Düsterer Ausblick für Deutschland

Deutschland rutscht in den Abgrund der Rezession, da die Beschäftigung zum ersten Mal seit sechs Jahren sinkt. Der Ausblick ist düster.

Von Redaktion

Die neuesten Markit-Servey-Daten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, bestätigten, dass sich die Rezession im deutschen verarbeitenden Gewerbe weiter ausweitet. Die schlimmsten Befürchtungen machen sich jetzt bemerkbar, da die lockere Geldpolitik der EZB die konjunkturelle Abkühlung nicht eindämmt, zumal sie die Schwäche des verarbeitenden Gewerbes erfolgreich auf den Dienstleistungs- und Arbeitsmarkt überträgt.

Der Flash Germany Manufacturing PMI von IHS Markit blieb mit 41,9 im Oktober unverändert, ein leichter Anstieg gegenüber dem Zehnjahrestief von 41,7 im September. Rote Warnungen blitzten jedoch unter der Oberfläche auf, da die Beschäftigung in der deutschen Fabrikindustrie in fast 10 Jahren am stärksten zurückging.

Genauso besorgniserregend ist, dass die Schwäche des verarbeitenden Gewerbes eindeutig den bislang relativ immunen Dienstleistungssektor in Deutschland befallen hat, da der deutsche Dienstleistungs-PMI von 51,4 im September auf 51,2 gesunken ist, gegenüber 54,7 im Vorjahr und dem niedrigsten Stand seit September 2016. Insbesondere der Auftragseingang im Neugeschäft fiel auf 47,6 gegenüber 48,6 im September, dem niedrigsten Stand seit Juni 2013.

Der Composite-Index, der im Oktober bei 48,6 lag, veränderte sich nur geringfügig gegenüber dem nahe dem Siebenjahrestief von 48,5 vom September und lag den zweiten Monat in Folge unverändert unter dem Wert von 50. Vor allem aber ergab die Umfrage, dass die Beschäftigung zum ersten Mal seit sechs Jahren zurückgegangen ist.

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Die rasche Verlangsamung des verarbeitenden Gewerbes in Europas größtem Industriezentrum hat die Beschäftigung erheblich belastet und ist laut Markit zum ersten Mal seit sechs Jahren gesunken:

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„Im Oktober ging die Beschäftigung in der gesamten deutschen Privatwirtschaft zum ersten Mal seit sechs Jahren – wenn auch nur geringfügig – zurück. Der Verlust von Arbeitsplätzen war größtenteils auf das verarbeitende Gewerbe zurückzuführen, in dem die Zahl der Beschäftigten seit fast zehn Jahren im Zuge der weit verbreiteten Schar von Zeitarbeitskräften und Vertragsarbeitern am stärksten zurückging. Allerdings war auch eine Verlangsamung der Schaffung von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor auf ein Dreieinhalbjahrestief zu verzeichnen.

Der Rückgang der Gesamtbeschäftigung im Oktober stand im Einklang mit Anzeichen eines nachlassenden Kapazitätsdrucks und einer Verschlechterung des Vertrauens der Unternehmen in die künftige Geschäftstätigkeit. Die Unternehmen haben den Arbeitsrückstand den zwölften Monat in Folge und am schnellsten seit fast sieben Jahren abgebaut“, schrieb IHS.

Der bittere Ausblick in Deutschland ist ein klares Indiz dafür, dass sich die Eurozone in diesem Jahr möglicherweise nicht erholt. Die Welt als Ganzes steckt in einem synchronisierten globalen Abschwung, in dem die Geldpolitik weniger effektiv ist als jemals zuvor, um eine Erholung im Stil von 2016 zu generieren.

Die Forderungen von EZB-Behörden, globalen Banken und Regierungen nach fiskalischen Anreizen besagen, dass Eliten, die die Welt leiten, wissen, dass die Zentralbanken im Jahr 2019 gestorben sind. Dies sollte uns alle erschrecken, dass die angeblichen Geldkanonen der Zentralbanken oder sagen wir, die Geldinstrumente wahrscheinlich aufgebraucht sind. Wer ist bereit für das Hubschraubergeld?

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