Wochenrückblick

Sonntagspanorama #29

Liebe Leserinnen und Leser,

laut Bild überschreiten jeden Tag 9000 Flüchtlinge die deutsche Grenze. Hochgerechnet drängen in den nächsten drei Jahren ca. 10 Millionen Einwanderer nach Deutschland. („Was nützt die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen.“ Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl am 7.5.1975 in Quick.)

Bestimmt der Verstand das eigene Handeln, dann riegelt man bei dieser Aussicht die Landesgrenze ab. Es sei denn, Deutschland wird von einer skurrilen christlichen Sekte regiert, die das Bundeskanzleramt zum  Heiligen Berliner Stuhl umgewandelt hat. Die deutsche Bundeskanzlerin ist in ihrer neuen Rolle als Hohepriesterin der deutschen Flüchtlingshilfe gleichzeitig die Königin der Schleuser. Eine wie fremdgesteuert wirkende Person, die strikt nach der Maxime handeln lässt: Christenpflicht bricht jedes nationale und europäische Recht.

Zum Thema (Merkel) möchte ich Ihnen jetzt schon „meinen Predigttip der Woche“ von Pastor Jakob Tscharntke aus der evangelischen Freikirche Riedlingen empfehlen. Auch für Nichtgläubige wirkt seine Predigt wie eine Offenbarung.

Die Welt am Sonntag schreibt: „Die Bundeskanzlerin hat einem Aufnahmestopp eine Absage erteilt: ‚Sie können die Grenzen nicht schließen‘, sagt Angela Merkel. Aber stimmt das? Im strengen Sinn lautet die Antwort: nein. Denn natürlich besteht die Möglichkeit, zum Beispiel einen bewachten Zaun an Deutschlands Außengrenze (3757 km) zu errichten (…)“

Warum will Angela Merkel die Grenze nicht schließen?

Eine Konferenz in London, die einflussreiche Persönlichkeiten aus den drei größten Ländern Europas versammelt, macht es deutlich. Die FAZ schreibt: „Die Deutschen, die die Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik verteidigten, wurden verspottet. Auf besonderes Staunen bei Briten wie Franzosen traf das neue Berliner Verständnis staatlicher Souveränität. ‚Es gibt keine Grenzen mehr‘, hieß es kurz und bündig von deutscher Seite. Wenn dies  wirklich Ernst gemeint sei, sagte ein Teilnehmer aus Frankreich, ‚dann gehe ich jetzt zurück nach Paris, sage, dass die deutsche Regierung eine Meise hat, und fordere die Wiedererrichtung der Grenze zwischen unseren beiden Ländern‘. Die Verwirrung über den Berliner Kurs nahm noch zu, als von deutscher Seite erklärt wurde: ‚Schengen ist Vergangenheit.‘

Bis in die Wortwahl hinein hallte es aus dem Kanzleramt wider: ‚Es gab keine Alternative dazu, die Grenzen zu öffnen.‘ So wie der globalisierte Kapitalverkehr keine Grenzen mehr kenne, seien sie nun auch für die Migrationsströme gefallen: ‚Um es klar zu sagen: Es gibt keine Lösung des Problems.‘ Eine derartige Preisgabe politischer Gestaltungsfähigkeit musste auf das britische Höchstmaß an Verachtung stoßen: ‚Wenn Politiker sagen, es gebe keine Lösungen, müssen sich alle Sorgen machen, die an eine gute Regierungsarbeit glauben‘, hieß es kühl. Pragmatisch, wie die Briten nun mal seien, gehe man davon aus, dass sich grundsätzlich Lösungen für Probleme finden lassen. ‚Riesige Mengen von Menschen aufnehmen, löst das Problem ganz sicher nicht.‘“

Während sich Kommunen und Gemeinden in Deutschland im Ausnahmezustand befinden, sitzen die Verantwortlichen aus dem Bundeskanzleramt in ihrer Opiumhöhle und rauchen sich in ihre schöne neue Welt. Etwas anderes ist es nicht.

