Lufthansa Airbus A380 beim Abheben vom Frankfurter Flughafen

Aus Deutschland werden wieder weniger Asylbewerber abgeschoben. Zudem gibt es da noch einen Haken.

Von Michael Steiner

Die Bundesregierung teilte als Antwort auf Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion mit, dass in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 16.808 Asylbewerber abgeschoben wurden. Die Linkspartei geht davon aus, dass es auf das Jahr hochgerechnet dann rund 22.400 Personen sein werden. Im Vorjahr waren es noch 23.617 Ausgewiesene.

Sogenannte Dublin-Überstellungen in der EU machen einen Großteil der Abschiebungen aus. 55,6 Prozent der Migranten seien mit Linienmaschinen außer Landes gebracht worden, zu 32 Prozent mit Charterflügen, die restlichen Fälle auf dem Land- oder Seeweg, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Für die Sicherheitsbegleitung habe der Bund bis September rund sechs Millionen Euro gezahlt.

Bei den Zielländern liegt demnach Italien mit 1.894 Abschiebungen vorne, gefolgt von Albanien (1.178) und Frankreich (906), heißt es in der Antwort weiter. Es handele sich meist um Zuwanderer aus Nordafrika, die über das Mittelmeer nach Italien, Frankreich oder Spanien fliehen und weiter nach Deutschland ziehen, obwohl sie nach den EU-Regeln im Erstaufnahmeland bleiben sollten.

Doch es ist kaum zu erwarten, dass diese Menschen mehrheitlich in diesen Ländern bleiben werden, sondern über verschiedene Wegen wieder nach Deutschland kommen. Gerade innerhalb der EU ist es aufgrund kaum vorhandener Grenzkontrollen ein Leichtes, zwischen den einzelnen Ländern hin und her zu reisen.

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1 KOMMENTAR

  1. Weniger Abschiebungen? Also noch weniger!

    Man erinnere sich nur an das Frühjahr dieses Jahres. Da wurden von der Politik und den MSM, über Wochen „Großabschiebungen“ angekündigt. Der uninformierte Konsument der GEZ-Sender und den gesteuerten Printmedien musste den Eindruck erhalten – jetzt tun sie etwas.

    Im Endeffekt waren es dann 14 Zuströmlinge die zurückgeführt wurden. Noch später konnte man erfahren, dass es daran lag, dass einige plötzlich krank geworden waren und andere einfach nicht auffindbar.

    So sieht ein Staat aus, der sich bereits im fortgeschrittenen Verfall befindet.

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