Vor der ecuadorianischen Botschaft in London, wo Julian Assange bis Donnerstag festsaß. Bild: tmz99

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der seit über vier Jahren in der Botschaft Ecuadors in London politisches Asyl genießt, kann sich nicht im Krankenhaus behandeln lassen. Zumindest nicht ohne später verhaftet zu werden. Assange befürchtet, dass er direkt nach Amerika ausgeliefert wird. Dort drohen im bis zu 35 Jahren Haft.

Von Christian Saarländer

Freier Westen gegen die russische Diktatur: Während sich Edward Snowden in Moskau frei bewegen darf, muss Assange in London mit ein paar Räumen in in der ecuadorianischen Botschaft Vorlieb nehmen. Es war ein guter Rat von Julian Assange an Edward Snowden. Ärztliche Behandlung wird Snowden in Moskau ohne Probleme gewährleistet. Angeklagt ist Assange  unter anderem wegen Spionage, Verschwörung. Zwei Blankettstraftatbestände um Dissidenten ein Leben lang einzusperren.

WikiLeaks erklärt öffentlich, dass Assange unter schweren Schmerzen leidet. Woher die Schmerzen kommen, kann man ohne weiteren Befund nicht sagen. Die Polizei hat vor kurzem erst die Rundum-Überwachung der Botschaft eingestellt. Diese kostete über 10 Millionen Pfund im Jahr. Foltern war für England immer schon gerne ein billiges und günstiges Mittel, um ihre politischen Interessen durchzusetzen.

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Premierminister Cameron würde seinem imperialistischen Bruder Amerika einen riesigen Gefallen tun, wenn die Briten den Journalisten und Hacker ausliefern. Bradley Manning dessen WikiLeaks-Veröffentlichung Assange erst in einen Konflikt mit der angelsächsischen Junta brachte, wurde noch im Irak gefoltert, nachdem ihn der Hacker Adrian Lamo verriet.

Foltern ohne aktiv zu sein ist für England noch attraktiver. Die Aufrechterhaltung von Schmerzen ist de facto Folter. Der Westen klagt über die weltweite Nichtachtung von Menschenrechten. Das Verbot der Folter soll aus westlicher Sicht ein Menschenrecht sein. Weiteres kann man auf der Seite Justice4assange.com entnehmen.

 

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4 KOMMENTARE

  1. Mal immer vorausgesetzt, dass der Artikel ordentlich recherchiert ist, scheint irgendjemand Assange der Spionage und der Verschwörung angeklagt zu haben. Bisher wurde er „nur“ von den Schweden der Vergewaltigung angeklagt (einverständliches fi….n ohne Kondom wurde später von den „Damen“ – es waren zwei – zur Vergewaltigung deklariert), da droht Verjährung. Da wird er wohl mit einem exterritorialen Fahrzeug der Botschaft bis in den OP fahren…

    • @Thomas Roth; noch nicht einmal eine Anklage wegen V.; es soll nur ermittelt werden, denn die Anklage kann nicht prozessiert werden ohne fiundierte Ermittlungen- obendrien haben beide "Opfer" vor dem richter und em Stastanwalt ausgesagt, dass sie nicht vergewaltigt wurden. Die Anwaltschft hat sich bereits wegen Rechtsbeugung scguldig gemacht, weil sie immer weitere Verschiebe-Mechanismen benutzt, um die Ermittlungen ( die nicht stattfinden!) hinauszögern zu können. DAS IST RECHT DER EU: Ohne Fall, ohne tatbestand, ohne Richter kann ein Mensch jahrelang festgehalten werden, nur weil die USA ihn haben wollen. Das EU-Haftgestez sollte uns allen eine Lehre sein, denn das kann uns allen jeden Tag passieren.

      • "…. nur weil die USA ihn haben wollen." Ich hätte auch Angst vor diesem Mörderpack. Aber immerhin bekam Assange die Möglichkeit, der Auslieferung zu entgehen. Wenn der gewollt hätte wäre er schon längst weg. Nur dann bedeutet das lebenslange Flucht. Also sitzt er das aus. Da gibt es Leute, die haben es deutlich schlechter getroffen.

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