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Wie entsteht das Geld und welche Bedrohungen gibt es für das Finanzsystem?

Von Rüdiger Rauls

Viele, besonders die neueren Theorien über die Geldschöpfung stiften Verwirrung, weil sie wenig mit der Realität zu tun haben, diese oftmals vollkommen ausblenden oder nicht wahrhaben wollen. Aber die Bedrohungen für das Finanzsystem kommen nicht aus der Geldschöpfung sondern haben ihre Ursachen in erster Linie in der Realwirtschaft.

Die Geldschöpfung, also die Schaffung neuen Geldes, erfolgt über die Notenbanken. Sie alleine haben die Hoheit des Gelddruckens. Dessen Einbringung in den Geldkreislauf erfolgt über die Geschäftsbanken, die das von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Geld an Kunden weiter verleihen. Sie sind es wohl, die den Kredit schaffen, d.h. die Ausgabe von Geld an Kreditnehmer gegen Hinterlegung von Sicherheiten und die Zahlung von Zinsen. Aber dieses Geld, das sie verleihen, wird ihnen aus anderen Quellen wie Kundeneinlagen, Zentralbanken, Interbankenhandel und Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Dafür zahlen sie diesen Geldgebern Zinsen. Sie schaffen also durch  diesen Vorgang der Kreditvergabe kein neues Geld, denn sie besorgen es sich aus anderen Quellen. Sie stützen ihre Kreditvergabe auf vorhandenes.

Durch die Kreditvergabe an Kunden werden zwar Buchgeld und Sichteinlagen geschaffen, aber auch diese sind kein neues Geld, nur weil es nun einen anderen Begriff bekommen hat. Dieser Vorgang der Schaffung von Kredit, Buchgeld und Sichteinlagen ist finanztechnisch neutral. Denn was dem Konto des Kreditnehmers gut geschrieben wird, damit wird er auch gleichzeitig als Forderung belastet. Diese Beträge gleichen sich bilanztechnisch aus. Wenn am Ende der Kredit getilgt ist, ist auch die Forderung der Bank gegen den Kreditnehmer erloschen. Forderungen und die Zahlungen der Kreditraten gleichen sich gegenseitig wieder aus. Das einzige Geld, das in diesem Kreditvorgang neu geschaffen wurde,  ist der Zinsbetrag, den die Bank als ihren Gewinn vereinnahmt. Aus diesem Vorgang aber entsteht keine Gefahr für das Geldsystem.

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Würde die Geldschöpfung unterbunden werden, wäre die Folge die Stagnation des Wirtschaftswachstums bzw. das Ansteigen der Zinsen, wie es in den 1970er Jahren zu beobachten war, als die Bindung an die Golddeckung die Ausweitung der Verschuldung behinderte. Das starke Anwachsen der Inflation und der Leitzinsen führten zu einer Erscheinung, die die Wirtschaftswissenschaft als Stagflation bezeichnete. Zwar verzeichnete die Wirtschaft Wachstum, aber aufgrund der hohen Inflation und Zinsen blieb davon kaum Gewinn übrig, zumindest in der Realwirtschaft, wohl aber bei den Banken aufgrund der hohen Kreditzinsen. Hier, in der Verschuldung besonders der Realwirtschaft und des Staates, liegen die wirklichen Gefahren für das Finanzsystem.

Bei der Aufrechterhaltung und Ausweitung der Produktion kommt der moderne Kapitalismus nicht mehr aus ohne die Fremdfinanzierung von Investitionen. Die Kapitalmengen, die für Großprojekte benötigt werden, können in den meisten Fällen nicht aus den Rücklagen der Unternehmen erbracht werden. Das Risiko einer solchen Finanzierung ist  recht problemlos, solange die wirtschaftlichen Entwicklungen sich so vollziehen, wie bei Aufnahme des Kredits angenommen.

Nun hat aber der Kapitalismus die unangenehme Eigenschaft, sich im konjunkturellen Auf und Ab zu bewegen. Es gibt also Zeiträume, in denen die wirtschaftliche Entwicklung hinter den Erwartungen zurück bleibt. Zudem erschwert eine weitere Eigenart des Kapitalismus ein planbares Wirtschaften. Das ist die Konkurrenz. Wirtschaften wird im Kapitalismus nicht von der gesamtgesellschaftlichen Vernunft bestimmt sondern von der privaten Renditeerwartung. Gesamtgesellschaftlich ist es nicht vernünftig, in der Autoindustrie Produktionskapazitäten aufgebaut zu haben, die 30% mehr Produkte ausstoßen können, als der Markt aufnimmt. Das bedeutet, dass 30% des investierten Kapitals unproduktiv sind, fehlinvestiert. Und die Autoindustrie ist nicht die einzige, in der solche unproduktiven Überkapazitäten herrschen. Das ist mittlerweile die Regel in allen Industriebereichen, siehe Siemens mit seinen Betriebs-Stilllegungen in der Kraftwerkssparte.

Ähnliches gilt für die Stahlindustrie, wo Thyssen-Krupp, die auch schon aus einer Fusion mit Kapazitätsabbau hervorgegangen sind, nun mit Tata fusionieren, um eine Bereinigung des Stahlmarktes zu ihren Gunsten zu bewirken. Das bedeutet, dass die Anpassung der Produktionskapazitäten an die Aufnahmefähigkeit der Märkte vollzogen wird unter Vernichtung von investiertem Kapital.

Solange es sich dabei um Eigenkapital handelt, ist das eher zu verkraften, auch wenn es die Rentabilität des Unternehmens belastet. Handelte es sich aber um Fremdkapital, das von Banken finanziert wurde, so sind weiterhin die Zinsen und Tilgungen zu zahlen. So hatte auch airberlin als jüngstes Beispiel einer solchen Entwicklung durch die angelaufenen Verluste aus Geschäftstätigkeit und Verbindlichkeiten eine Schuldenlast von zuletzt etwa 2 Mrd. Euro angesammelt. Die Gläubiger blieben weitgehend auf ihren Forderungen sitzen. Sie verloren Geld.

Der Konkurrenzkampf der Unternehmen untereinander führt zum Aufbau von Produktionskapazitäten, die dem Marktvolumen nicht entsprechen. Hier entstehen die Schuldenberge, die dann auch die Banken selbst in Schwierigkeiten bringen, besonders wenn in der Krise oder dem konjunkturellen Abschwung die Ertragskraft der Unternehmen einbricht und Schuldendienst nicht mehr geleistet werden kann. Auch sie gehören dann zu den Gläubigern, die Geld verlieren.

