„Klares Votum“ für die GroKo – Woidke mit Realitätsverlust

Brandenburgs Ministerpräsident sieht das Wahlergebnis in seinem Bundesland als „klares Votum“ für die GroKo. Echt jetzt?

Von Michael Steiner

In Brandenburg summieren sich die Verluste für die GroKo-Parteien SPD (-5,7) und CDU (-7,4) auf ganze -13,1 Prozentpunkte. Zusammen konnten sie gerade einmal noch 41,8 Prozent der Wähler für sich begeistern. In Sachsen gibt es ein ähnliches Bild. Da haben die beiden Parteien zusammen 12,0 Prozentpunkte verloren und kommen zusammen auf gerade einmal noch 39,8 Prozent. Absolute Mehrheit? Von wegen!

Trotzdem sieht Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) den „Sieg“ (also trotz massiver Verluste immer noch stärkste Partei zu sein…) seiner Partei als „klares Votum“ für die GroKo in Berlin. Denn die Arbeit der Großen Koalition auf Bundesebene habe geholfen. Fragt sich nur wobei…

Denn die Wähler in beiden Bundesländern haben sich in Scharen von CDU und SPD (sowie der Linken) verabschiedet und haben dabei vor allem die AfD, aber auch die Grünen gestärkt. Auch FDP (die in Brandenburg und Sachsen an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, sowie die Freien Wähler (die es zumindest in Brandenburg in den Landtag schafften) konnten sich über Zugewinne freuen. Das ist alles Andere als ein Votum für die GroKo.

Es scheint, als ob Woidke den Sinn für die Realität verloren hat. In Brandenburg dürfte das knappe Rennen zwischen der SPD und der AfD dazu geführt haben, dass einige jener Wähler die sonst für Linke oder Grüne gestimmt hätten eben die Sozialdemokraten wählten, nur um der Rechtspartei den ersten Platz zu verwehren. In Sachsen dürfte dies bei der CDU ähnlich gewesen sein – Hauptsache die AfD nicht stärkste Kraft werden lassen.

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3 Kommentare

  1. Wenn man sich den Werdegang dieses Herrn ansieht, merkt man sehr schnell, dass es sich um einen Berufsfunktionär und Parteikarrieristen handelt. Wer in einem derartigen Dunstkreis mehrere Jahre verbringt, der isoliert sich selbst von der Realität.

    Da dieser Weg meist von Personen eingeschlagen wird, die ihre Eigeninteressen über das Gemeinwohl stellen, wird diese Entwicklung noch verschärft.

    Was übrig bleibt hat uns Herr Dietmar Woidke sehr anschaulich demonstriert – arrogante Jämmerlichkeit. Spätestens in solchen Momenten müsste sich das Fußvolk ernsthaft fragen, ob es noch in der richtigen Partei ist.

  2. Was sollen sie denn anderes sagen, wo doch jeder ihre Niederlage sieht und sie sind abgewählt und können nur weitermachen mit einem zusätzlichen Koalitionpartner und wer das als Sieg verkauft leidet unter Realitätsverlust und gestern sagte noch ein schwarzer Ost-Ministerpräsident, daß man mit den Grünen gut Koalitionen bilden könnte, weil sie eine Partei der Mitte wären und das sagt etwas über den Geisteszustand einer ganzen Gesellschaft, einschließlich ihrer Führung auf, denn wer die Nachfahren von Hegel, Marx, Marcuse, Horxheimer, Gramsci und wie sie alle heißen als demokratische Mitte bezeichnet, der scheint schon total vernebelt zu sein und will einfach nicht zugeben, wen er vor sich hat, denn die sind das Ebenbild aller Sozialisten und Kommunisten dieser Welt und denken und handeln auch in diesem Sinne, wenn auch in unterschiedlichen Variationen, aber dennoch genauso zielstrebig und mit der unerbittlichen Härte, die nur anders benannt um die eigentlichen kommunistischen Ziele nicht offenbaren zu müssen und deshalb spricht man auch von Klima, Gender und Umweltschutz um darin alle Absichten zu verbergen, die ansonsten bei Offenkundigkeit abgelehnt würden und das machen sie sehr geschickt, wärum kommen andere nicht auf die gleiche Idee.

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