Der Deal bedeutet neue US-Militärstützpunkte. Pompeo fordert die Türkei auf, illegale Bohrungen einzustellen.

Von Dave DeCamp / Antikrieg

Die Vereinigten Staaten von Amerika und Griechenland haben am Samstag einen überarbeiteten Kooperationspakt für die Zusammenarbeit in der Verteidigung unterzeichnet, den Außenminister Mike Pompeo als einen „Dreh- und Angelpunkt für die griechisch-amerikanischen Beziehungen“ bezeichnete. Griechenland stimmte einem unbefristeten Abkommen mit den USA zu, das nicht jedes Jahr erneuert werden muss.

Es wird erwartet, dass das US-Militär die Basis der Sechsten Flotte auf der griechischen Insel Kreta erweitern und auch neue Drohnenbasen in Zentralgriechenland bauen wird.

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden auch eine neue Marine- und Luftwaffenbasis im Nordosten Griechenlands errichten, um die NATO-Verbündeten Bulgarien und Rumänien zu versorgen. Der derzeitige Weg zur Versorgung dieser NATO-Verbündeten führt über den Bosporus, der von der Türkei kontrolliert wird.

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Die Spannungen im östlichen Mittelmeer haben zugenommen, seit die Türkei ein Bohrschiff geschickt hat, um in von Zypern beanspruchten Gewässern nach Gas zu bohren. Die Gewässer um Zypern sind umstritten, zumal Ankara behauptet, dass der nördliche Teil Zyperns Teil der Türkei ist.

Pompeo hat in diesem Streit klar Stellung bezogen und sagte am Samstag: „Wir haben deutlich gemacht, dass Operationen in internationalen Gewässern durch eine Reihe von Regeln geregelt werden. Wir haben den Türken gesagt, dass illegale Bohrungen inakzeptabel sind.“

In Athen versammelten sich Demonstranten, um gegen das Treffen mit Pompeo zu demonstrieren. Die Proteste endeten bei der US-Botschaft, wo Demonstranten US- und NATO-Flaggen verbrannten. Demonstranten wurden auch mit Transparenten gesehen, auf denen stand: „Pompeo Go Home – Nein zum Abkommen zwischen Griechenland und den USA“.

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3 KOMMENTARE

  1. Nur folgerichtig. Das Land, wichtige Teile der Infrastruktur und was sich an Wirtschaft lohnt, das gehört bereits dem internationalen Finanzkapital und muss auch militärisch geschützt werden.

    Damit wird das endgültige Schicksal Griechenlands besiegelt.

    Diejenigen, die dagegen demonstrierten haben es erkannt. Doch was nützt es, wenn die eigene Regierung eine Marionette ist! Wir kennen es aus Deutschland mit den Militärbasen der westlichen Besatzungsmächte.

    • So ist es, der Transport der Atombomben aus der Türkei steht noch aus dann ist alle o.k.
      Wie passen da die S300 der Russen in das Verteidigunskonzept??

  2. Wären die Europäer willens gewesen den türkischen Aggressionen gegen Griechenland – die seit Jahrzehnten laufen – entschieden entgegenzutreten, wäre das Engagement der USA in Griechenland unnötig gewesen.
    Die Griechen stehen einem Feind gegenüber, der eine Überlegenheit von 7:1 hat.
    Selbstverständlich wählen die Griechen lieber den „Schutz“ der USA als den Untergang durch die Türken.
    Selbst die NATO hat ja bereits erklärt bei einem türkischen Angriff auf Griechenland nicht einzuschreiten.
    Und unser Innenminister kriecht den Türken dazu noch bis zum Anschlag in den Allerwertesten.
    Unter Berücksichtigung der Lage, handeln die Griechen derzeit rein rational.

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