„Das Volumen an sogenannten zahlungsgestörten Krediten betrug Ende März [2017] laut EZB 921 Milliarden Euro in der Eurozone“ (FAZ vom 28.11.17: Weg für Abbau fauler Kredite). Bei diesen  sind Tilgung und Zinszahlungen seit mehr als 90 Tagen überfällig, weshalb sie als faule Kredite eingestuft werden. Dabei handelt es sich nicht um staatliche sondern um Verbindlichkeiten von Unternehmen und Privaten. So meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Banken weichten „ihre Bedingungen für Unternehmens- und für Immobilienkredite weiter auf“ (FAZ vom 19.7.17: Banken lockern Kreditstandards). Man nimmt also höhere Risiken in Kauf, um mehr Kredite ausgeben zu können. „Die Zentralbank nennt als Triebfeder dieser Entwicklung den Wettbewerbsdruck“ (ebenda).

Besonders die griechischen und italienischen Banken sitzen auf hohen Beständen uneinholbarer Forderungen, weil deren Wirtschaft bei weitem noch nicht das Niveau erreichen konnte, das sie  vor der Krise von 2008/9 hatte. Die nachlassende Konkurrenzfähigkeit und Ertragskraft dieser Volkswirtschaften erschwert die Bedienung der Verbindlichkeiten der Unternehmen gegenüber den Banken. Hinzu kommt die daraus folgende Schwäche der privaten Schuldner, die aufgrund der Schwäche der Wirtschaft nicht mehr über das Einkommen verfügen, um besonders die Immobilienkredite bedienen zu können. Aber auch Frankreich hat mit der nachlassenden Ertragskraft seiner Unternehmen und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Das Wohl und Wehe der Banken hängt an der Ertragskraft der Realwirtschaft, wovon auch die Zahlungskraft der Beschäftigten als Immobilienschuldner abhängig ist. Ist die Wirtschaft in der Lage, die aufgenommenen Kredite zu bedienen, dann wird sich auch der Bankensektor in Europa erholen. Sollte aber der bisher achtjährige konjunkturelle Aufwärtstrend bald einmünden in einen wirtschaftlichen Abschwung mit Insolvenzen und zunehmender Arbeitslosigkeit, so drohen neue Gefahren für die Finanzwirtschaft, die sich selbst in Deutschland noch nicht von den Nachwehen der Krise hatte erholen können.

Ist zwar die Realwirtschaft der Auslöser der Erschütterungen in der Finanzwelt, so ist das Bankenwesen selbst der Verstärker solcher Entwicklungen. Die vergangene Finanzkrise war durch die Maßnahmen der Staaten und Notenbanken bereits stabilisiert, hätten nicht die Schutzmaßnahmen der Geschäftsbanken zu einer Krise der Realwirtschaft geführt. Die Austrocknung des Interbankenhandels, herbeigeführt durch die Angst, von anderen Banken mit in den Abgrund gezogen zu werden, und die Kündigung von Krediten gegenüber Unternehmen haben die Realwirtschaft in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht.

All dies aber hat mit der Geldschöpfung nichts zu tun. Im Gegenteil hat das Fluten der Märkte mit frischem Geld gerade in der Finanzkrise von 2007/8 die Stabilisierung des Finanzsektors bewirkt und das Austrocknen des Handels unter den Banken, d.h. des gesamten Zahlungsverkehrs verhindert.

Die Krise ist nicht durch Geldschöpfung entstanden, nicht durch neu geschaffenes Geld. Sie ist vielmehr entstanden durch das Vorhandensein von überschüssigem Geld. Die Finanzkrise hatte ihre Anfänge in Geld, das nach Anlage suchte. Zu Beginn der 2000er Jahre herrschte Anlagenotstand, d.h. es gab nicht genug lohnende Investitionsmöglichkeiten, die den Renditeerwartungen der kapitalstarken Anleger und Investoren entsprachen.

Da die Realwirtschaft nicht mehr genug Ertrag erwirtschaften konnte aufgrund der hohen Überkapazitäten in den Produktionsanlagen, drängte das Geld in die Finanzmärkte. Billionen von Dollar, Yen und Euro schwirrten nach dem Fall der Finanzmarktregulierungen um den Erdball und suchten lohnende Anlageformen.

Diesem Bedürfnis der Investoren und Anleger trugen die Finanzinstitute Rechnung mit dem Ausbau bereits vorhandener Finanzinstrumenten, aber auch mit Neuentwicklungen. Sie bündelten Immobilienkredite in Form von Zertifikaten mit hohem Zins, die sie an die Börsen brachten. In diese Zertifikate und die anderen neuen Anlageformen floss das Geld der Anleger. Aber es war bereits vorhandenes, bereits erwirtschaftetes Geld. Es war genau das Geld, das die Kritiker der Banken und Notenbanken als das „wahre“ Geld ansehen. Es waren in den Anfängen gerade die Geldmengen, die nicht von den Notenbanken kamen oder auf Kredit aufgenommen waren. Das kam erst später gegen Ende des Hypes. Es war das Geld, das auf den Konten lag und das mehr werden sollte. Es war das Geld, das seine Besitzer übrig hatten. Es war das Geld, von dem die Besitzer und Investoren wollten, dass es mehr wird. Denn das ist die innere Triebkraft des Kapitalismus: Die Kapitalverwertung. Kapital wird investiert, um mehr Kapital zu schaffen.

Rüdiger Rauls Buchveröffentlichungen:

Wie funktioniert Geld?
Kolonie Konzern Krieg – Stationen kapitalistischer Entwicklung
Zukunft Sozialismus oder die Grenzen des Kapitalismus
Die Entwicklung der frühen Gesellschaften – Die Geschichte Afghanistans
Was braucht mein Kind?
Späte Wahrheit (Prosa)

Herausgeber von:

Imre Szabo: Die Hintermänner (ein politischer Krimi)
Imre Szabo: Die Unsichtbaren (ein politischer Krimi)

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40 KOMMENTARE

  1. Notenbanken verleihen also Geld, das ihnen von den Zentralbanken zur Verfügung gestellt wird. Und ich dachte immer, die haben eine "Sterntaler" im Hof stehen, der die Kohle wie himmlisches Manna ins Hemd rieselt.                                                                                                                                    Ich glaube, ich geh' erst 'mal einen Tee trinken. P.S. Kann ich nur empfehlen Herr Rauls – Jiaogulan – der Tee der Erkenntnis.

    • GeschäftsBanken buchen Verbindlichkeiten an Forderungen und verlangen dafür auch noch Zinsen und Sicherheiten die sie bei Pfändung holen. Ausserdem wird der Kreditvertrag als Geldschöpfung Verbrieft und gehandelt. Warum nicht 3* kassieren wenn der USA souverän dies so befiehlt (die BIZ)

  2. Notenbanken und Zentralbanken sind dasselbe. Genauer lesen. Dann versteht man besser. Lesen, was geschrieben ist steht und nicht herauslesen, was man sich dabei denkt.

