Lasst die Amerikaner doch für sich alleine bleiben

Donald Trump will die USA wieder groß machen und wirft mit Sanktionen und Strafzöllen um sich. Es ist an der Zeit, den Amerikanern die kalte Schulter zu zeigen.

Von Marco Maier

Er hat es schon wieder getan. Donald Trump drohte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut mit Strafzöllen gegen europäische Automobilhersteller. Angesichts dessen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika seit vielen Jahrzehnten ohnehin nur eine egoistische Politik verfolgen, für die sie eine ganze Schar an Vasallenstaaten um sich geschart haben, die brav am Rockzipfel hängen dürfen, wäre es an der Zeit dies zu ändern.

Die Amerikaner glauben, die ganze Welt brauche sie und ihre Soldaten. Das glauben sie Dank der alltäglichen medialen Propaganda tatsächlich. Dabei sind die USA nur ein gewaltiger Vampir, der die Welt aussaugt. Seit Jahrzehnten (und Dank des Petrodollars) können es sich die USA leisten, ein enormes Leistungsbilanzdefizit zu haben. Und warum? Weil der US-Dollar einerseits die globale Leitwährung Nummer eins ist und andererseits enorme Kapitalzuflüsse stattfinden.

Und woher kommen diese ganzen Zuflüsse? Vor allem auch von den ganzen Unternehmensbeteiligungen der Amerikaner im Ausland. Dividenden, Gewinnausschüttungen, Profite aus dem Handel mit ausländischen Wertpapieren… Die ganze US-Elite kassiert global ab, während die breite Masse der Bevölkerung auf Pump lebt und sich in die Schuldenmisere konsumiert. Und nicht nur die Bevölkerung tut das, auch der ganze Staatsapparat.

Die Staatsschulden steigen ins Unermessliche und niemand stört sich wirklich daran, weil die US-Staatsanleihen – trotz negativer Realrendite – weiterhin gefragt sind. Und das Federal Reserve System, die US-Notenbank, druckt noch fleißig Greenbacks, weil die Scheinchen ohnehin überall mit Handkuss angenommen werden – vor allem in den ärmeren Ländern mit instabilen Währungen.

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Klar, die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein gewaltiger Markt, doch einmal ernsthaft: Jeder der dort investiert, sieht sich tagtäglich mit unverschämt hohen (Sammel-)Klagen konfrontiert, nur weil es dem Durchschnittsamerikaner offensichtlich an gesundem Menschenverstand fehlt. Wenn Schraubenzieher schon längere Beipackzettel haben als Medikamente, nur weil John und Jane Doe zu bescheuert sind zu verstehen, dass man damit weder in Steckdosen noch in Augen rumstochern soll, dass man Hunde nach dem Bad nicht in der Mikrowelle trocknet und dass ein Becher frischer Kaffee nun einmal heiß ist – und man dann trotzdem zu zig Millionen Dollar verklagt werden kann, weil man nicht an alles denken kann, sagt das schon alles aus…

Und wenn die ganzen Exzeptionalisten von Los Angeles über Denver, Austin, Miami bis New York dann einmal feststellen, dass sie doch entbehrlich sind – was dann? Klar, man kann sich noch viele Jahre weiter mit Schuldscheinen (was die ganzen Dollars ja eigentlich auch nur sind) bezahlen lassen, in der Hoffnung, irgendwann dafür noch irgendetwas zu bekommen, oder aber man sieht der Realität ins Auge und erkennt, dass die Welt noch viel mehr Länder und Märkte zu bieten hat.

Am besten kombiniert man das noch mit Regelungen, wonach an Kapitalgesellschaften US-Investoren nicht mehr erwünscht sind. Wozu braucht man diese? Damit die US-Finanzeliten noch reicher und reicher werden und mit ihrem Geld Politiker kaufen die dann die Amerikaner verdummen und sie in Kriege für den militärisch-industriellen Komplex schicken? Das können die auch mit ihrem eigenen Geld tun und nicht die Menschen anderer Länder dafür bezahlen lassen.

Trump will Strafzölle verhängen? Ok, gut, soll er machen. Das können die anderen Länder auch tun – und alle zusammen nur gegen die USA. Wer wird den längeren Atem haben? Die Amerikaner mit ihrem Komplex, der nur durch die Dollar-Dominanz überhaupt noch überlebensfähig ist, oder der Rest der Welt zusammen? Ohne die Dollar-Exporte kann das Pentagon nämlich gleich zusperren und Konkurs anmelden – und mit ihm der Rest der Ministerien gleich dazu. Dann wird sich herausstellen, wie lange die USA noch in ihrer heutigen Form bestehen bleiben können.

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Ein Kommentar

  1. Alles richtig.
    Wir sollten uns nun endlich dringendst berappeln, die Vasallen aus unseren eigenen Reihen als solche zu erklären und abschütteln.

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