Zurück an die deutsche Grenze, den Ort deutscher Realsatire. Die junge Welt schreibt, wie sich die Wahnsinnigen aus Berlin (Merkelbunker) in ihrer Parallelwelt eingerichtet haben: „Deutschland will die Kontrollen seiner Außengrenzen in der Flüchtlingskrise bis Anfang November fortführen. Darüber habe Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos informiert, berichtete Spiegel Online. Demnach sollen die Mitte September eingeführten Kontrollen wegen des ‚weiterhin ungesteuerten immensen und nahezu ungebrochenen Zustroms von Drittstaatsangehörigen‘ bis zum 1. November verlängert werden. Die EU-Kommission prüft derweil, ob die von Deutschland eingeführten Grenzkontrollen verhältnismäßig sind. Die Behörde werde dazu sehr bald eine Bewertung vorlegen, sagte eine Sprecherin am Dienstag.“

So viel Wahrheit und keinen Beifall.

Der Schriftsteller Emrah Serbes trägt in dem Café-Restaurant Meyan*Süßholz in Berlin-Schöneberg vor, was ihm Freunde über den Terroranschlag in Ankara berichtet haben: „Nach den Explosionen hat die Polizei erst einmal alles abgeriegelt, feuerte Tränengas in die panisch flüchtende Menge, nicht einmal die Krankenwagen kamen durch. Dann rückten Wasserwerfer an und haben alle Spuren des Attentats buchstäblich mit Hochdruck weggespült. Alle Beweise, alles Blut, das die Menschen verloren haben, während sie sterbend auf die Rettungswagen warteten, wurde einfach fortgewischt und in die Gullis gespült.“ Quelle: lustauflesen.de

Der Schriftsteller Jürgen Todenhöfer berichtet im Rahmen einer Buchmessenveranstaltung im Haus am Dom in Frankfurt am Main über seine Erfahrungen im Islamischen Staat: „Sie können den IS niemals durch Bomben aus der Luft besiegen. Sobald eine Drohne am Himmel auftaucht, schwärmen IS-Krieger in alle Richtungen aus. Auch bei einem Konvoi besteht zwischen den einzelnen Wagen ein Abstand von 10 Kilometern. In der Noch-Millionen-Stadt Mossul leben IS-Kämpfer in der ganzen Stadt verteilt, aber niemals an einem Punkt konzentriert. Bomben, auch die von Russland, töten immer zu 90% Zivilisten.“

Das schwarze Schaf der Woche

Schwarzes Schaf„‚Man kann jüdisch sein, ohne religiös zu sein‘, sagt Andrea Fabian, Mitglied der jüdischen Gemeinde in Frankfurt. ‚Wie das?‘ fragt Bruno Schön, beheimatet in der französisch-reformierten Gemeinde. ‚Ist das Judentum keine Religion?‘ ‚Nein‘, sagt Fabian. ‚Das Judentum ist eine Kultur und eine Volkszugehörigkeit.‘“

Das Evangelische Frankfurt dokumentiert den Versuch eines interreligiösen Gesprächs. Für viele Juden ist das nichts.

Das weise Schaf der Woche

„Unser Rechtssystem hat sich ja eigentlich wenig geändert, sicher gibt es Änderungen, aber die Grundlagen sind dieselben. Ich las Urteile aufgrund von Gesetzestexten, von denen ich inhaltlich überzeugt bin und dachte, mein Gott, was kann man, wenn man sie bösartig auslegt, für furchtbare Sachen damit machen.“

Gert Rosenthal, der Sohn von Hans Rosenthal, hat sich Gerichtsurteile aus der Nazizeit herausgesucht. Quelle: Süddeutsche Zeitung

Mein Predigttipp der Woche:

Merkel will ein anderes Land. Was ist für Christen das Gebot der Stunde?

Claus Folger
Frankfurt am Main

2 comments

  1. Die Grenzen sind schnurz.
    Das Recht ist das Pdoblem.
    Kämen meine Leute auf diesen Planeten, wären in D die Menschenrechte u. verwandter Krempel weg.
    Es gäbe Bürgerrechte.
    Und allgemeine Wehrpflicht/Dienstpflicht.
    Und so weiter.
    Die kommen aber nicht.
    Habe denen gesagt, daß es nicht mehr lohnt.

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