    • Sie sollten Ihre Zeilen vor der Veröffentlichung besser "genauer lesen".                                                                                                  "Aber dieses Geld, das sie (Anm.: die Notenbanken ) verleihen, wird ihnen von anderen Quellen wie …. Zentralbanken…. zur Verfügung gestellt."                                                                      Ich hoffe, das was Sie schreiben, ist auch das was Sie meinen. Oder etwa nicht?                                                                                                                                                                                            P.S. Wenn ich noch genauer lese, kriege ich Pickel.

      • Nein, Sie liegen falsch. dieses "sie", bezieht sich auf den Begriff Geschäftsbanken, einpaar Sätze weiter oben, was aus dem Sinnzusammenhang auch bei genauerer Lektüre hervorgeht. Aber ich gebe zu, dass es verständlicher gewesen wäre, wenn ich statt des Pronomens noch einmal das Nomen verwendet hätte.

        Ansonsten kann ich Ihnen wegen der Pickel nicht weiterhelfen. Ich kann Ihnen nur raten, meine Beiträge nicht mehr zu lesen, wenn Sie dagegen allergisch sind. Verstehe ich sowieso nicht, wie man sich das immer wieder antun kann, wo doch oben klar und deutlich mein Name steht. Lesen Sie es doch einfach nicht, es sei denn, Sie lieben Pickel und verabscheuen eine reinere Haut. 

        • @Rüdiger

          …es liegt in der Verantwortung des "Senders" einer Information, ob diese beim "Empfänger" so ankommt, wie gewollt.

          Ob das Gedachte auch das Gesagte und letztlich auch das Gemeinte ist, können nur Sie wissen.

          Daher würde ich an Ihrer Stelle nicht eine etwaige Neigung anderer Leute zu Pickeln als Alibi benutzen.

          • Das ist Quatsch. Wenn der Empfänger die Ohren auf Durchzug stellt, kann ihn doch niemand dazu bringen, dass etwas hängen bleibt von dem, was man ihm verständlich machen will. Zudem ist es nicht Sache des Senders, dem Empfänger die richtige Einstellung zu Meinungsaustausch zu vermitteln. Wenn der Empfänger nicht den Wert und Sinn von Diskussion für sich selbst sieht, nämlich in der Erweiterung der eigenen Erkenntnis und des eigenen Weltbildes, kann ihm das kein anderer vermitteln. Warum sollte es der Sender auch? Ihm kann es doch egal sein, ob der Empfänger einen Nutzen aus dem Meinungsaustausch zieht oder nicht. 

            Und ich bin nicht Ihr Kumpel @Rüdiger. 

  3. Deutsche Bundesbank: Endlich die volle Wahrheit über die Erzeugung von Geld aus dem Nichts bei der Kreditvergabe

    „ Wenn eine Bank einen Kredit gewährt kann sie diesen dadurch finanzieren, dass sie den entsprechenden Betrag an Buchgeld selbst schafft. Sie verbucht auf der Aktivseite ihrer Bilanz den gewährten Kredit als Forderung an den Kreditnehmer, auf der Passivseite ihrer Bilanz schreibt sie dem Kreditnehmer den Kreditbetrag auf dessen Konto als Sichteinlage gut.“

     

    Neu an dieser Darstellung ist das Eingeständnis, dass hier eine Geldschöpfung (-entstehung) bei den Geschäftsbanken ohne irgendwelche Voraussetzungen – wie Verfügung über ausreichende Spareinlagen – durch Kreditvergabe stattfindet.

    Mit anderen Worten: Die Banken scheffeln Geld aus dem Nichts/aus Luft, indem sie nach Unterschrift unter einen Kreditvertrag „Buchgeld“ auf einem Kundenkonto als „Sichteinlage“ gutschreiben. Mit einer simplen Buchungszeile am Computerbildschirm.

    Dieses Geld wird auch Giralgeld oder Fiatgeld (engl. fiat money) genannt. Letzteres abgeleitet vom lateinischen Bibelzitat aus der Schöpfungsgeschichte „Fiat lux!“; zu deutsch: „Es werde Licht!“.

    Fiatgeld ist ein Objekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient. Das Gegenteil von Fiatgeld ist Warengeld, das z.B. als Gold, Silber oder auch Tabak und Reis, neben dem äußeren Tauschwert auch einen inneren Wert besitzt, der unabhängig von Regierungserlässen ist, solange damit bezahlt werden darf.

    Und da ist noch etwas: Banken verleihen kein Geld (was sie eh nicht haben) sondern gewähren lediglich ähäm….'Kredit', das ist ein himmelweiter Unterschied. 

    Sie bündelten Immobilienkredite in Form von Zertifikaten mit hohem Zins, die sie an die Börsen brachten

    ——

    Mann, Mann, Herr Rauls, das waren Phantasieprodukte, hochtoxische Papiere,  die sie gutgläubigen Anlegern andrehten. Das war offener Betrug!

    Mit der neuesten Darstellung der Geldschöpfung seitens der Deutschen Bundsbank, imemrhin erst 3 Jahre (!) nach der Bank von England , ist der Schwindel aufgeflogen, über den der berühmte Autoindustrielle Henry Ford 1946 sagte: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Die gibt es zwar (noch) nicht. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Bürger aller westlichen Länder Jahrzehnte lang in eine ungebührliche „Zinsknechtschaft“ hineingezwungen wurden:

    Zinsen in ungerechtfertigter Höhe für eine einzige Buchungszeile am Computer!

    Die Geldschöpfung, also die Schaffung neuen Geldes, erfolgt über die Notenbanken. Sie allene lhaben die Hoheit des Gedldruckens. Dessen Einbringung in den Geldkreislauf erfolgt über die Geschäftsbanken, die das von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Geld an Kunden weiter verleihen.

    —-

    So, Herr Rauls jetzt sind wir bei der Systemfrage:

    In den USA fließen mehr als 85 Prozent des von der US-Fed hergestellten Geldes direktemang in die Kasino-Wirtschaft, also in die Wettbüros der Wall-Street Bankster.

    Und dann erklären Sie uns mal, wieso der Staat, die Geldausgabe privaten Bankstern anvertraut. Die stellen das Geld ohne Gegenwert her (zur Geld wird es erst durch die Schaffenskraft des Volkes, es ist also arbeits- und produktionsgestütztes Geld), verleihen es zu einem Niedrigzinssatz an ihre eigenen Geschäftsbanken, also die ähäm Märkte, und der Staat leiht sich dann von den 'Märkten' sein eigenes Geld mit einem erheblichen Zinsaufschlag zurück.

