USA beschlagnahmen den „größten jemals“ erfolgten Transport von iranischen Raketen und Öl

Washington gab den Verkauf von 1,1 Millionen Fässer beschlagnahmtem iranischem Öl bekannt, zudem wurde eine große Raketenlieferung an den Jemen abgefangen.

Von Redaktion

Am Donnerstag gaben die Vereinigten Staaten bekannt, dass sie zuvor eine größere Lieferung iranischer Raketen mit Ziel Jemen beschlagnahmt und 1,1 Millionen Fässer iranischen Treibstoffs mit Ziel Venezuela beschlagnahmt und später verkauft hatten.

Berichte beschreiben, dass die Beschlagnahme durch zwei US-Kriegsschiffe in regionalen Gewässern erfolgte, die insgesamt 171 Panzerabwehr-Lenkflugkörper, acht Boden-Luft-Raketen und die dazugehörige Ausrüstung beschlagnahmten, so eine Erklärung des stellvertretenden Generalstaatsanwalts für nationale Sicherheit John Demers.

„Diese Aktionen stellen die bisher größten Verwirkungsaktionen der Regierung für Treibstoff- und Waffenlieferungen aus dem Iran dar“, sagte das Justizministerium.

Ebenfalls am Donnerstag verhängten das Finanzministerium und das Außenministerium Sanktionen gegen elf verschiedene Einrichtungen, die mit den iranischen Treibstofflieferungen und -verkäufen in Verbindung stehen, sowie Operationen zur Durchsetzung der Sanktionen.

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Das US-Justizministerium stellte fest, dass führende Mitglieder des iranischen Korps der Revolutionsgarden (IRGC) hinter den geheimen Treibstoff- und Waffenlieferungen stehe.

Die 1,1 Millionen Fässer Treibstoff waren bereits im August von den US-Behörden als beschlagnahmt gemeldet worden. Ursprünglich nach Houston umgeleitet, wurde ein Teil davon in New York entladen. Die USA haben nun bestätigt, dass sie das Öl von vier Tankern zu einem Preis von über 40 Millionen Dollar verkauft haben.

„Wir schätzen, dass die Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Erdöls von diesen vier Schiffen mehr als 40 Millionen Dollar zurückerhalten werden“, sagte der amtierende US-Staatsanwalt des District of Columbia, Michael Sherwin, gegenüber Reportern.

Laut AFP gab Sherwin an, dass ein Großteil des Verkaufserlöses an einen US-Fonds für die Opfer des „staatlich geförderten Terrorismus“ gehen würde. Dies geht aus dem Bericht hervor:

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US-Gerichte haben Irans klerikales Regime wegen Anschlägen zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt, zuletzt im Juli, als ein Richter Teheran aufforderte, 879,1 Millionen Dollar für einen Bombenanschlag in Saudi-Arabien im Jahr 1996 zu zahlen, bei dem 19 US-Flieger ums Leben kamen.

Der Iran leugnet die Verantwortung und erklärt, er habe nicht die Absicht, zu zahlen, und sagt, die Vereinigten Staaten sollten stattdessen für frühere Vorfälle entschädigen, einschließlich ihrer Unterstützung von Saddam Hussein im Iran-Irak-Krieg.

Was die beschlagnahmten Waffen anbelangt, so sagten die USA in ihren Erklärungen, dass sie laut Fox „für eine große Militärmacht“ ausreichten:

Die Behörden sagten auch, dass die Navy andere Waffenkomponenten und genügend Sprengkapseln beschlagnahmt habe, um die US-Militärkräfte „ungefähr“ ein Jahr lang zu versorgen, „was die Strafverfolgungsbehörden zu der Annahme veranlasste, dass diese Sprengkapseln für eine große Militärmacht bestimmt waren“.

Offenbar wollte Teheran so sicherstellen, dass die Saudis den Jemen nicht kampflos erobern können und mit massiven Gegenmaßnahmen der Houthis rechnen müssen.

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Ein Kommentar

  1. Bezüglich der angeblich im August 2020 von den USA beschlagnahmten iranischen, für Venezuela bestimmten Benzinlieferungen – gemäß einer anonymen Quelle des „Wall Street Journal“ waren involviert die Schiffe LUNA, PANDI, BERING, BELLA – existiert folgende Version:
    Laut Angaben vom internationalen Marine Traffic Service schalteten die Kapitäne der vorgenannten Schiffe, einige in Liberia geflaggt, Anfang Mai 2020 ihre Tracking Systems aus, um ihre Positionen zu verschleiern. Die BERING wurde „unsichtbar“ am 11.5.2020 nahe Griechenland. Die BELLA „verschwand“ am 2.7.2020 nahe den Philippinen. LUNA & PANDI wurden letztmalig am 10.6.2020 im Golf von Oman gesichtet. Die Behauptung der USA, die Schiffe seien von der US Navy nach Houston umgleitet worden, ist in das Reich der Fabeln zu verweisen . . .
    Erwähnt sei noch die Blamage der Amis die GRACE 1, mit ihrer Ölladung für das von Washington mit Sanktionen belegte Syrien nach Umfahrung Afrikas vor der Einfahrt ins Mittelmeer konfiszieren zu lassen. Ein nächtlicher Anruf aus Washington [ Ex-Sicherheitsberater John Bolton ] in London & Madrid hatte genügt und das Gibraltar Supreme Court erließ eine mehrtägige Beschlagnameverfügung. Einheiten des britischen Special Air Service enterten die GRACE 1. Eine vom MOSSAD benutzte NGO ließ über eine in Gibraltar domizilierende Anwaltsfirma beim GIB-Supreme Court die endgültige Beschlagnahme der GRACE 1 einschließlich Ladung und Freigabe zur Auktion beantragen. Der NGO-Antrag wurde substantiiert durch das Urteil eines US-Bundesgerichts in New York, worin der Regierung des Iran die Schuld für ein Attentat in den USA, die entstandenen Schäden angelastet und Restitutionszahlungen festgesetzt wurden.
    Endeffekt: Das GIB-Supreme Court hob die Beschlagnahme auf, die GRACE 1 löschte die Ladung in einem türkischen Hafen, nicht unweit der Destination des Kunden in Syrien . . . Donald Trump mit seinen yrischen Sanktionen wurde die lange Nase gezeigt . . .

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