Er arbeitete mit den Nationalsozialisten zusammen und ihm werden etliche Greueltaten im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen. Dennoch wird Stepan Bandera in der Westukraine mehrheitlich als Nationalheld gefeiert. Am Wochenende pilgerten wieder Anhänger des Faschistenführers zu seinem Denkmal in München. Ein Beispiel für staatlich geförderten Faschismus.

Von Christian Saarländer

Während der rechte Terror im Osten der Ukraine weiter wütet und vergangene Woche landesweit Aufmärsche starteten, pilgerten am Wochenende anlässlich des Todestages von Stepan Bandera zahlreiche Anhänger zu seinem Grab. Stepan Bandera wurde am 15. Oktober 1959 vom einem KGB-Agenten mit einer Blausäure-Pistole exekutiert und danach in München beerdigt, wo zahlreiche Faschisten aus der Ukraine und auch aus Deutschland immer wieder zu seinem Grab pilgern.

Die Leitmedien interessieren solche faschistische Bestrebungen kaum. Von der Politik in Deutschland werden solche Faschisten noch mit Steuergeldern indirekt gefördert, da sowohl die Heinrich Böll Stiftung der Grünen als auch die Stiftungen der CDU mitunter diese rechten Kräfte unterstützen. Grüne versuchen immer wieder den Faschismus in der Ukraine zu verniedlichen. Neo-Nazis aus ganz Europa kämpfen Seite an Seite mit den rechten Kräften in der Ukraine. Von der  herrschenden Polit- und Medienklasse in Deutschland wird das „Freiheitskampf“ genannt.

Der rechte Sektor und ukrainische Nationalisten zelebrieren das neue Denkmal in München und kaum einen scheint das zu stören. Vielmehr ist man damit befasst Denkmäler von Trümmerfrauen zu beseitigen und aus den Friedensbewegungen ein neues Feindbild zu kreieren, damit man sich sein Existenzrecht bewahren kann und weiter staatliche Förderungen erhält. Der linke Mainstream in Deutschland kollaboriert hier offenkundig mit Faschisten – und die Leitmedien schauen weg.

In Kiew haben sich vergangene Woche tausende zum Aufmarsch versammelt. Die Bilder erinnern an die Aufmärsche der SA damals in Deutschland. Von der deutschen Regierung hörte man kein Wort der Empörung, vielmehr nahm der Deutsche Justizminister alle Teilnehmer von Pegida in Sippenhaft. Menschen, die sich in Deutschland versammeln und sich „besorgt“ sehen werden als „Nazis“ oder „Pack“ diskreditiert. Gewaltbereite Faschisten in der Ukraine, die alte Frauen am Telefonkabel aufhängen werden entweder geleugnet oder als „Freiheitskämpfer“ gefeiert.

Das Denkmal von Bandera in München wurde immer wieder von linken Kräften zerstört, worüber freilich in den Medien berichtet wurde. Das Grab soll auch bald in die „freie Ukraine“ überführt werden, aber ob das Denkmal dann aus München verschwindet bleibt ungewiss. Die Grüne Böll-Stiftung relaviert den einstigen Faschistenfüher auf der eigenen Website. (https://www.boell.de/de/2014/12/09/die-symbolisierung-der-ukrainischen-vergangenheit-stepan-bandera-und-die-upa) Und man versucht weiter das Bild der Trümmerfrauen zu verunglimpfen.

Die Unterstützung von Faschisten aus der Ukraine hat Tradition. Zu Zeiten als der Propagandasender Free Europe in München residierte, gingen dort Faschisten aus der Ukraine ein und aus. „Jeder Hurensohn war gut genug, solange er Anti-Kommunist war“, sagte Harry Rositzke, ein ehemaliger CIA-Offizier, über die Rekrutierung von Kräften im Kalten Krieg.

10 COMMENTS

  1. Bandera war ukrainischer Nationalist und hat gegen den Bolschewismus gekämpft.
    Er hat ebenso wie gegen die Sowjethorden auch gegen das gekämpft, was heute wieder das ukrainische Volk genau wie die Russen in der Ostukraine unterdrückt und mordet.
    Bei aller Sympathie für ein starkes Rußland sollten nicht die Parolen der Verehrer des Völkermörders Stalin nachgebetet werden.
    Auch wenn ein Putin zu ihnen gehört.

    • @Rüdiger

      Ich verstehe Ihren Kommentar inhaltlich nicht. Ersatzweise könnte ich Ihnen – hoffentlich verständlicher – meine Version anbieten.

      Bandera war ein ukrainischer Faschist, der als man ihn nach dem Krieg in München gefunden hatte, vom Mossad liquidiert wurde. Sein Kontakt zu Russen bestand darin, dass in seinem Auftrag unzählige ermordet wurden.

      In der Ukraine des Jahres 2015 ist Bandera – nicht nur in der Westukraine – ein Volksheld.

    • Herr Rüdiger sehr schlecht informiert über Biographie von S.Bandera ! Er dient als Nationalheld für Nazis in der Ukraine ! S.Bandera hat in der Zweite Weltkrieg auf Seite von Hitler gekämft ! Exakt im verteitigen bedeutet verteidigen A.Hitler !

       

  2. Die Bezeichnung Banderas und Schuchewitsch als Helden (Bandera ist nun seit dem letzten ukrainischen Maidan-Umsturz der Nationalheld Nr.1) oder „Kämpfer gegen den Bolschewismus“ ist an Heuchelei und Geschichtsfälschung kaum zu überbieten. Es existieren keine Belege, dass seine UPA (Ukrainische Aufständischen Armee) oder UNA/UNSO jemals kriegerische Auseinandersetzungen mit sowjetischen Truppen gewagt hätte. Nach dem, was überliefert ist, spezialisierten sich diese „Armeen“ auf Sabotage-Akte und, hauptsächlich, auf bestialisches Morden, Vergewaltigen und Plündern von Juden, Polen und Russen. Die Zahl ihrer Opfer liegt erwiesener Maßen im sechsstelligen Bereich (Allein das Massaker von Wolyn kostete über 100000 Polen das Leben. Heute verehren die meisten ukrainischen Anhänger Banderas auch Adolf Hitler – als Lichtgestalt in ihrem Rassenkampf gegen Russen und Co.. in der Ukraine übrigens ganz offen. Das sieht man in zahlreichen Videos aus Kiev, Lviv und von überall, wo es den Rechten Sektor gibt.

  3. Es ist eine verabscheungswerte Schwaeche der Menschen,bewundernd zu jenen emporzuschauen,die ihnen auf glaenzende Art boeses angetan haben.Sie sprechen lieber vom Zerstoerer eines Reiches als von dessen Gruender./Voltaire

  4. in the world we have only two nazi countries – Germany and Russia and they are partners in splitting Europe. 

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