    DAS; Herr Rauls, nenne ich einen bombensicheren, risikolosen Deal für die 'Masters of the Universe', der sie so ganz nebenbei immer reicher und immer fetter (Fat Cats) werden lässt.

    Ich weiß ich weiß, der Staat, der Moloch, der kann mit Geld nicht umgehen und dann kommt sie, die Inflation und Geldentwertung.

    Komischer weise hat der US-Dollar, die Leitwährung der Welt, seit 1913, also seit der illegalen Einführung der von privaten Bankstern gegr. US-Federal Reserve, 97 Prozent seines Werte eingebüßt. 

    Am Rande der Währungskonferenz in Washington meinte der Herr Schäuble auf die Frage, wann denn Deutschland seine Schulden zurückgezahlt haben werde: "Hoffentlich nie!"

    "Zum letzten Mal sei das Land 1948 schuldenfrei gewesen, also nach Krieg und Diktatur."

    Ein Armutszeugnis für einen Finanzminister. Tja, aber da hat er mal ausnahmsweise die Wahrheit gesagt, der Herr Schäuble.

    Denn ab 1935 stellte der Mann, de ssen Namen man besser nicht ausspricht, sein eigenes, arbeitsgestütztes Geld her, also zinsfrei. Dies führte dazu, dass Deutschland bis 1938 zur wirtschaftlich stärksten Macht und zum wohlhabensten Land in Europa aufsteigen konnte, was natürlich heutzutage verschwiegen wird. Und das ganz ohne Staats-Schulden. 

    • Ist mir klar, Eddi

      Dann stell doch mal die LÜGEN RICHTIG, UND SCHREIB NEN ORDENTLICHEN KOMMENTAR DAZU!

      Dazu biste -wg. fehlendem Intellekt- allerdings nicht in der Lage.

       

    • "dann kommt sie, die Inflation und Geldentwertung"

      So? Wo isse denn, die Inflation? Seit Jahren predigen Leute Ihres Schlages, die Inflation herbei und merken anscheinend nicht, dass sie nicht kommt. Da sit der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber sie sind damit nicht alleine. Auch die Inflationstheoretiker der Elfenbeintürme hatten Jahrzehnte lang das Wachstum der Geldmengen als Auslöser der Infaltion gepredigt. Noch vor nicht allzu langer Zeit profezeiten sie eine Hyperinflation angesichts der ausufernden Geldmengen, die die Notenbanken schufen. Und wo ist sie, die Inflation?

      Japan ersäuft im Geld, das die NOtenbank seit dem Ende der 1980er Jahre in den Wirtschaftskreislauf pumpen will. Die feiern es ja schon als Erfog, wenn die Inflationsrate mal nicht negativ ist. Lesen Sie auch manchmal Zeitungen? Wirtschaftteil? Oder bewegen sie sich nur im Kosmos Ihrer verfransten Theorien? Haben Sie noch überhaupt Bezug zur Wirklichkeit? Oder ignorieren Sie alles an der Wirklichkeit, was Ihren Theorien nicht in den Kram passt?

      Denn entgegen all den Theorien und den Mentekeln über die Inflationsgefahren durch die Ausweitung der geldmengen steigt die Inflation nicht. Inzwischen sind sie alle still geworden, die großen Theoretiker aus den Elfenbeintürmen. Man hört nichts mehr von ihnen, und die armen Studentlein warten vergebens auf Modelle, die ihnen die Wirklichkeit erklären sollen. Denn sie können es sich selbst nicht erklären, was da vor sich geht. Sie können es nicht, weil sie nämlich nur Theorien kennen, aber sie verstehen den Kapitalismus nicht. Sie kennen nciht die inneren triebkräfte des Kapitalismus. Sie kennen nur die theorien, die sie sich notdrüftig zusammengeschustert haben und die immer weniger in der Lage sind, die Wirtklichkeit zu  erklären. Stattdessen leugnet man lieber die Wirklichkeit.

      • So? Wo isse denn, die Inflation? Seit Jahren predigen Leute Ihres Schlages, die Inflation herbei und merken anscheinend nicht, dass sie nicht kommt.

        ———

        Leute 'meines Schlages' reden die Inflation nicht herbei, sondern sie spüren sie.

        Im übrigen wäre die Inflation wesentlich höher, sofern 'die Pferde saufen würden', was aber nicht der Fall ist, weil wir in Europa eine schleppende Konjunktur haben. 

        Dafür bekommen wir irgendwann dann die Ketchup-Inflation. 

        Und es ändert auch nichts an der Tatsache, dass der US-Dollar seit 1913 insgesamt 97 Prozent seines Wertes eingebüsst hat.

        Und neben der vielen heißen Luft, die Sie produzierten haben Sie natürlich nicht die Frage meiner Fragen beantwortet; Die SYSTEMFRAGE. Wieso übergeben die Regierungen privaten Hochfinanzbankstern die Geldausgabe?

        Ohne dieses Betrugssystem könnten vermutlich alle Waren und Dienstleistungen um 40 Prozent billiger sein.

        Why the Fed & The National Debt Are Illegal 

        https://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/master_file/nationaldebt.htm

        • "Im übrigen wäre die Inflation wesentlich höher, sofern 'die Pferde saufen würden', was aber nicht der Fall ist, weil wir in Europa eine schleppende Konjunktur haben."

          Tolle Erkenntnis. Die Wirklichkeit wäre ganz anders, wenn sie nicht so wäre, wie sie ist. Und deshalb gibt es dann doch eine Inflation, obwohl es KEINE gibt? Und deshalb haben SIE trotzdem recht, obwohl sie falsch liegen. Wie soll man mit jemandem diskutieren, der die Wirklichkeit, so wie sie ist, nicht wahrhaben will, und sich immer eine andere zusammenhämmert, um die wirkliche nicht zu sehen und trotzdem Recht zu haben. 

          Hoffnungsloser Fall, dieser Mann

          • Herr Rauls,

            Werfen Sie keine Nebelkerzen, sondern beantworten Sie endlich meine Frage bezüglich des Betrugs 'Systems'. Die sog. 'Gretchenfrage'.

            Im übrigen ist es ja so, das wir sogar – entgegen ihren rhetorischen Reckübungen – selbst nach offiziellen Verlautbarungen  INFLATION haben; wobei allerdingd der berühmte WARENKORB GEKTÜRKT ist. 

