Im US-Bundesstaat Illinois wird das praktiziert, was wohl auch in Europa irgendwann kommen wird: Extrasteuern für Elektrofahrzeuge wegen fehlender Mineralölsteuereinnahmen.

Von Marco Maier

Der Umstieg von mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeugen auf jene mit Elektromotor wird von den Klimajüngern vorangetrieben. Ganz abgesehen davon, dass der Strom dafür auch irgendwie erzeugt werden muss (doch Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen), gibt es noch ein anderes Problem: Steuern.

Im US-Bundesstaat Illinois hat man nun eine „Lösung“ für das Problem gefunden, dass Elektrofahrzeuge (EV) ja keine Treibstoffsteuern mehr einbringen. Wie die „Chicago Tribune“ berichtet, müssen die Besitzer solcher Fahrzeuge künftig mindestens 248 US-Dollar für die jährliche Registrierung bezahlen. Das sind 100 US-Dollar mehr als die Besitzer von Benzinern in der niedrigsten Steuerklasse bezahlen müssen.

Diese Gebühr ist ein massiver Anstieg gegenüber den 17,50 US-Dollar die EV-Besitzer derzeit bezahlen müssen, liegt jedoch deutlich unter den 1.000 US-Dollar, welche einige Abgeordnete des Staatsparlaments zuvor forderten. Denn der marode US-Bundesstaat nimmt durch diese Vehikel weniger an Benzinsteuern ein.

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Und in Europa? Da werden teilweise schon höhere Strompreise an den Ladestationen für Elektrofahrzeuge verlangt. Doch das wird auf Dauer nicht reichen, um die Steuerverluste durch den sinkenden Benzin- und Dieselverbrauch aufzufangen. Zwar sind die EV derzeit noch eine Rarität auf deutschen oder österreichischen Straßen, doch irgendwann wird aufgrund der Klimawandel-Propaganda ein kritischer Punkt erreicht, wo die Gesetzgeber den Kauf solcher Fahrzeuge nicht mehr mit Steuererleichterungen oder Förderungen ankurbeln, sondern die Steuerausfälle kompensieren wollen.

Doch wenn man bedenkt, wie man uns Europäern so viele Jahre lang eintrichterte, dass wir Strom sparen sollen, fragt man sich auch: warum werden dann solche Fahrzeuge nun als „Allheilmittel“ gegen den Klimawandel verkauft? Wenn statt 60W-Glühbirnen nun 10W-LEDs die Häuser nachts erleuchten, die Staubsauger in Sachen Power limitiert werden und man die Elektrogeräte nicht einfach auf „Standby“ hält sondern aussteckt, dann um mehr Strom für diese Autos übrig zu haben?

Fakt ist: Elektrofahrzeuge sind nicht das Nonplusultra beim Versuch, den Verbrauch von Kohlenwasserstoffen im Verkehr einzudämmen und zu reduzieren. Einerseits ist die Herstellung dieser Fahrzeuge äußerst umweltintensiv, andererseits muss der Strom ja auch irgendwie produziert und transportiert werden. Und dann gibt es ja auch noch die Energiesteuern…

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6 KOMMENTARE

  1. Gerade habe ich gelesen, daß ein Elektro- Fahrzeug eines bekannten Herstellers im unteren Preissegment doppelt so teuer sei, wie der normale mit Verbrennungsmotor und das würde dann bedeuten, daß so ein Fahrzeug ca. 30 000,– EUR kostet, bezogen auf den Listenpreis im Mittel mit 15 000,– EUR, immer unter der Voraussetzung, daß diese Angaben stimmen und wer soll denn diesen Preis für dieses kleine Einstiegsmodell bezahlen, ohne eine Gewähr für für lange Strecken zu haben, ein Experiment für die Haltbarkeit in Langzeitformat eingeht, wobei eine neue Batterie nach meinem Kenntnisstand nur ca. 5 Jahre hält und dann gegen eine neue für viel Geld ausgetauscht werden muß, was natürlich bei anderen Fabrikaten das gleiche Problem darstellt und darüber hinaus noch die gleiche Steuer zu entrichten hat, obwohl er die Umwelt schonen will. Das alles sind Experimente mit derzeitigem offenen Ausgang und die meisten können sich so etwas garnicht leisten und deshalb scheint dieser Antrieb aus heutiger Sicht nicht zeitgemäß zu sein und warum sich die Autobauer in diese Richtung treiben lassen ist völlig unverständlich, zumal es Alternativen gibt, die nicht einmal ansatzweise laut und deutlich diskutiert werden.

    • Das Elektroauto ist m.E. die Zukunft, wenn statt Strom Wasserstoff getankt wird.
      Allerdings werden „Extrasteuern“ dadurch nicht obsolet werden können.

  2. So schließt sich dann der Kreis mit dem GRÜNEN CO2- und KLIMABETRUG.
    .
    1) Die ganze CO2 Kampagne ist von US-Milliardären erfunden, die an dem CO2 Handel profitieren wollen.

    21) Ökostrom ist ist eben nicht günstig und unbegrenzt verfügbar.

    3) Lithiumgewinnung für Batterien ist kathastrophal umweltschädlich.

    4) Der Staat geht pleite ohne Mineralölsteurern.

    Eine wirklich Alternative für die breiten Massen sind NUR Hybrid- oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

  3. Jürgen Trittin: Deutsche Autofixierung erklärt sich durch NS-Vergangenheit

    https://www.compact-online.de/juergen-trittin-deutsche-autofixierung-erklaert-sich-durch-ns-vergangenheit/?unapproved=324134&moderation-hash=f7524c04f9dba2b09fd362daf1211dab#comment-324134

    Jürgen Trittin ist sich sicher: Die Deutschen sind fixiert auf das Auto. Nicht nur als Exportnation, nein, der Grünen-Politiker meint den Bürger als Konsumenten. Die Deutschen, die es als Volk bekanntlich gar nicht gibt, haben trotzdem irgendein Problem mit diesem Fahrzeug. Es handele sich um „eine kollektive Neurose, vergleichbar mit der, die Amerikaner mit dem freien Zugang zu Schusswaffen haben“….ALLES LESEN !!

    Sabine kommentiert

    Ich war jahrelang die Nachbarin von Trittin in der Pankower Florastr….

    Und wer wurde da jeden Tag von der Fahrbereitschaft mit dickem Auto plus Chauffeur sicher und ohne Klimabedenken abgeholt?….
    Richtig, der Jürgen !

    Und wen sah ich unlängst in einer blütenweißen BMW- Limousine plus Chauffeur (nein, beide Vehikel waren keine Klima-E-Gurken) an mir (Rad) vorbeirauschen?……Ganz recht: die grüne Claudia!

    Übrigens hatte besagter BMW Augsburger Kennzeichen. Was lässt sich darauß schlussfolgern? Claudinchen läßt sich die Gurke vom Steuerzahler als Dienstauto finanzieren.

    Eine solche Heuchlerbande hat es ewig schon nicht gegeben !

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