoch muss man sagen, dass es in Syrien, Irak oder Afghanistan viel schlimmer ist. In Portugal sind gerade ein paar Familien angekommen und sie können dort auch etwas aufbauen, was allen nützt.
Portugal und der Linksruck mit Anlaufschwierigkeiten
In Portugal ist das Volk vor vier Jahren auf die falschen Versprechungen der Konservativen reingefallen. Der damalige Premierminister José Socrates wurde mit Hilfe von Kommunisten und Linksliberalen gestürzt und Passos Coelho nahm das Programm der Troika mit Freude an und rühmte sich die vorgeschriebenen Gehalts und Rentenkürzungen, die Einschnitte im Sozialwesen und den Ausverkauf des Landes noch zu übertreffen. Die Schulden sind aber noch angewachsen und weder Portugal noch die Portugiesen haben irgendeine Besserung verspürt. Bis auf die üblichen Seilschaften: die oberen 10.000 und die Handvoll Profiteure der allgemeinen Misere.
Am 4. Oktober haben die Portugiesen gewählt. Leider konnten die 500.000 die in den letzten 4 Jahren im Ausland Arbeit suchen mussten, nicht wählen, da es enorme Hürden gibt um seine Stimme im Ausland abzugeben. Dennoch haben die linken Parteien eine klare Mehrheit im Parlament und raufen sich erstmals in vier Jahrzehnten Demokratie zusammen. Historisch ist die Zusammenarbeit zwischen Kommunisten und Sozialisten (Sozialdemokraten), da diese ein Jahr nach der Revolution aneinander gerieten und beinahe einen Bürgerkrieg auslösten.
Nun, da die Regierung Coelho/Portas im Parlament abgelehnt wurde, muss Präsident Cavaco Silva den Vorsitzenden der PS (Partido Socialista), Antonio Costa mit der Regierungsbildung beauftragen, um die Stabilität zu garantieren, die ihm immer so heilig ist. Das Resultat ist eine weitere Regierung, die sich gegen die Diktatur der EU und deshalb auch der omnipräsenten Märkte auflehnt. Doch der Propagandakampagne zum Trotz, die von Portugals und auch Spaniens Konservativen unentwegt auf das Volk einrieseln lassen, wird es diesmal kaum zu einem Syrizaeffekt kommen. Zu sehr ist die EU auf solidarisch agierende Regierungen angewiesen, die Flüchtlinge aufnehmen und dessen Marine sich unter anderem an der Seeüberwachung im Mittelmeer beteiligt.
Aber es brennt gerade an allen Ecken. Der alte Kontinent steht vor einer ganzen Reihe von Konflikten, von denen viele zum Untergang führen können. Eine Götterdämmerung bahnt sich an und passend zum Übergang der Hellenen vom Mythos bei dem alles entscheidende Götter über unsere Leben bestimmten, zur Demokratie, die damals nur für wenige galt, steht Europa wieder vor einem Wandel. Für alle die sich jetzt fragen, ob die utopische EU, die dem Bürger dient und Wohlstand für alle – FÜR ALLE! – bringt, auch gestorben ist, möchte ich hier meine Zuversicht aussprechen. Denn ein Traum ist lebt immer solange, wie er geträumt wird.
Die Albträume von Blutvergießen und einem großem Krieg in Europa aber können wir nicht gebrauchen. Wir haben aber viele Punkte, bei denen die Bürger bis zum Äußersten getrieben werden können. Banker haben oft genug bewiesen, dass sie über Leichen gehen. Auch gibt es die Verschiebung nach Rechts im Norden und nach Links im Süden, die zwangsläufig aufeinanderprallen werden, ist der gemeinsame Feind erst mal aus dem Weg. Hinzu kommen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Schotten, Katalanen, Basken oder Korsen, die den Unmut nutzen, um für ihre Sache zu werben. Flüchtlinge, Migrationsbewegungen Innerhalb und Außerhalb der EU, ein wiederaufleben des Ost/West-Konfliktes und ganz einfach nur eine Vielzahl von Pulverfässern, die über ganz Europa verteilt sind, lassen nichts Gutes erahnen.