            Anziehende Preise Deutsche Inflation so hoch wie seit April nicht mehr

            Anziehende Preise für Nahrungsmittel und Energie haben die Inflation in Deutschland auf das höchste Niveau seit dem Frühjahr getrieben. Die Teuerungsrate lag im August bei 1,8 Prozent.

            http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/inflation-deutsche-teuerungsrate-so-hoch-wie-seit-april-nicht-mehr-a-1167383.html

            Also eiern Sie hier nicht rum und versuchen Sie nicht, mich mit irgendwelchen faulen Taschenspieler-Tricks lächerlich zu  machen (Altbekannte Manier marxistischer Rhetorik)!

            Beantworten Sie einfach meine Frage!

            Müsste Ihnen doch leicht fallen.

        • Und wofon bezahlen Sie Ihre Rechnungen? von dem Geld, das Sie haben oder das Sie haben KÖNNTEN. Und bekommen Sie dafür Brötchen oder für das Geld, das Sie zahlen KÖNNTEN? Den Bäcker könnten Sie mir mal nennen. Zu dem geh auch.

          • Und wofon bezahlen Sie Ihre Rechnungen?

            ——

            Mit Blüten, mit offiziellem Falschgeld – aus abgestandener Luft (ohne realen Gegenwert) gedruckt. 

          • Wann waren Sie das letzte mal vor der Tür beim Einkaufen, Herr Rauls?

            Ich helfe Ihnen mal mit praktischen Beispielen:

            1 Stk. Butter:   2016 = 0,99€   2017 = 1,69€ = +70%
            1 Stk. Gurke:   2016 = 0,45€   2017 = 0,69€ = +53%
            1 Port. Döner:  2016 = 3,50€   2017 = 4,00€ = +14%
            1 kWh Strom:  2016 = 0,27€   2017 = 0,29€ = +7,5%
            1 kWh Strom:  2017 = 0,29€   2018 = 0,31€ = +7%

            Alles Dinge, die man nur seeehr selten braucht! Deswegen fällt die Inflation gar nicht in's Gewicht – stimmts?

            Übrigens: Gerade beim Strom (und einer Latte anderer Alltagsdinge) fällt in den letzten Jahren auf, dass die Preissteiferungen kontinuierlich 5 – 7 Prozent pro Jahr betragen. Das entspricht ziemlich genau dem erwarteten Zins (Dividende) der Kapitalanleger. Und diese wollen als "Preis des Geldes" mindestens den Kaufkraftverlust sehen, sofern ihre Investments keinen Verlustrisiken unterliegen – wie beim Strom durch Gesetze (= staatliche Bürgschaften) für die nächsten 20 Jahre der Fall.

            Aber schlafen Sie schön weiter!

        • Inflation: dem liegt ein Warenkorb zur Berechnung zu Grunde: nicht nazionale sondern globale Preise somit ist der warenkorb Rechner nur ein Schönrechner Dankeschön 

  4. Zudem erschwert eine weitere Eigenart des Kapitalismus ein planbares Wirtschaften. Das ist die Konkurrenz.

     

    Problem: In einigen Bereichen gibt es ein Staatlich  geschütztes Kartel. Man blickt auf die Tankstellen wo das Kartelamt nichts finden darf, da der Staat prozentual mit einer hohen Steuer beteiligt ist.Würde dort Konkurrenz den Preis nach unten treiben, hätte der Staat/Regierung viel weniger einnahmen. Das gleiche ist mit einer Pkw-Maut zu erwarten und das obwohl hier jeder schon die Lkw-Maut üvber die gelieferten Waren mitbezahlt.  

    • In welchen Bereichen gibt es denn staatlich geschützte Kartelle? Es gibt vllt. Wirtschaftsbereiche, in denen der Staat die Kartellbildung nicht nachweisen kann. Das ist aber ein Unterschied zu einem staatlichen Schutz. Auch an den Tankstellen sind die Preise doch im Vergleich zu ihren Höchstständen zum Teil deutlich zurückgekommen. Wie verträgt sich das mit Ihrer Behauptung, dass der Staat aus Rücksicht auf Steuereinnahmen die Konzerne dabei unterstützt, den Preis künstlich hoch zu halten? Wäre er an höheren Steuereinnahmen interessiert, könnte er den Preis für Treibstoffe festsetzen, wie es z.B. in Luxemburg gemacht wird. dort gibt es im ganzen Land an allen Tankstellen denselben Preis.

      Wieso untersucht dann das Kartellamt aktuell die Preisgestaltung bei der Lufthansa, wenn es doch dem Staat darum gehen sollte, dem Bürger möglichst viel an Steuern abzuknöpfen? Wenn die Lufthansa an höheren Preisen gut verdient, verdient doch auch der Staat gut an der Besteuerung der Lufthansa-Gewinne, würde also der ihm unterstellten Steuergier gerecht werden. Klar, braucht der Staat Steuern, um das Funktionieren der Gesellschaft zu ermöglichen. Aber er macht das doch nicht aus Selbstzweck. Es ist doch nicht die Absicht eines Staates, seine Bürger zu schinden. Wenn dem so wäre, gäbe es kein Kindergeld, keine Sozialhilfe, keine schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Straßen, Brücken usw, Das könnte er sich alles sparen, wenn ihm die Situation seiner Bürger egal wäre. 

      Der Staat ist die Verwaltung der Gesellschaft, einer Gesellschaft, die sich immer mehr durch die unterschiedlichen Interessen der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen in Auflösung befindet. Der Staat versucht, diese unterschiedlichen Interessen zu bedienen, damit der gesellschaftliche Friede weitestgehend erhalten bleibt. Das macht er nicht aus Nächstenliebe sondern weil er die herrschende Grundordnung im Interesse der herrschenden Klasse erhalten muss. Diese Begriff mag so manchem nicht gefallen, aber es fällt mir kein besserer ein, der die Verhältnisse besser beschreiben könnte. Wenn also dem Staat etwas vorzuwerfen wäre, dann, dass er das Interesse dieser herrschenden Kreise vertritt. Aber das ist die Aufgabe eines jeden Staates, des sozialistischen genau so wie die des feudalistischen oder auch des kommunistischen. Ihre Aufgabe ist immer der Erhalt der bestehenden Ordnung. Der Ausweg aus dieser Situation ist nicht das Herummäkeln am Staat sondern die Neugestaltung der gesellschaftlichen Grundordnung nach anderen Prinzipien.

      • "Klar, braucht der Staat Steuern, um das Funktionieren der Gesellschaft zu ermöglichen. Aber er macht das doch nicht aus Selbstzweck. "

        Klar macht die Politik das heute aus Selbstzweck . Die Politik bedient sich um das Wohlergehen der Politiker willen, die Ausweitung ihrer Macht und heute ganz eklatent um die Gewinne der Konzerne zu maximieren und ihre perverse Ideologie zum Maßstab der Welt zu machen .

