Xi: Krieg müsse geführt werden, um Invasoren abzuschrecken

Chinas Staatsführer Xi Jinping erinnert zum Jahrestag des Koreakrieges daran, dass ein Staat wehrhaft sein muss. Er adressiert eine Warnung an die Vereinigten Staaten.

Von Redaktion

Chinesische Staatsmedien verbreiten weithin eine neue kriegerische Erklärung von Präsident Xi Jinping, die an einem für Peking wichtigen Jahrestag des Koreakrieges abgegeben wurde. Das Zitat verbreitet sich im Anschluss an die US-Präsidentschaftsdebatte zwischen Trump und Biden, in der beide gefragt wurden, wie sie sich gegen die Bedrohung durch China „wehren“ würden.

Xi soll gesagt haben, dass „Krieg gekämpft werden muss, um eine Invasion abzuschrecken, und der Gewalt muss mit Gewalt begegnet werden“, und zwar in seiner vielleicht offensten, chauvinistischen Äußerung, die sich bisher gegen die USA richtete, ohne sich jedoch speziell auf die Vereinigten Staaten oder einen äußeren Feind zu beziehen. Aber angesichts der Tatsache, dass China im Koreakrieg gegen die US-Seite kämpfte, sind die Implikationen klar.

Nach Angaben der Global Times verbreitet sich die Erklärung, die auch die Unterstützung des chinesischen PLA-Militärs zeigen soll, über soziale und andere Medien.

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„Es ist notwendig, mit den Invasoren in der Sprache zu sprechen, die sie beherrschen: Das heißt, ein Krieg muss geführt werden, um eine Invasion abzuschrecken, und der Gewalt muss mit Gewalt begegnet werden“, sagte Xi nach dem vollständigen Zitat.

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„Der Sieg ist notwendig, um Frieden und Respekt zu gewinnen. China wird niemals vor Drohungen kuschen oder sich durch Unterdrückung unterdrücken lassen“, fügte der chinesische Präsident hinzu.

Die „patriotische“ Erklärung ist jetzt in den chinesischen Staatspublikationen, einschließlich der großen People’s Daily, weit verbreitet. Sie wurde anlässlich des 70. Jahrestags des Eintritts Chinas in den Koreakrieg zum Kampf gegen die amerikanischen Truppen dort herausgegeben.

Sie erscheint auch einen Tag, nachdem die USA erneut in die Offensive gegen die chinesischen staatsnahen Medien gegangen sind und sechs weitere ihrer in den USA tätigen Medienorganisationen auf die vom Außenministerium erstellte Liste der „Auslandsvertretungen“ gesetzt haben.

Es heißt, Peking bereite eine eigene „Vergeltungsaktion“ vor. Die Zahl der chinesischen Außenstellen, die sich in den USA als Arme einer ausländischen Regierung registrieren lassen müssen, liegt jetzt bei 15, während die Trump-Administration wie wild um sich schimpft.

Noch wichtiger ist, dass die Spannungen in der Umgebung Taiwans stark zunehmen, wobei eine Zunahme chinesischer Militärübungen Taipeh unter Druck setzen soll, die chinesische Souveränität über die Insel zu akzeptieren. Unterdessen hat Washington zugesagt, mehr Waffen dorthin zu transferieren, was nach Ansicht Chinas eine schwerwiegende Verletzung des Status quo der „Ein-China“-Politik darstellt.

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