Also steht die Europäische Union vor einer Zerreißprobe, so viel ist klar. Im Brüsseler Olymp geht die Angst um. Die Götter der Märkte, Börsen, Banken und der kränkelnde Euro natürlich, befürchten dass ihr Ende naht, befürchten eine Götterdämmerung. Im Volk aber gibt es, trotz allem, eine Aufbruchstimmung. Vielleicht ist es eine Art „Europäischer Frühling“.
Contra Magazin Unabhängig, unbestechlich, unzensiert!
Und wieder mal ein exzellenter Artikel von Herrn Gutschmidt. Hervorragend zusammengefasst und auf den Punkt gebracht – meine Hochachtung!
@ TheRealSaddam
"meine Hochachtung!"
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Ist das wirklich ernst gemeint?
"Populistische Parteien in fast allen Ländern der EU – und auch in der Schweiz und in Norwegen – gewinnen an Zustimmung. Die FPÖ in Österreich, Marine Le Pen und ihr Front National, die „Wahren Finnen“ und natürlich „UKIP“ sind im Aufwind, wecken Ängste oder schüren Hass."
…"Doch werden die Menschen bald merken, dass da kaum fanatische Islamisten kommen, sondern eher Menschen die vor dem Steinzeitislam, dem Terror des ISIS und vor Diktatur und Gewalt fliehen. Sie wünschen sich die europäischen Werte,"
…"In Portugal sind gerade ein paar Familien angekommen und sie können dort auch etwas aufbauen, was allen nützt".
Eine bessere Bereicherungspropaganda kann man wohl kaum machen. Die Sätze könnten auch aus der Feder Claudia Roths geflossen sein!
The real Saddam, was rauchen Sie? Das kann doch nicht wahr sein, ja es mag ein paar Fluechtlinge wirklich geben, diese bewegen sich unter 5%, der rets wird Terror verbreiten, warten Sie ab wenn die merken das Merkel Versprechnungen falsch sind, es wird Kriege in den Strassen geben, seht einfach die an die aus dieser Kultur schon Jahrzehnte in Europa leben, haben die sich angepasst? Wenn, dann vielleicht 1 %. Die wollen nicht in Fireden hier leben, die wollen uns "Umerziehen"!
Der "europäische Frühling" ist hier in Deutschland nicht spürbar, wir stehen noch vor dem Winter. - "Doch in den letzten 20-25 jahren ist ein System gewachsen, welches den Bürgern immer weniger Rechte gewährt". Uns Deutsche trifft es da besonders, nicht nur, das ständig versucht wird, durch verpassen von Maulkörben, Meinungfreiheit weiter einzuschränken, wir hatten in all den Jahren der EU- "Demokratie" nicht einmal die Möglichkeit per Volksabstimmung Demokratie wahrzunehmen. Sogar die OECD kritisiert die deutsche Gesetzgebung, sie werde nicht eingesetzt, um die Wirtschaft des Landes durch "bessere Regulierung" zu stärken und zudem bleiben die Bürger bei Gesetzesvorhaben mit ihrer Meinung außen vor. - In einer Bananenrepublik verhält es sich nun mal nicht anders.
Und in Italien ist die movimento 5 stelle auch auf dem besten Weg…..
Ist das überhaupt eine echte Demokratie oder werden wir vom Kapitalismus beherrscht ?..Hätte man diese Krise nicht im Vorfeld verhindern können oder wurde sie möglicherweise bewußt hervorgerufen ?https://www.youtube.com/watch?v=xRKQ1U0EMQM
Sehr geehrter Herr Gutschmidt,
ich bin froh, dass Sie uns nicht auch noch „Geschichtsunterricht“ erteilen, nachdem ich Ihren Artikel gelesen habe.
Zum Inhalt Ihres Artikels:
1.) „Für alle die sich jetzt fragen, ob die utopische EU, die dem Bürger dient und Wohlstand für alle – FÜR ALLE! – bringt, auch gestorben ist, möchte ich hier meine Zuversicht aussprechen. Denn ein Traum ist lebt immer solange, wie er geträumt wird.“
Erklären Sie doch bitte einmal, seit wann und womit die utopische EU dem Bürger dient und Wohlstand für alle – FÜR ALLE! – bringt und von welcher Zuversicht Sie sprechen?
2.) Zuerst behaupten Sie: „Premierminister Alexis Tsipras steuert gegen so gut er kann.“
Genau das macht er eben nicht mehr, seit er das griechische Volk NACH der Wahl betrogen und an den IWF verraten und verkauft hat!
