Können Sie riechen, was die Chinesen kochen?

Weniger als eine Woche vor den spielverändernden US-Präsidentschaftswahlen ist der eigentliche Kern des geopolitischen und geoökonomischen Handelns für die Außenwelt praktisch unsichtbar.

Wir sprechen über das fünfte Plenum des 19. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), das am vergangenen Montag in Peking begann.

Das Plenum versammelt die 200 Mitglieder – und weitere 100 stellvertretende Mitglieder – des obersten Entscheidungsgremiums des Zivilisationsstaates: das in westlicher liberaler Demokratie ausgedrückte Äquivalent zum chinesischen Kongress.

Die Grundzüge des 14. chinesischen Fünfjahresplans (2021-2025) werden am Ende des Plenums am Donnerstag mit einem Kommuniqué bekannt gegeben. Einzelheiten zur Politik werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Und alles wird vom Nationalen Volkskongress (NPC) im März 2021 formell genehmigt werden.

Für alle praktischen Zwecke sollte dies als das angesehen werden, was die chinesische Führung wirklich denkt.

Treffen Sie „Chinas System“

Präsident Xi war recht fleißig und lieferte einen ausführlichen Arbeitsbericht, einen Entwurf des Fünfjahresplans und einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Ziele Chinas bis 2035.

Xi hat nachdrücklich auf eine Strategie des „doppelten Umlaufs“ für China hingewiesen, die darauf abzielt, die Binnenwirtschaft stärker in den Mittelpunkt zu rücken und sie gleichzeitig mit dem Außenhandel und den Auslandsinvestitionen in Einklang zu bringen.

Eigentlich ist eine bessere Definition, aus dem Mandarin übersetzt, „doppelte Entwicklungsdynamik“. Nach Xis eigenen Worten besteht das Ziel darin, „eine bessere Verbindung zwischen inländischen und ausländischen Märkten für ein widerstandsfähigeres und nachhaltigeres Wachstum zu ermöglichen“.

Eine spektakuläre Errungenschaft, von der wir bereits wissen, ist, dass das Ziel von Xi für China, den Status einer „mäßig wohlhabenden Gesellschaft“ zu erreichen, im Jahr 2020 erreicht worden ist, selbst unter Covid-19. Die extreme Armut ist beseitigt worden.

Lesen Sie auch:  Iran beschuldigt Israel, einen "ausgewachsenen Krieg" provozieren zu wollen

Der nächste Schritt ist die langfristige Bewältigung der absolut kritischen Fragen der Krise des Welthandels, der geringeren Nachfrage nach chinesischen Produkten und der unterschiedlich starken Volatilität, die durch den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas verursacht wird.

Die Hauptpriorität für Peking ist die Binnenwirtschaft – zusammen mit dem Erreichen wichtiger technologischer Ziele, um Chinas hochwertige Entwicklung zu fördern. Dazu gehört der Aufbau hochwertiger, integrierter Lieferketten. Und dann ist da noch der beschwerliche Weg der Umsetzung der notwendigen institutionellen Reformen.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Eine Analyse von Pepe Escobar

Spread the love

Ein Kommentar

  1. Dann ist er ja mit sich und seinem Land die nächsten fünf Jahre beschäftigt und das wäre auch gesünder für sein Land, denn im Ernstfall stehen sie völlig allein da und sind umringt von vielen, die sie eher als potentielle Gegner sehen und mit solchen Mächten wie die USA. Japan, Australien und Indien sollte man nicht herumzündeln, weil deren Gedanken eher Richtung Schwächung der Volksrepublik deuten, als Prosperität.

    Bei allem Respekt vor ihrer Entwicklung durch Hilfe des Westens der letzten 40 Jahre werden sie ihre Massen im Falle einer Auseinandersetzung nicht benötigen, denn jeder ist sich von anfang an darüber im Klaren, daß dies kein Spaziergang wird und entsprechend handeln, was im Falle einer Zerstörung biblische Dimensionen übertrifft, wobei die Bevölkerung darunter am meisten leiden wird, wie immer, wenn die Verantwortlichen einen Anlaß geben, der von vorne herein zum scheitern verurteilt ist, weil das Geld der Welt noch woanders sitzt und damit kann man eine Menge anfangen, wenn es so gewollt wird.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.