        Der Mensch hat doch schon Dreiviertel des Weges zum perfekten Sklaven hinter sich .

        • Ich würde den Job von Merkel für das Geld nicht machen, das sie verdient. Jeder Sparkassendirektor hat mehr, hat pünktlich Feierabend und am Wochenende frei, und vermutlich wird kaum jemand so vieil an ihm rummäkeln wie die Bürger dieses Landes. Auch wenn die Politik der Kanzlerin nicht meinen Interessen entspricht, so ist es doch falsch zu sagen, dass sie das alles nur ihrer selbst wegen macht. Da könnte sie wie so mancher andere Politiker auch in der freien Wirtschaft viel mehr für sich an Land ziehen, siehe Schröder, Koch, Pofalla und andere.

          Was ist denn ein perfekter Sklave? Und wieso hat der Mensch schon Dreiviertel des Weges dazu hinter sich, wieso nicht 4/5 oder 1/3 oder 99/100? Wie misst man denn so etwas? Das hört sich zwar dramatisch an und gefällt sicherlich den Profeten des Weltuntergangs, ist aber Unsinn. Erkenntnis ist angesagt, nicht Drama und Übertreibung.

          • Ich würde den Job von Merkel für das Geld nicht machen, das sie verdient. 

            ——

            Das brauchen Sie auch nicht. Der ehealigen Stasi-Braut (Im Erika) wurde der Job von US-rael sozusagen 'anempfohlen'.

            Sie ha bisher exzellente Arbeit für ihre Auftraggeber geleistet. 

          • "wieso nicht 4/5 oder 1/3 oder 99/100"

            Ihnen fehlt die Vorstellung von Freiheit . Natürlich gibt es auch Menschen, die sich erst als Sklaven frei fühlen .

      • @Rüdiger 

        Um diese Neugestaltung einzuleiten benötigt es ein völlig anderes Geldsystem. Ein Geldsystem was fundamental Umgestaltet nach anderen Spielregeln funktioniert,als unser jetziges. Ein System in dem Geld anders verstanden wird als es bisher der Fall war. 

        Dieses neue Geldsystem wird folgende Attribute aufweisen:

        – Es bedarf keine Steuern und SV-Abgaben mehr um die Gesellschaft in Fluss zu halten ,logischerweise Bedarf es dadurch keiner Finanzämter mehr

        – Es bedarf keiner Banken (Geldfinanzhäuser) mehr um zu funktionieren. 

        -Es Bedarf keiner Mieten und Existenzgebühren mehr 

        – Bei Überfluss an Gütern & Ressourcen kann kostenlos konsumiert werden, OHNE dabei die Produzenten & Arbeiter zu benachteiligen, im Gegenteil!! 

        -Asymetrische Preisbildung  für ein und das selbe Produkt wird bei Mangel möglich sein 

        – Das Bedingungslose Grundeinkommen wird mühelos finanzierbar sein , und im Verlaufe der Zeiten immer weiter steigen ,je fortschrittlicher die menschlichen Kulturen werden 

        – Es gibt keine Patente mehr auf Erfindungen ,sondern alles Wissen ist frei verfügbar für jedermann der etwas über die neuste Erfindung wissen und sie nachbauen will. 

        – diese "Währung" die für dieses neue System verwendet wird, ist Weltweit die gleiche also eine Weltwährung, unterliegt keinen Wechselkursen , kann aber gleichzeitig für jeden Staat und jeden Flecken der Erde so flexibil Regional gestaltet werden wie nur möglich ,nach regionalen Bedingungen. Also Messbar und regional Flexibel GLEICHZEITIG 

        Ja das was hier beschrieben wird hört sich Utopisch an .. ist jedoch absolut Realistisch ,wenn die Spielregeln des Geldsystems an fundamentalen Stellen umgestaltet werden und das ist möglich. Selbst Ich als nur mittelmäßig begabter Mensch verstehe dieses neue System und damit bin ich manchen "Intelligenzbestien" da einen Schritt voraus. 
         

         

         

        • Wem trauen Sie eine solche (wünschenswerte) Umgestaltung des Finanzsystems zu? Welcher Staat, welche Organisation oder Institution verfügt über die dafür notwendige Macht?                                                     Hat uns nicht die Vergangenheit gelehrt, dass alle Versuche das bestehende System zu ändern oder auch nur aus diesem auszusteigen gescheitert sind?                  Und zwar auf eine Weise, die  mögliche Nachahmer abschreckt.                                                                                                                                                             Ein "Abstecher" in die Religionen  –  Der Prophet einer Wüstenreligion hat seine Gläubigen mit folgenden Worten eingeschworen:                                                                                                   "Alle Träume, alle Güter – wenn es sie gibt, dann gibt es auch die Möglichkeit, sie zu erreichen."                                                                                                              Eine solche Konditionierung der Gläubigen führt vorrangig zum Streben nach Besitz und hierin werden wir immer die Ursache für Unfrieden finden, weil es immer Menschen gibt, die nicht genug bekommen.                                                                                                                          Prekärerweise hängt die Menschheit diesem "Weltbild"  in zunehmenden Maße an, Materialismus ist zur Religion geworden.                                                                     Was wir brauchen ist nicht ein neues Finanzsystem, sondern ein neues Bewußtsein, einen Paradigmenwechsel ( so utopisch sich das anhören mag) .                                                                                                                                                                                                                      Abschließend stelle ich (auch an den Autor ) die Frage: Wie kann es sein, dass die verbliebenen 4 Staaten, die sich als einzige bislang nicht dem System der Zentralbanken angeschlossen haben, das sich (nachweislich)  in Händen von Privatbankiers befindet und nicht in Staatsbesitz, wie kann es sein, dass sie über die Weltmedien zu Schurkenstaaten erklärt wurden?

          • @ edmundotto 

            sie widersprechen sich in einem Punkt selbst,. Sie sagen Materialismus ist zu einer Religion geworden was ja auch stimmt .. je mehr ich anhäufe um so mehr habe ich. 
            Das liegt aber nun mal auch am Geld & Finanzsystem welches dieses Denken enorm befeuert wie Spiritus das Feuer.  Geld als solches wird in den Grundfunktionen des Geldes als "Maßstab" angespriesen ,was jedoch die größte Täuschung und damit der Größte Betrug seit der Erfindung des Geldes als Ressource ist.

            Richtig Geld wird als Ressource angesehen und eben NICHT als Maßstab .. wir tun Quasie so als würden wir mit dem Geld eine Ressource wie Gold oder Silber untereinander tauschen und wir bewerten wirkliche Ressourcen wie Metalle oder Öl/Gas oder tägliche Verbrauchsgüter wie Lebensmittel mit einer Gegenressource welches wir als Geld kennen.