Später schreiben Sie: „Auch wenn die Griechen ihre Strategie ändern mussten und einen Preis für ihr ungestümes Auftreten zu zahlen haben. Auf alle Fälle versucht diese Partei dem Volk zu dienen, wenn auch mit großen Einschränkungen.
Nachdem die EZB den Geldhahn zugedreht hatte, war klar wer das Sagen hat….“, womit Sie sich selbst widersprechen. Die Macht der Syriza ist sehr wohl untergegangen und war eine Eintagsfliege, deren Hülle heute dem Volk täglich in Form der traurigen Gestalt von Tsipras als Mahnung vorgehalten wird, den IWF-Banken nie mehr zu widersprechen.
3.) „Mit dem neuem Finanzminister Efklidis Tsakalotos bekamen die Hellenen dann die dringend benötigten Gelder, zahlten aber für ihre Gegenwehr einen hohen Preis. Die Auflagen sind schlimmer wie je zuvor, was vor allem aus politischen Gründen geschieht.“
Die Griechen haben Finanzspritzen gar nicht nötig, denn sie schwimmen buchstäblich auf Geld in Form von riesigen Gas- und Ölfeldern sowie großen Goldminen. Nur werden die von den Amis und den Kanadiern ausgebeutet und dem griechischen Volk buchstäblich vor der Nase weggestohlen! Das scheinen Sie zeitweise in Ihrem wirschen Artikel ja auch zu erkennen, indem Sie sagen: „Eigentlich geht es um den Kampf gegen eine Scheindemokratie, die ständig die Verfassungen der EU-Staaten ignoriert und mit Finanzmitteln „Rebellenregierungen“ wie in Griechenland dazu zwingt, nach ihrer Pfeife zu tanzen.“
4.) Zu Ihrem Satz: „…ständig die Verfassungen der EU-Staaten ignoriert…“
Von welcher Ignorieren sprechen Sie?
Sind wir, die BRD auch damit gemeint?- WIR haben nämlich gar keine Verfassung, weder eine Deutsche, noch eine Verfassung der EU! Wir sind dieser krüppeligen EU auch nicht beigetreten, sondern sozusagen „beigetreten worden“. Das gilt für fast alle Länder innerhalb Europas! Falls Sie anderer Meinung sind, geben Sie bitte die Quellen zum Beitritt ect. zum Nachlesen bekannt!
3.) „Natürlich gibt jedes EU-Mitglied beim Eintritt in die Union (wann und wer) einen Teil seiner Rechte an die europäischen Institutionen ab. Das ist immer der Fall, wenn man Verträge schließt (wer und wo) und ist für eine Zusammenarbeit nötig (Welche Zusammenarbeit).“
Sagen Sie mir bitte, wo stehen die Verträge, wonach die Deutschen den Eintritt in die EU beschlossen? Ich kenne sie nicht.
4.) „Manche Links- und Rechtsextreme sehen die Möglichkeit, die angeschlagene Demokratie ganz zu beseitigen und eine rechte oder linke Diktatur zu etablieren.“
Und kurz darauf: „Aber die EU ist selbst zu einer Diktatur geworden, in der die „reichen, starken“ Staaten entscheiden wie die in finanzielle Schieflage geratenen Länder zu regieren sind.
Ich frage mich, ob Sie überhaupt wissen, was Sie da schreiben? Die EU wurde als dikatorisches Werk zur Unterdrückung der Freiheit der Völker Europas gegründet und geht bereits auf die Beeinflussung des Grafen Coudenhove-Kalergi, Buch: „Kampf um Paneuropa“, die Anmaßung einer neuen Elite, die sich Europa untertan machen will und deren heimliches Ziel es ist, Europa zu amerikanisieren, zurück!
Sie unterstellen offensichtlich „Andersdenkenden“ einen Links- und Rechtsextremismus und eine gar nicht mehr vorhandene Demokratie (dem BRD-Personal war seit 1945 sowieso nur sehr eingeschränkt möglich) angeblich beseitigen zu wollen, ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass in der USBRD der Putsch gegen das eigene Volk von der Rautenmutti Merkel im Auftrag der ehemaligen Alliierten umgesetzt wird, in deren Auftrag diese Frau handelt, um sich dann erneut zu widersprechen, indem Sie bestätigen, dass die EU selbst eine Diktatur sei.
