Wirtschaftsweiser fordert deutlich höhere CO2-Steuer auf Benzin

Die im Klimapaket der Bundesregierung vorgesehene CO2-Steuer ist dem Chef der Wirtschaftsweisen zu niedrig. Er fordert mindestens eine Verdoppelung.

Von Redaktion

Die von der Bundesregierung im Klimapaket geplante Verteuerung von Benzin und Heizöl ist ihrem Chefberater, dem Wirtschaftsweisen Christoph M. Schmidt, viel zu niedrig. Geplant sind ab 2021 zunächst zehn Euro je Tonne CO2, was Treibstoffe um drei Cent je Liter verteuert. Um „eine nennenswerte Lenkungswirkung zu erzielen“, müssten es „schon 20 bis 25 Euro pro Tonne CO2 sein“, sagte Schmidt der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Das wären 6 bis 7,5 Cent pro Liter.

Was das Regierungs-Paket dem Klima bringt, könne „seriös niemand einschätzen“, sagte Schmidt. Die „große Schar von Einzelmaßnahmen, deren Einsparpotenziale unbekannt sind“, lasse das nicht zu. „Sicher ist nur, dass sie viel Geld kosten werden“, warnt der Vorsitzende des Sachverständigenrats.

Der Präsident des Essener RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigte sich „enttäuscht“ vom Klimapaket, weil es auf viele Einzelmaßnahmen setzt, anstatt den Rat der Wirtschaftsweisen zu befolgen. Die hatten der Regierung in einem Sondergutachten ein Modell für einen einheitlichen CO2-Preis vorgelegt, dessen Einnahmen direkt an die Bürger zurückgezahlt werden sollten. Damit würde jeder für sein Verhalten entweder bestraft oder belohnt – je nachdem, wie dick sein Auto und wie alt seine Heizung ist.

Wirtschaftsweise und Klimaforscher waren sich darin einig. „Doch zumindest Teile der Bundesregierung trauen offenbar einer marktwirtschaftlichen Koordination über CO2-Preise nicht so recht“, sagte Schmidt der WAZ. Dass „die Einnahmen aus der geplanten zaghaften Bepreisung stattdessen für Einzelmaßnahmen verwendet werden sollen“, werde „vor allem die glücklichen Empfänger der Förderung begünstigen“.

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11 Kommentare

  1. Was ist denn mit der Öko-Steuer, Mineralölsteuer, und da noch die MwSt drauf…. ich denke wir hatten schon vorher zu viel Steuern drauf und da ist so ein Menschenfeind der tatsächlich noch höhere fordert.

    Richtige Hexenjagd die zZ veranstaltet wird.
    Wo ist eigtl der Nutzen von Co2 Steuern!? heizen müssen wir trotzdem und ich muss trotzdem auto fahren. Das große Ziel 99,9% Steuerlast der Bürger

  2. Die Klima- und CO2- Verbrecher setzen auf die Totalverblödung der Bevölkerung.

    Man will also den Menschen für CO2 Geld wegnehmen (egal ob es Steuer, Abgabe oder sonst wie heißt), um es dann an sie zurückzugeben. Wirklich?

    Falls es überhaupt zu einer, wenn auch teilweisen, Rückgabe kommen sollte, dann wird dazwischen eine gewaltige Bürokratie aufgebaut, die neue Ungerechtigkeiten schafft und fleißig selbst Finanzmittel verbraucht.

    Das System ist am Ende und in seiner Agonie gebärt es ständig neue Monster.

    Bereits 1996 komponierte und textete Reinhard Mey seinen immer aktueller werdenden Song „Sei wachsam“.

  3. Die CO2-Steuer ist doch kontraproduktiv, wenn sie auf fossile Brennstoffe aufgeschlagen wird, denn diese sollen ja ein Auslaufmodell sein und weniger Verbrennungsmotoren heißt auch weniger Einnahmen und mal ganz von dem abgesehen, daß es die weniger Vermögenden erneut am härtesten trifft und wenn die nicht scharenweise nun entgültig zur AFD überlaufen sind sie gehirnamputiert, anders würde sich das Verhalten sonst nicht erklären lassen.

  4. Die „Weisheit“ des „Weisen“ scheint vorauseilend bereits in der Hyperinflation zu sein. Da unsere gesamte Wirtschaft seit der industriellen Revolution von fossilen Treibstoffen am Laufen gehalten wird, anstatt der Muskelkraft von Eseln und Ochsen, mindert eine Steuer auf Energieträger den Warenausstoß. Das bedingt einen Rückgang der Wirtschaft und damit der Steuereinnahmen, von denen dieser „Weise“ bezahlt wird. Abgesehen von der Tatsache, dass auch Ochs und Esel CO2 emittieren.
    Wie sprach schon Bud Spencer: „Ohne Heu kann auch das beste Pferd nicht furzen!“

    1. Wann lagen diese selbsternannten Wirtschaftsweisen denn überhaupt schon mal richtig ?
      Und wem tut es denn am meisten weh, wenn der Kraftstoff sich verteuert ?
      Ich habe mir heute Abend mal meinen Globus angesehen. Der hat einen Durchmesser von etwa 30cm und Deutschland ist so winzig. Da wird einem klar, das Deutschland nichts und niemanden retten kann. Und wenn es mit der Innenpolitik so weiter geht, muss unser Land selbst gerettet werden.

  5. Im Jahr 2009 wurden so viele Tier- und Pflanzenarten entdeckt wie selten zuvor. Insgesamt 19.232 neue Spezies spürten Forscher weltweit auf. Gut die Hälfte davon waren zuvor unbekannte Insekten. Wie schon in den Jahren zuvor waren es die Käfer, von denen jährlich die meisten neuen Arten entdeckt werden, 2009 waren es 3.485. Deutlich seltener sind dagegen Funde neuer Säugetiere, von diesen wurden 2009 immerhin 41 neue Arten entdeckt. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Bericht „State of Observed Species (SOS)“ des International Institute for Species Exploration an der Arizona State University in Tempe hervor.

  6. Deutschland wird bald an der schweren Infektionskrankheit „Morbus Gretalinis“ zu Grunde gehen. Es gibt bis dato kein Heilmittel gegen die Krankheit die das Gehirn schwer schädigt!

  7. Die Frage ist doch,wie lange macht der Mensch das noch mit.
    Wie weit können sie noch gehen,bis es kippt.
    Mich würde interessieren,ob sie darüber auch Studien und Berechnungen anstellen.

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