Die negativen Einflüsse des niedrigen Ölpreises und der westlichen Sanktionen führten zu einer Rezession in Russland. Nun mehren sich die ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung, die im kommenden Jahr wieder zu Wachstum führen könnte.

Von Marco Maier

Seit Beginn des Jahres befindet sich Russland in der Rezession. Vor allem der massiv gefallene Ölpreis macht der russischen Wirtschaft zu schaffen, aber auch die westlichen Sanktionen tragen ihren Teil dazu bei. Insgesamt rechnet die Regierung in diesem Jahr mit einem Minus von 3,9 Prozent, wobei der Tiefpunkt laut Vize-Wirtschaftsminister Alexej Wedew im Juni und im Juli erreicht wurde. Im September gab es im Vergleich zum Vormonat wieder ein leichtes Plus.

Auch wenn der Ölpreis in den kommenden Monaten wohl weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau verharren wird, arrangiert sich die russische Wirtschaft mit den neuen Gegebenheiten. Die westlichen Sanktionen führen zudem dazu, dass der wirtschaftliche Diversifizierungsdruck wächst, wodurch russische Unternehmen in einigen Bereichen erfolgreich wachsen können.

Das derzeit weltweit etwas schwierige wirtschaftliche Umfeld sorgt zwar weiterhin vor allem in der Außenwirtschaft für schwache Impulse, doch mit einer Stärkung der Binnenwirtschaft kann Moskau diese Einflüsse abmildern. Sollten die westlichen Sanktionen nach und nach fallen, brächte dies zusätzliche Wachstumsimpulse für die russische Wirtschaft – und auch für jene der Europäer.

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6 thoughts on “Russland: Wirtschaft erholt sich langsam”

  1. Die Europäischen Völker werden auseinander dividiert und sind doch bald wieder eins – so wie die Nordstämme zusammen finden werden – nach der Zeit der Trennung folgt die Zeit des Zusammenseins. So wie die Lunge den Herzschlag braucht, so braucht das Herz die Lunge – so braucht auch Gad den Ruben und umgekehrt. Es wird eine Zeit der Trockenheit kommen, und in der Wüste wird ein gottlos gewordenes Volk umkehren, so wie eine Lilie in der Steppe erblüht.

  2. Die russische Wirtschaft wird noch Jahre/Jahrzehnte brauchen. Denen fehlt das, was Deutschland in gesundem Maß hat. Handwerker, KMU und überhaupt der gesamte Mittelstand. Was in der Landwirtschaft im Wesentlichen über Großbetriebe lösbar ist, geht in der Wirtschaft mit nur Großbetrieben nicht. Aber man bemüht sich, jedenfalls mehr als früher.

    Mit der Befreinung der Nationalbank von den auflagen des 99-Jahre-Vertrages wird es noch mehr Möglichkeiten geben.  

  3. Eine Diversifizierung der Wirtschaft lässst sich am besten durch gute Bedingungen für unternehmerisch Initiative erreichen, also Rechtssicherheit, Steuervorteile und Zugriff auf ortsgegebene Ressourcen. Das Ausbildungsniveau bei Facharbeitern, im Handwerk und im lokalen Handel lässt sich heben, indem man Spezialisten zu Vorzugskonditionen ins Land holt. Japan hat im späten 19. Jahrhundert vorgemacht, wie solches funktioniert. Innerhalb weniger Jahrzehnte katapultierte sich das Land von einem mittelalterlichen Feudalstaat hin zu einer modernen Großmacht, die Weltpolitik mitbestimmte. Russland hat ein enormes Potenzial, steht sich leider in vielem aber selbst im Wege. Die Sanktionen haben wohl den positiven Effekt, dass man erkennt, wo man angreifbar ist und was sich dagegen unternehmen lässt.

    1. weltpolitiik mitbestimmen – naja, nun; ich hab' jetzt nicht die genaue jahreszahl aber seine souveränität hat japan erst in diesem jahrtausend wiederbekommen. das mitbestimmen in der weltpolitik ist somit mit dem der besetzen brd vergleichbar. 

      1. wobei man seitens der usa immernoch von den usa abgemahnt wird, wenn man sich zum aushandeln eines friedensvertrags mit der RF trifft – trotz souveränität!

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