5.) Zum Schluss der Paukenschlag: „So weigern sich eine Reihe von Staaten Flüchtlinge aufzunehmen und errichten einen neuen Eisernen Vorhang.“
Zunächst: Der NEUE Eiserne Vorhang wird von den USA errichtet und wendet sich gegen Russland und gegen uns Deutsche. Der bekannte lange Kampf der USA um die Vormachtstellung in Europa mittels Zwangsunterdrückung über NATO und EU!
Stellen Sie sich vor, ICH will die Flüchtlinge auch nicht im eigenen Land haben! Die haben hier schlicht NICHTS zu suchen. Ich will ein Volk der Deutschen, mit ihrer seit Jahrhunderten erbrachten Kultur, ihrer Intelligenz, ihrem Können und Wissen, wie es war und noch ist und kein Einwanderungsland für Wirtschaftsflüchtlinge und Armutsimmigranten mit einem EQ von um die 90 und abwärst! Ob Ihnen das nun passt oder nicht!
6.) Spätestens ab dem kommenden Satz von Ihnen muss ich an mich halten: „Doch werden die Menschen bald merken, dass da kaum fanatische Islamisten kommen, sondern eher Menschen die vor dem Steinzeitislam, dem Terror des ISIS und vor Diktatur und Gewalt fliehen.“
Das sehen wir allein schon daran, wie die mit ihren Frauen und weiblichen Kindern umgehen und wie tolerant und weltoffen die gegenüber Andersdenkenden, auch anderen Glaubensrichtungen oder gar keiner Glaubensrichtung gegenüber auftreten.
Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass das genaue Gegenteil der Fall ist? Die jungen Männer, die kommen, ihre Frauen und Kinder hinter sich im Stich lassend, und zwar in den angeblichen Kriegsgebieten, können nahezu allesamt KEINEN Asylgrund nachweisen. Die Allermeisten sind Moslems, die nicht einmal schreiben können und ungebildet sind. Sie haben keine Berufe erlernt, schon gar nicht mit dem deutschen Standart, sprechen nicht unsere Sprache, sind hier nicht zu integrieren, weil sie es nicht wollen und sind auch nicht zu beschäftigen, weil wir im unteren Lohnsektor kaum noch Stellen haben! Es sind nahezu alles Sozialschmarotzer!
7.) „Sie wünschen sich die europäischen Werte, die in der EU aber schon irgendwo verloren gegangen sind.“
Was denn nun? Welche Werte genau wünschen die sich denn nun angeblich?
Ich schlage Ihnen vor: Setzen Sie sich hin und nehmen Sie Geschichtsunterricht. Am besten bei aufgeklärten, SELBST denkenden Menschen, die es auch hier in den Foren viele gibt, die nicht der Verblendung der Gutmenschenindustrie unterliegen und im amerikanischen Sinn „Geschichte“ zum Besten geben und verschonen Sie uns zukünftig bitte mit Ergüssen der Art, wie Sie sie uns mit Ihrem Artikel zugemutet haben.
Danke
Sehr geschätzter Herr Niggenaber,
ich muss Ihnen grössten Respekt zollen; eine derartig fachliche stichhaltige und sprachlich pointierte Entlarvung propagandistischen Wolkenkuckucksheimgeschreibsels ist eine absolute Rarität; eine blaue Mauritius des Kommentarbereichs.
Auch political correctness wird von Ihnen herzerfrischend normal gegen die Wand geworfen.
Ich hoffe wie Sie, dass unsere heimische Tradition und Werte von einer langsam aufwachenden Teil der Bevölkerung erhalten werden kann.
Ich habe mir Ihre Antwort kopiert.
Herzlich
M.Leitner
Herr Niggenaber - ich habe selten solch perfekte und logisch fundierte Argumente auf einen eigentlich nicht lesenswerten Artikel gefunden. Ich teile Ihre Meinung voll und uneingeschränkt, freue mich ganz ehrlich über den Umstand, dass ich nicht alleine dastehe und werde Ihren Artikel meinen Freunden und Bekannten weiterreichen. Nochmals Dank für Ihre Mühe, eine weltfremden Autor zu widerlegen.