George Soros. Bild: Flickr / Norway UN CC BY-ND 2.0

Der Milliardär, Spekulant und Politaktivist George Soros ist stolz auf seine Feinde, die er sich mit seinen Aktivitäten geschaffen hat.

Von Michael Steiner

Der aus Ungarn stammende Milliardär George Soros gab der „New York Times“ ein Interview. Darin kritisiert er US-Präsident Donald Trump, der „enormen Schaden verursachen“ würde. Er attackierte den Präsidenten scharf dafür, dass mit Aktionen wie der partielle Truppenabzug aus Syrien „vernichtend für Amerikas Einfluss in der Welt“ sei.

Der liberale Globalist bevorzug die aus Massachusetts kommende demokratische Senatorin Elizabeth Warren als Trump-Nachfolgerin, die er als „am qualifiziertesten“ ansieht, Präsidentin zu sein. Aber er bevorzuge es, mit jedem zusammenzuarbeiten.

Gleichzeitig war der 89-Jährige stolz darauf, so viele Feinde angehäuft zu haben. „Ich bin sehr stolz auf meine Feinde. Es ist eine perfekte Möglichkeit, einen Diktator oder Möchtegern-Diktator zu tadeln, wenn er mich als Feind identifiziert“, sagte er. Wobei er scheinbar kein Problem damit hat, dass die USA generell zwischen „guten“ und „schlechten“ Diktatoren bzw. Autokraten unterscheiden.

Soros spielte verlegen auch die Rolle der Milliarden von Dollar in seinen Stiftungen klein, um die Ergebnisse der bevorstehenden US-Wahlen zu beeinflussen. „In Amerika gibt es mehr Hauptstraßen [Main Streets, Anm.d.Red.] als Wall Streets. Ich glaube also nicht, dass die Wall Street bei der Wahl des Präsidenten eine andere Rolle spielt, als eine Geldquelle zu sein“, sagte er.

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In dieser Woche wurde bekannt, dass das Open Society Policy Center, der Lobbyarm der Open Society Foundations, im Jahr 2019 mehr als 24 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit ausgegeben und seit der Wahl von Trump mehr Geld für Lobbyarbeit ausgegeben hat als in den 16 Jahren zuvor während der Präsidentschaften von George W. Bush und Barack Obama zusammen.

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1 KOMMENTAR

  1. Der Abzug der Yankees aus dem Grenzstreifen zur Türkei war doch ein äußerst raffiniertes Ablenkungsmanöver mit doppelten Nutzen für die Yankees.

    Einerseits konnten sie fast nobelpreisverdächtig ihre Söldner aus dem Grenzstreifen mit den problematisch handelnden Türken entfernen, und gleichzeitig widerspruchslos eine völkerrechtswidrige Besetzung syrischer Ölfelder durchführen und diese unter ihre Kontrolle bringen. Nur dort lässt sich eben auch Profit machen.

    Fragt sich, wer hier schlitzohriger ist.

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