Wegen NSA-Bericht: Peking bezeichnet USA als „Imperium des Hackens“

Mit Bezug auf Snowden und den NSA-Skandal attackiert Peking die US-Vorwürfe gegenüber China, sich in westliche Systeme zu hacken.

Von Redaktion

Anfang dieser Woche veröffentlichte die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA) eine Cyber-Sicherheitsberatung, die sich auf Versuche staatlich unterstützter chinesischer Hacker konzentrierte, sich Zugang zu geistigem Eigentum wie Coronavirus-Forschung oder fortschrittlichen Technologien oder politischen und militärischen Informationen zu verschaffen.

Ein NSA-Berater identifizierte am Dienstag „Schwachstellen“ in US-Systemen, die „vor kurzem von chinesischen staatlich geförderten Cyber-Akteuren ausgenutzt oder gescannt wurden“ – zum Beispiel Fehler in Software wie Microsoft Windows oder Citrix Systems.

Doch jetzt hat das chinesische Außenministerium den NSA-Bericht verurteilt, die „Scheinheiligkeit“ der Spionage-Agentur beschimpft und ein Licht auf die umfangreiche US-Inlandsüberwachung geworfen, die vor Jahren von Edward Snowden aufgedeckt wurde. Der Sprecher des Ministeriums, Zhao Lijian, hat am Mittwoch die Vereinigten Staaten als ein „Imperium des Hackens“ bezeichnet und ausdrücklich die Enthüllungen von Snowden aus dem Jahr 2013 zitiert.

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„Es ist in der Tat eine ironische Nachricht, dass die Nationale Sicherheitsbehörde der USA als Hauptumsetzer des Prism-Programms und weltgrößte Cyberspionage-Agentur andere Länder öffentlich der Cyberspionage bezichtigt“, sagte Zhao.

Der Sprecher bezeichnete die USA und insbesondere die NSA in seinen feurigen Kommentaren als „unter den schlimmsten Übeltätern der Massenüberwachung“.

Er erinnerte daran, dass das Prism-Programm, wie es von Snowden aufgedeckt wurde, die NSA in die Hintertür großer Internetfirmen wie Microsoft und Google verwickelte, ohne dass die Öffentlichkeit davon wusste, als Teil ihrer jahrelangen Praxis, die inländische Kommunikation ohne jeden Haftbefehl zu überwachen.

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Zhao dementierte auch ausdrücklich weit verbreitete Behauptungen, Peking sei in genau dieselbe Sache verwickelt, die große Firmen wie Huawei in den USA und Teilen des Westens verboten hat und die bestimmte chinesische Anwendungen und Software ins Rampenlicht gerückt hat.

„Die chinesische Regierung hat niemals chinesische Unternehmen aufgefordert, Hintertüren zu installieren und der Regierung Daten aus Übersee zur Verfügung zu stellen“, behauptete Zhao.

In jüngster Zeit wurden China und Russland sowie andere Rivalen und Feinde der USA wie der Iran beschuldigt, im internationalen Wettlauf um die Herstellung eines zuverlässigen Impfstoffs wertvolle Coronavirus-Forschung und Daten von medizinischen Einrichtungen und Labors in den USA gehackt und gestohlen zu haben.

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