Taiwan befürchtet, amerikanisches Kanonenfutter zu werden

Während sich die Spannungen zwischen den USA und China verschärfen, befürchtet Taiwan die Gefahr, Kanonenfutter zu werden.

Nach 40 Jahren „strategischer Unklarheit“ in seiner Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten hat Taiwan den beispiellosen Schritt unternommen und Washington aufgefordert, „Klarheit“ darüber zu schaffen, ob es im Falle eines bewaffneten Konflikts mit China verteidigt würde.

Die Washington Post berichtete letzte Woche über einen hochrangigen taiwanesischen Vertreter bei den USA, der sagte: „Wir brauchen ein gewisses Maß an Klarheit.“ Die Schlagzeile der Post lautete: „Würden die USA Taiwan vor China schützen?“

Die wachsende Nervosität auf dem Insel-Territorium vor der Südküste Chinas kommt inmitten verschärfter Spannungen zwischen Washington und Peking. Diese Spannungen wurden durch das scharfe Abweichen der Trump-Administration von Washingtons früherer Ein-China-Politik geschürt.

Washington brach 1979 die offiziellen Beziehungen zu Taiwan ab, um Chinas Anspruch auf territoriale Souveränität über die Insel zu respektieren. Dieser Schritt war ein zweckdienliches Zugeständnis Washingtons, um China von der Allianz mit der Sowjetunion abzubringen. Nach dem Sieg der chinesischen Kommunisten unter Führung von Mao Zedong im Bürgerkrieg 1949 wurde Taiwan zu einem Schreckgespenst für nationalistische Kräfte.

Während der letzten vier Jahrzehnte unterhielten die USA freundschaftliche Beziehungen mit der separatistischen Regierung in Taipeh. Frühere amerikanische Regierungen haben Waffen an Taiwan verkauft. Washington hat jedoch stets davon Abstand genommen, einen militärischen Verteidigungspakt mit der Insel zu erklären, auch wenn Peking sich das Recht vorbehält, die Kontrolle notfalls mit Gewalt zurückzunehmen.

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Eine Analyse von Finian Cunningham

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2 Kommentare

  1. Wenn die Sachlage so klar wäre, dann hätte doch Festlandchina Taiwan schon längst okkupiert, aber das Restrisiko ist eben doch sehr groß, weil die Chinesen ja nicht allein in dieser Gegend wohnen, sondern auch noch Nachbarn haben, die traditionell mißtrauisch sind und sehr genau beobachten, was dort geschieht, denn jeder Einzelne weiß doch genau, daß noch uralte Rechnungen offen sind und wird alles daran setzen, daß die Volksrepublik nicht machen kann was sie will und das wäre vergleichbar mit der Situation in Europa vor dem zweiten Weltkrieg, wo sich alle unter Federführung der Briten gegen das 3. Reich gestellt und es dann bezwungen haben.

    Ähnliches könnte sich im Falle von Gewaltakten der Rotchinesen wiederholen und es wird bei aller Stärke zu sehr auf deren Überlegenheit gesetzt, die auch überzogen sein kann, weil man den Pakt zwischen den asiatischen Staaten und den USA nicht unterschätzen sollte, der im Falle eines Angriffes nicht ohne Folgen bleiben würde und die ganze Welt in Wallung bringen würde, weil sich jeder im Klaren wäre, was dieser Akt bedeuten würde.

    1. Ein Ökonom meinte mal: Die Amerikaner denken in Geschäftsjahren, die Europäer in Dekaden und die Chinesen in Generationen.
      Peking hat Zeit was Taiwan anbelangt, allerdings will man auch nicht zusehen, wie die Amerikaner die Insel in eine uneinnehmbare Festung verwandeln.

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