            Das ist so dumm und bescheuert das es kaum jemand merkt. 
            nach dieser allgemeinen Logik: müsste man ein Holzbrett mit einer Resscoure wie Äpfel oder Kohlebriketts Messen und sagen: " joah mein Holzbrett ist so & so viele Äpfel lang und so viele Äpfel breit" weiß man dadurch die Tatsächliche Länge und Breite des Holzbrettes ??? Nöö 

            "Mein Holzbrett ist 44 Kohlebriketts lang und  13 Kohlebriketts breit"  ist das eine Aussage mit der man etwas anfangen kann ??  nein mit Sicherheit nicht 

            man nimmt einen Zollstock  einen wahren Maßstab misst das Brett in Meter und Zentimeter und jeder weeiß wie lang und breit das Brett ist ,oder hat eine Vorstellung davon 

            DAS ist ein wahrer MAßstab und so muss meiner Meinung nach das Geld des 3.Jahrtausends funktionieren  ein PERSÖNLICH gebundenes Geld in Form von Meter & Zentimeter welcher ein Mensch für jede Handlung die er tut bekommt und gebunden an seinen Geist ist. also NICHT tauschbar .. so wenig tauschbar wie die Blutwerte des Menschen, so wenig tauschbar wie das Gehirn des Menschen.
             

  5. Die Standardliteratur und die Quelle allen Wissens des Autors, scheint die FAZ zu sein.

    Wer die FAZ kennt, der weiß, dass sie spätestens mit der Ära Schirrmacher ihre Objektivität aufgegeben hat. In der Nach-Schirrmacher-Ära gab es ein vereinzeltes Aufflackern, doch leider ist es dabei geblieben.

    Die letzte deutsche Zeitung mit Kompetenz, die sich umfassend mit Wirtschafts- und Finanzfragen beschäftigte war, die FTD. Sie war keinesfalls überall beliebt, aber sie genoss Achtung bis in die höchsten Börsenkreise.

    In Abwandlung eines Spiegel-Spruches war (und ist) die FAZ das Blatt für Lischen Müller und die FTD das Blatt für Frau Dr. Lisa Müller.

    Bei dem bisherigen Dreiteiler des Herrn Rauls, kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass er die Realität bewusst ignoriert.

    Bei der schreibenden Zunft entsteht in der heutigen Zeit natürlich die Frage, macht er das, weil er es nicht besser weiß oder für eine Apanage.

     

     

    • Nein, er kann Sie beruhigen: Er weiß es nicht besser. SIE aber auch nicht.

      Interessant aber ist, dass Sie mir einerseits mangelnden Realitätssinn vorwerfen, andererseits aber mir doch so viel Nähe zur Realtiät zuzutrauen scheinen, dass ich den Wert des Geldes doch wohl sehr zu schätzen weiß, wenn Sie vermuten, dass ich mich für meine Meinungsäußerung hier bezahlen lasse. Würden SIE mich für das bezahlen, was ich hier verzapfe? Warum sollten das andere tun? Werden SIE bezahlt für das, was Sie hier zum besten geben. Das Thema Geld scheint gerade bei denen sehr hoch zu stehen, die nach außen es immer verächtlich abtun.

      Die einzigen, die mich dafür bezahlen, sind die Käufer meiner Bücher und das ist nicht üppig. Auch dafür würde es sich nicht lohnen, mir so manches hier anhören zu müssen, das sowohl inhaltlich als auch persönlich mitunter unter aller Kanone ist. Aber wissen Sie, weshalb ich das mache? Ich mache es, weil ich viel lerne aus diesen Auseinandersetzungen. Ich lerne daraus, wie andere die Welt und diese Themen sehe und ich lerne daraus zu argumentieren. Ich habe es nicht nötig, Menschen persönlich anzugreifen, nur weil sie anders denken als ich, auch wenn ich zugegebenermaßen manchmal sehr polemisch bin. Ich höre mir an, was sie sagen und überprüfe, was an diesen Ansichten richtig und falsch ist und vor allem, wie man das Falsche als falsch erkennbar machen kann. 

      Und dabei hilft mir unter anderem die FAZ. Ich teile nicht deren Weltbild oder Meinungen. Aber anhand der Meldungen wie z.B. zur Inflation in Japan kann ich überprüfen, ob meine Ansichten sich decken mit den Fakten. Das scheint ja heute bei den meisten Menschen keine Rolle mehr zu spielen, ob sich ihr Bild von Wirklichkeit auch tatsächlich deckt mit den Tatsachen in der Wirklichkeit.

      Theorien in die Welt hinausblasen, kann jeder, besonders in den Elfenbeintürmen eine sehr beliebte Übung, z.B. bei der von Ihnen anscheindend so verehrten Frau DR. Müller. Nur, viel zu wissen ist EINE Sache, die andere ist, etwas zu verstehen. Meine Erfahrung ist die, dass viele Akademiker und Intellektuellen besonders in den gesellschaftswissenschaftlichen Fragen viel Wissen in sich hineingepresst haben, aber sie verstehen wenig, können wenig Zusammenhänge erkennen, herstellen und darstellen. Bezogen  auf mein Lieblingsthema Inflation, sind sie nicht in der Lage aus der Vielzahl ihrer theorien und Fakten eine schlüssige und auch unter den neuen Bedingungen gültige Erklärung für die Inflation abzugeben. Deshalb ist Schweigen dazu von den Lehrstühlen. Denn es ist mittlerweile so offensichtlich, dass die geldmengen als Ursachen der Inflation nicht mehr herhalten können. Aber was anderes haben sie nicht in der Hand.  Und nun verstehen sie die Welt nicht mehr, wenigstens was die Inflation angeht.

      • @ Rüdiger Rauls

        Das große ganze Problem ist ,das man Geld als Ressource sieht ,
        es in den Grundfunktionen des Geldes aber als Maßstab deklariert 
        was die größte Täuschaktion in der Geschichte des Geldes darstellt. 

        Geld als Ressource kann unmöglich als Maßstab funktionieren und somit unmöglich als eine Weltwährung ..  außer man will die Erde durch Weltkriege zerstören .. wie ein chemisch instabiles Element was gleich wieder in sich zerfällt 

  6. hm… Inflation = Geldentwertung passiert immer dann, wenn irgendwo im Geldkreislauf etwas schmarotzt. Wobei aufgrund der ungeheuren Geldmengen die gedruckt werden und dem was tatsächlich im Umlauf ist, wohl niemand genau berechnen kann, was der Parasit so wegfuttert, außer ihm selbst, versteht sich.

