Container-Terminal

Um die Strafzölle der USA zu umgehen, planen chinesische Unternehmen die Auslagerung eines Teils der Produktion nach Russland. Trumps Handelskrieg wird zu einem Schuss in den Ofen.

Von Redaktion

Präsident Trumps Bemühungen, China zu einem „fairen“ Handel zu zwingen (zusammen mit Sanktionen und/oder Zolldrohungen gegen viele andere Nationen der Welt), scheinen die unipolaren US-Hegemon eher zu destabilisieren als zu unterstützen. Viele multipolar unterstützende Nationen horten Gold, suchen nach alternativen Zahlungssystemen und schließen bilaterale Handelsabkommen, um die US-Bedrohungen zu umgehen (oder um ihre eigene Souveränität langfristig zu verteidigen).

Während wir gesehen haben, wie China den Petro-Yuan und Europa INSTEX (der derzeit noch nicht genutzt wird) forciert, um den Handel mit dem Iran zu ermöglichen, berichtet RT von der jüngsten Verlagerung vom US-amerikanischen „System“ in Richtung multipolarer Handelsbeziehungen. Diese multilaterale Zusammenarbeit kommt aus China, wo kleine und mittlere Unternehmen unter dem Druck des Washingtoner Handelskrieges die Möglichkeit prüfen, die Produktion nach Russland zu verlagern.

Umweg Russland

Laut dem Generalsekretär der China Overseas Development Association (CODA), He Zhenwei, „haben viele exportorientierte chinesische kleine und mittlere Unternehmen jetzt Schwierigkeiten.“

„Die USA haben ihre Zölle auf chinesische Waren bereits von 10 auf 25 Prozent angehoben, was gleichbedeutend mit dem Schließen ihrer Türen ist. Wenn die amerikanischen Verbraucher bereit sind, mehr aus ihrer Tasche zu zahlen, können diese Unternehmen die Preise für Produkte auch um 25 Prozent anheben, was kaum wahrscheinlich ist“, sagte er.

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Unter solch harten Bedingungen kämpfen chinesische Unternehmen jetzt darum, ihre Existenz aufrechtzuerhalten. „Sie sollten darüber nachdenken, die Produktion nach Russland zu verlagern“, sagte er und fügte hinzu, „in Russland hergestellte chinesische Waren könnten in den USA und sogar in Europa weiter verkauft werden.“

Der Handel zwischen Russland und China verzeichnete im vergangenen Jahr ein historisches Wachstum von rund 25 Prozent auf 108 Milliarden US-Dollar und übertraf damit alle Prognosen. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist und bleibt China Russlands Außenhandelspartner Nummer eins. Er sagte kürzlich, dass die beiden Länder die besten Handels- und Wirtschaftsbeziehungen aller Zeiten genießen. Das macht Amerika mit Sicherheit wieder groß. Ganz sicher.

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1 KOMMENTAR

  1. Das wäre aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen, denn eine Umgehung hat auch weitere Nachteile, indem Rußland selbst in Gefahr gerät weiter in eine Blockadehaltung zu geraten und der BIP dieses Landes ist ja nicht so vielversprechend um weitere Experimente einzugehen und außerdem kann man nur davor warnen, wenn sich chinesische Unternehmen im Grenzbereich haufenweise niederlassen, denn da könnte dann aus Sicht der Chinesen nach vielen Jahrzehnten ein Gewohnheitsrecht entstehen und wie sollte man dann ihnen später klar machen, sich aus diesen Zonen wieder zu entfernen, das sieht man doch bei uns, nun sind sie halt mal da, nach dem Duktus der Staatsratsvorsitzenden und wenn solche Tatsachen mal geschaffen wurden, dann ist es sehr schwierig diese wieder zu ändern und bei so einem Milliardenvolk erst recht.

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