Die Reporterin Serena Shim. Bild: PressTV

Nachdem sie entdeckte, dass die NATO die ISIS-Terroristen unterstützte starb die junge Mutter und Journalistin bei einem Autounfall in der Türkei. An einem tragischen Unfall glauben viele Menschen auf der ganzen Welt allerdings nicht. Zu Recht, denn der Fall wurde in den westlichen Medien nahezu verschwiegen und zeigt uns einmal wieder mehr die Doppelzüngigkeit der westlichen Leitpresse, wo nur wenige Ausnahmen überhaupt berichteten.

Von Christian Saarländer

Journalist ist nicht immer gleich Journalist. Seit sich die Konflikte weltweit immer mehr zuspitzen, werden Journalisten die nicht im Sinne der „westlichen Wertegemeinschaft“ berichten als Agenten und Propagandisten bezeichnet. Der russische Fotograf Andrej Stenin, der im Einsatz für die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti in der Ukraine von Faschisten ermordet wurde, ist hier ein trauriges Beispiel für die Doppelzüngigkeit der westlichen Medien. Serena Shim war ebenfalls in der Ukraine im Einsatz und wurde erst eine Woche zuvor in die Türkei geschickt, wo der türkische Geheimdienst sie wenig später als iranische Spionin diskreditierte.

Aber nicht nur das: Viele vermuten bis heute, dass der türkische Geheimdienst sie auch für ihre unliebsamen Recherchen tötete. Nicht nur um die Wahrheit zu vertuschen, sondern auch um andere Journalisten einzuschüchtern. Die Botschaft ist einfach: Wer nach der Wahrheit sucht, der stirbt auf türkischem Boden. Jedenfalls war ihr plötzlicher Unfalltod vor einem Jahr sehr auffällig und ist bis heute nicht geklärt.

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Serena Shim war Amerikanerin mit libanesischen Wurzeln. Die junge Mutter von zwei Kindern studierte in den Vereinigten Staaten und arbeite zuletzt für die iranische Nachrichtenagentur PressTV, für die sie im Nahen Osten im Fronteinsatz war. Ihr letzter Einsatz in der Türkei vor einem Jahr wurde ihr zum Verhängnis. Sie berichtete wie islamistische Terroristen von der Türkei nach Syrien sogar mit Fahrzeugen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) über die Grenze gefahren wurden. Sie sollte noch weiteres Filmmaterial bei sich gehabt haben, die eine Zusammenarbeit mit dem Westen dokumentierte. Auf dem unteren Tweet sind die letzten Aufnahmen mit der jungen Journalistin, wo sie (auf englisch) über die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem islamischen Staat berichtet.

Im Krieg stirbt bekanntlich als erstes immer die Wahrheit. Und erst recht in der Türkei, die immer wieder gerne Unruhe in den Nachbarländern stiftet, Völkermord leugnet und sich damals anscheinend erfreute, als die ISIS-Terroristen etliche Kurden töteten. Offizielle Todesursache in der Türkei ist nach wie vor ein Autounfall, dessen Fahrer bis heute unbekannt geblieben ist. Auch im NATO-Frontstaat Türkei wäre das nicht der erste staatlich angeordnete Mord gewesen.

In der Nacht zum Sonntag ist übrigens wieder einmal eine Journalistin gestorben. Die ehemalige BBC-Journalistin Jacqueline Sutton soll sich in einer Damentoilette erhängt haben, woran aber schon die ersten Zweifel gemeldet wurden. Berichtet wird über diese Geschichte natürlich in fast allen westlichen Leitmedien, da der vom Pädophilenskandal überschattete britische Sender BBC schließlich für „Qualitätsjournalismus“ steht, während man hierzulande Journalisten aus dem Iran oder Russland wie Dreck behandelt.

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11 KOMMENTARE

  1. Ich bedanke mich  ganz herzlich bei solchen Journalisten wie Serena Shim und auch Jacqueline Sutton für ihre Arbeit. Nur durch sie wird bekannt, mit wem wir es in der politischen Auseinandersetzung zu tun haben. Mein Mitgefühl gilt ihren Hinterbliebenen.

    • schliesse mich dem vollumfänglich an! 

      und ergänze – sorry für's off topic damit, dass der leithammel der nato, der yankee, von der russischen föderation fordert, dass die in syrien aktiven piloten gefälligst in englisch miteinander kommunizieren sollen – denn nur so wäre es gemäss dem (achtung – festhalten!) internationalen recht. mit wem wir es zu tun haben, vermitteln uns diejenigen somit auch selbst. was jetzt bitte aber auf keinen fall als "bashing" des investigativen journalismus aufgefasst werden sollte. 

