Kreml: Russland wird auf neue EU-Sanktionen im Einklang mit seinen Interessen reagieren

Moskau wird eine Antwort auf die neuen Sanktionen der Europäischen Union geben, „die den Interessen der Russischen Föderation am besten dienen wird“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.

Von Redaktion

„Moskau wird zweifellos die Situation analysieren und in Übereinstimmung mit seinen eigenen Interessen handeln“, erklärte der Sprecher des Präsidenten, berichtete die TASS.

Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland seien ein bewusster unfreundlicher Schritt, dem jede Logik fehle, sagte Peskow gegenüber Reportern.

„Zu unserem großen Bedauern ist dies ein absichtlich unfreundlicher Schritt gegen Russland. Der Rat der EU hat mit dieser Entscheidung den Beziehungen zu unserem Land geschadet“, stellte er fest

Seiner Ansicht nach „ist die traurige Seite dieser Frage, dass in einer solchen Entscheidung keine Logik zu erkennen ist“.

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„Das sind wahrscheinlich die erschwerenden Umstände der Entscheidung des Rates der EU“, fügte Peskov hinzu.

Der Direktor des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes Alexander Bortnikow, der erste stellvertretende Stabschef der Präsidialverwaltung Sergej Kirijenko und vier weitere hochrangige russische Beamte wurden wegen des Vorfalls mit dem Blogger Alexej Navalny auf die Schwarze Liste der EU gegen Russland gesetzt, gab der Rat der Europäischen Union seine im EU-Amtsblatt veröffentlichte Regelung bekannt.

Unter denjenigen, die der Liste hinzugefügt wurden, sind auch der Leiter der Direktion für Innenpolitik des Präsidenten im Präsidialexekutivbüro Andrej Jarin, die stellvertretenden Verteidigungsminister Pawel Popow und Alexej Krivorutschko sowie der bevollmächtigte Gesandte des russischen Präsidenten im Sibirischen Föderalbezirk Sergej Menjailo.

„Unter diesen Umständen ist es vernünftig zu folgern, dass die Vergiftung von Alexej Navalny nur mit der Zustimmung der oben genannten Beamten möglich war“, hieß es in dem Dokument.

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Auf der Sanktionsliste steht auch das Staatliche Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Organische Chemie und Technologie (GosNIIOKhT). Unternehmen aus der EU ist es untersagt, mit dem Institut in irgendeiner Weise in Verbindung zu bleiben.

Die EU-Beschränkungen sehen ein Einreiseverbot und das Einfrieren von Finanzvermögen bei europäischen Banken vor.

Die Sanktionen wurden im Rahmen der EU-Sonderregelung für den Einsatz chemischer Waffen verhängt, die sich zuvor gegen die Salisbury-Vergiftungsverdächtigen Alexander Petrov und Ruslan Boshirov richtete.

Navalny wurde am 20. August in ein örtliches Krankenhaus in der sibirischen Stadt Omsk gebracht, nachdem sie auf einem Flug von Tomsk nach Moskau zusammengebrochen war. Er fiel in ein Koma und wurde auf einer Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Am 22. August wurde er nach Berlin geflogen und in das Krankenhaus der Charite eingeliefert. Am 7. September erwachte er aus dem Koma und wurde am 22. September entlassen.

Am 2. September behauptete Berlin, dass die Toxikologen der deutschen Regierung nach Untersuchung der Testproben von Navalny zu dem Schluss gekommen seien, dass der Blogger und rechtsextreme Oppositionspolitiker von einem toxischen Wirkstoff der Familie Novichok betroffen war.

Peskow erklärte bei vielen Gelegenheiten, Russland sei zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit Deutschland bereit. Er wies darauf hin, dass im System der Navalny vor seiner Überstellung nach Berlin keine giftigen Substanzen nachgewiesen worden seien.

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Ein Kommentar

  1. Die deutsche Regierung macht eben immer die gleichen Fehler, wenn es um Ausgleich und gute Nachbarschaft geht, sie schaffen sich nahezu überall Gegner und ob dies aus Kalkül oder Dummheit geschieht ist eine andere Frage und zum Schluß sind wir wieder das Böse im allgemeinen, wo man sich dann wieder abreagieren kann.

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