Die aktuelle "Sonntagsfrage" zeigt auf, dass sich die Deutschen zunehmend nicht mehr mit der Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik der Union identifizieren können. Die Wähler wandern zusehends zur Alternative für Deutschland (AfD) ab. Angela Merkel sorgt damit für ein Umfragetief für die CDU, wie seit 2013 nicht mehr.

Von Marco Maier

Lange Zeit lag die Union mit 42-43 Prozent in den Umfragen stabil auf hohem Niveau. Doch angesichts des Desasters in Sachen Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik wandern immer mehr Wähler zur AfD ab, die derzeit mit rund 7 Prozent der Stimmen rechnen könnte. Damit verlieren CDU und (in geringerem Maße) CSU vor allem ihre konservative Wählerschaft an die Alternative für Deutschland, die in dieser Thematik einen strikt rechtskonservativen Kurs fährt. Die 37 Prozent für die Unionsparteien sind damit das schlechteste bundesweite Umfrageergebnis seit Mai 2013.

Je länger die Flüchtlingskrise anhält und je öfter negative Schlagzeilen (Schlägereien in Flüchtlingsunterkünften, Vergewaltigungen, Gewalttaten…) in den Medien erscheinen, umso eher wenden sich die Unionswähler der strikter agierenden AfD zu. Diese zählt zu den Hauptprofiteuren der Entwicklung, während die offen rechtsextremistische NPD für diese Bevölkerungsschicht weiterhin unwählbar bleibt. Merkels Strategie geht zwar nicht auf, doch da die nächsten Bundestagswahlen erst 2017 stattfinden, kann es sich die Bundeskanzlerin zumindest derzeit noch leisten, immer mehr Wähler zu verprellen. In der Hoffnung, dass sich die Lage in den nächsten beiden Jahren wieder beruhigt und die Wähler weiterhin so vergesslich sind, wie schon all die Jahre zuvor.

Die SPD kann sich zwar um einen Prozentpunkt auf 26 Prozent verbessern, was jedoch aufgrund der Schwankungsbreite von etwa 2,5 Prozent beim Umfrageergebnis statistisch kaum eine Rolle spielt. Die Linke bleibt mit 10 Prozent Stimmenanteil ebenso unverändert wie die Grünen (9 Prozent) und die inzwischen wiedererstarkte FDP mit 5 Prozent. Die sonstigen Parteien können demnach mit etwa 6 Prozent der Stimmen rechnen. Das ist das Ergebnis der Emnid-Sonntagsfrage für die "Bild am Sonntag".

Allerdings wird es sich in den kommenden Monaten und Jahren noch zeigen, wie es mit der Stimmung im Land weitergeht. Hält der Flüchtlings- und Zuwandererstrom an, so dass die Zahl der Migranten um weitere 3-6 Millionen ansteigt, könnte die Stimmungslage endgültig kippen. Vor allem auch deshalb, weil es weder entsprechend große Unterbringungskapazitäten gibt, noch die ausreichenden Mittel. Finanzminister Schäuble wird um massive Steuererhöhungen oder umfangreiche Sparmaßnahmen nicht herumkommen, wenn dieser die Versorgung der Zuwanderer durch staatliche Finanzmittel sicherstellen will.

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5 thoughts on “AfD legt zu – Flüchtlingskrise kostet CDU/CSU immer mehr Zustimmung”

  1. Die AfD ist auch keine Alternative, da sie sich nicht von dem Rothschild-Geldsystem löst. Wenn man verstanden hat, dass die Presse und die Medien in der BRD GmbH die wirkliche Macht darstellen, muss auch klar sein, dass man auf parlamentarischem Wege nichts verändern kann. Damit stimme ich mit der Aussage von Rudi Dutschke überein. Auf parlamentarischem Wege geht gar nichts, weil die Kloakenschreiber jede neue Partei niedermachen kann und die Schlafschafe mit BILD-Zeitung und Fernsehen regiert werden können.

      1. Es geht nur im Kleinen. So wie es die Gemeinde Neuhaus in Westfalen gemacht hat, raus aus der BRD GmbH, direkte Demokratie durch die Wahl eines Bürgermeisters, der dann das Gesetz vertritt, eigene Gerichtsbarkeit einführt. Eine Gemeinde kann eigenes Geld einführen, wie den Chiemgauer, Rheintaler oder wie sie sich alle nennen. Solche Gemeinden können sich durch Freie Energie (nach Nicola Tesla) selbst versorgen. Eine freie Gemeinde unterliegt nicht mehr den Repressalien  der BRD, sie ist auch nicht verpflichtet Migranten aufzunehmen, weil sie über sich selbst bestimmen. Das ist ein Weg den man im Auge behalten kann.

        Der zweite Weg ist die Konfrontation. Aber auch dieser Weg erfordert Bewusstsein. Jeder Bürger bildet sich so, wie es ein EIchhörnchen macht, um über den Winter zu kommen, einen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln, Wasserfilter, Gasflaschen, Gaskocher, eventuell Medikamente, für einen Zeitraum für ca. 6 Monate und dann klinkt man sich aus diesem Sklavensystem aus. Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will. Stellen wir uns einmal vor, das würde die Polizei, die Bundeswehr und die Arbeiterschaft machen? Dann wäre der Spuk sehr schnell zu Ende. Um Macht auszuüben benötigt man Schergen, charakterlose Menschen, die sich für Geld kaufen lassen oder Menschen, die die Befehle ausführen, weil sie nichts zu essen haben, sie sind abhängig. Aber mit monatelangen Rücklagen ist man frei und nicht angreifbar. Jedes Sklavensystem ist abhängig von Mittätern. Die Grossen herrschen so lange, wie die Kleinen kriechen (Schiller). 

         

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        „Typisch Deutsch“ II

        Walter,

        der Michel wartet immer darauf, dass jemand für ihn denkt, eine Patentlösung gibt und ein Führer ihm den Weg zeigt, den er dann „blind“ gehen (oder marschieren) will.

        Das Ergebnis einer selbst verordneten Unmündigkeit und einem vorauseilenden Autoritätsgehorsam.

        Wie oben, so auch unten.

        „Habe Mut, dich deines eigen Verstandes zu bedienen.“ Immanuel Kant

         

        1. wobei die bereits angesprochene Gemeinde Neuhaus i.W. ja sogar schon eine patentlösung bietet – nur ist diese der BUNDESkartoffel nicht gut genug. der gedanke, dass einem das halsband weggenommen und die handschellen nebst fussfesseln abgenommen werden, löst panische angstzustände aus. 

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