      • @Don Camillo… mal was zum Nachdenken. Angenommen die EU kriegt die Kurve und orientiert sich Richtung Osten. Mit wem wird dann zukünftig der Exhegemon spielen? Afrika?

        Nee, die Chinanesen sind schon da und die Russen haben den Marschbeginn hinter sich. Australien bliebe noch, nur das ist unergiebig. Also bekommen Sie Besuch. Das man das sicherheitshalber vorbereitet sehen Sie aus der Nähe viel besser. Und dahin wollen Sie Herrn Jeh einladen? Können sie den auch nicht leiden?

        • Den Herr Jeh mag ich schon, darum sage ich ihm auch, verlasse Deutschland. Südamerika, Kanada, in Europa vielleicht Portugal, da sitzt man nicht in der ersten Reihe wenn es losgeht.

          Die USA steht meiner Meinung nach vor einem Bürgerkrieg, der wird richtig provoziert, die Polizei schiesst die Schwarzen ab, 800 Konzentrationslager, sogenannte FEMA-Camps und Millionen von Plastiksärgen, wo bis zu drei Personen reinpassen, warten auf Inhalt. 

          Rockefeller sagte ca. 1992 wir brauchen noch ein Pearl Harbour und das haben sie mit der Migrationsflut erreicht, jetzt geht es für Deutschland ums Überleben. Was sie sich da ausgedacht haben ist wie ein Krieg. Die EU wird sich nicht Russland anschliessen können, weil die EU-Marionetten von den gleichen Puppenspielern geführt werden wie die USA.

          Die Chinesen haben sich in Afrika breit gemacht aber mit Anstand sie haben genommen und gegeben, die Infrastruktur aufgebaut, Strassen, Schulen, Krankenkäuser usw. im Gegensatz zum Westen, der die Bahn gebaut hat um alle Bodenschätze abzutransportieren.

          Unsere Zukunft sehe ich wie Carl Friedrich von Weizsäcker in seinem Buch, der bedrohte Friede: der Sozialstaat wird durch die Bankenkrise zusammenbrechen, Rentenzahlungen zuerst, es wird Bürgerkriege und Hungersnöte geben. Wenn Deutschland noch 6 friedliche Monate hat, dann wird mich das wundern.

          Darum habe ich auch mit Deutschland 6 Stunden Zeitunterschied. Auch wenn ich nicht mehr in der ersten Reihe sitze, betrifft es mich sehr, weil meine Freunde und Verwandte in Gefahr sind.  Die Nachrichten aus Deutschland sind der absolute Wahnsinn. Heute sehe ich ein Kurzbeitrag aus Berlin, da schneidet ein Araber nach einem Ehestreit den Kopf seiner Frau ab, hält ihn an den Haaren über den Balkon und läßt ihn fallen, dann knallt er auf den Boden und die Nachbarn laufen hin und rufen die Polizei? In welcher Welt leben wir?

           

          • von dem moment, an dem sie soweit sind, das DRrR nicht auf die eine dunkle dekade seiner existenz zu reduzieren, würde es sich ihnen anbieten wollen. wie wäre es denn für den anfang mit kleinen schritten und Neuhaus in Westfalen, Herr Jeh?

          • Jetzt traue ich mich doch:

            Was ist denn dieses DRrR.
            DR=Deutschen Reich, soweit klar
            aber rR ? kann ich nicht deuten

            Für ‚kleine schritte‘ bin ich schon viel zu alt
            Vollgas, oder gar nix!

            ‚Neuhaus in Westfalen‘? Die Gemeinde Neuhaus ? Ich muss doch in die Berge! Damit ich in einer Höhle verschwinden kann, wenn’s richtig losgeht, wenn das US-Merkelsche-Pulverfass zündet (eigentlich will ich das auch in einer Höhle nicht mitkriegen)

    • Ich bin mal einen Sommer durch die Dolomiten gefahren. Jenseits der Hauptverkehrsstraßen wurde jeder Pass erklommen. Da kam ich, hoch oben, in ein Tal, wo ich in einem Gasthaus eingekehrt bin.

      Ich wunderte mich, dass alles auf Detusch in der Karte stand.

      Darauf angesprochen, kam ich mit den Leutz ins Gespräch.

      „Ja in welcher Sprache soll das denn sonst da stehen. Sie sind doch hier in Deutschland“

      Lustig.

      Solche Gegenden dürfte es dann in Südamerika ja auch geben, nehme ich fast an 🙂 🙂

      • Ja camillotorres, gibts das nun in Südamerika, oder nicht:
        Deutsche Hoheitsgebiete.

        Wenn ihr mir das nicht glaubt, dann fahrt eben hin: Die Dolomiten sind nicht unbedingt so weit weg. Ich würde das Tal vielleicht sogar wiederfinden, wo die leben, die sagen: „Wir sind hier in Deutschland“.

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