    Beispiel Euro. Zuerst wurden die Preise ca. halbiert, keine drei Jahre später hatten sich die Euro-Preise den DM-Preisen fast angeglichen, dabei stieg weder der Wareninhalt noch die Löhne, reicher ist in den unteren Etagen auch niemand geworden und Schulden wurden auch nicht abgebaut. Also, wo ist die Kohle geblieben ? Sie wurde vom Markt abgezweigt.

    Ich denke Inflationen, sind künstlich erzeugte Instrumente um Geld zu klauen, ganz einfach. Oder halt umgekehrt, wird geklaut, entsteht eine Inflation.

    Falsch ?

    • @ Mona Lisa 

      Das Problem mit der (Hyper)inflation und Deflation gäbe es bei einem Geldsystem auf Maßstabbasis wie dem ,Ich nenne ihn den "Handlungsmeter" gar nicht , da persönlich gebundenes Geld nicht getauscht werden kann und somit auch nie die Möglichkeit einer Inflation/Deflation entsteht. 

      Handlungsmeter =  durch eine Handlung bekommt der Mensch Zentimeter/Meter gutgeschrieben 
      Durch Konsum eines knappen Gutes werden Handlungsmeter des jeweiligen Mensch
      vernichtet und zwar nach dem Auktionsprinzip.                                                                           Wenn kein Mangel an einer Ware , eines Gutes besteht  kann kostenlos konsumiert werden.

       

  7. @Dietrich von Bern

    zum Thema Geld und Inflation auf meine Frage, wie SIE denn Ihre Rechnungen bezahlen:

    Originalton DvB:

    Mit Blüten, mit offiziellem Falschgeld – aus abgestandener Luft (ohne realen Gegenwert) gedruckt.“

    Aha! Und für diese abgestandene Luft(ohne realen Gegenwert) erhalten SIE also beim Bäcker Ihre Brötchen? Ist das kein Gegenwert? den Hungernden der Welt wären solche Werte, die SIE anscheinend gering zu schätzen scheinen, sehr viel wert. Die ganze Welt wickelt also ihre Barkäufe und Zahlungsverkehr ab mit abgestandener Luft? Das ist Weltfremdheit oder Rechthaberei in ihrer reinsten Form. Sie scheinen noch nicht einmal zu merken, wie sehr Sie sich selbst widersprechen und in krausen Theorien verrennen.

     

    @GEZwungener

    Sie sind ja schon einmal wenigstens so schlau, Beispiele für Preissteigerungen zu bringen. Aber auch damit kann man gekonnt und geschickt manipulieren. Denn einerseits kann man Beispiele aussuchen, die die eigene Behauptung belegen. Dann kann man dazu noch einen passenden Zeitraum auswählen, der zu belegen scheint, was man behauptet. Dadurch entsteht der Anschein von Richtigkeit. Nur: Wählen Sie beispielsweise für den Preis IHRES Beispiels Butter einen längeren Zeitraum, so werden Sie feststellen, dass deren Preis über die Jahre gefallen ist. So ist es mit vielen andern Waren auch. Wissen Sie das nicht oder passt es IHnen nicht, weil es nicht Ihre Behauptung stützt?

    Also wenn ich vor die Tür gehe, was Sie mir unterstellen, dass ich es nicht tue, dann sehe ich sehr oft in sehr vielen Schaufenstern großformatige Ankündigungen von zweistelligen Preissenkungen. Da kann man natürlich auch gleich wieder Betrug dahinter sehen, wie hier für einige die ganze Welt ja anscheinend nur daraus zu bestehen scheint. Aber mir scheint es eine Tendenz gerade im Einzelhandel, die eine Entwicklung zu stetig nachgebenden Preisen offenbart. Eine andere Sache ist das GEFÜHL, dass alles teurer wird. DAs ist aber so alt wie die Behauptung, das früher alles besser war. In diesem Gefühl drückt sich aber auch aus, dass es immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die sich aufgrund ihres geringen Einkommens vieles nicht mehr leisten können.

    Alle Preise unterliegen Schwankungen und Konjunkturen. Im Sommer ist das Obst billiger als im Winter usw. Das ist nun mal im Kapitalismus so. Stromkonzerne mit ihrem Gebietskartell können die Preise anders strecken als die kleinen Bäcker, die sich gegenseitig im Konkurrenzkampf ruinieren. Und Mangelware muss halt teurer bezahlt werden als der Massenartikel, weil dafür der Kunde auch mehr bereit ist auszugeben. Wer sich als erster mit dem neuesten i-phone brüsten will, muss dafür ordentlich latzen und zudem noch mehrere Nächte vor dem Laden schlafen. Wer so dämlich ist, der soll auch ordentlich zahlen, sagt sich apple (zu recht).

     

    Inflation ist ein dehnbarer Begriff, in den jeder hineinlegen kann, was er gerade braucht, um Recht zu haben. Einmal wird er benutzt im Sinne von Preissteigerung. Ein anderes Mal steht er für den Schrecken, den besonders die Inflation in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg verbreitete. Da ging es nämlich ums nackte Überleben und nicht um Rechthaberei. Da hatte der Begriff Inflation einen sehr realen Gegenwert und war keine abgestandene Luft (DvB). Inflation bedeutete lebensbedrohende Zustände. Aber die Inflation der 1920er Jahre in Dtld oder in Zimbabwe heute mit ihren Preissteigerung von Millionen von Prozenten haben ganz andere Hintergründe (wen es wirklich interessiert) als das, was hier mit Preissteigerungsraten von 1,8% fälschlicherweise als Inflation bezeichnet wird. Das ist ganz normale Preissteigerung, Versuche von Unternehmen und Unternehmern, die Marktlage zu nutzen, um mehr Gewinn aus ihren Produkten herauszuschlagen.  

    • soll heißen, die Schere zwischen Arm und Reich, viel mehr Superarme und viel weniger Superreiche, haben mit stetiger Preissteigerung / Inflation nix zu tun ? Bis zu wieviel Prozent Preissteigerung sind denn "normal" und darf man von Inflation erst dann sprechen, wenn's für, sagen wir 80% Lebensbedrohlich wird ?

      Sie haben sich da eine merkwürdig verwaschene, bieg- und dehnbare Sicht auf die Dinge gebastelt.

      • Sie scheinen nicht zu verstehen, worum es hier geht. Es geht nicht um moralisierende Empörung sondern um den Unterschied zwischen Inflation und Preissteigerung. Jede Inflation geht mit steigenden Preisen einher, das ist richtig. Aber nicht jede Preissteigerung hat Inflation als Ursache. Gerade die unsachgemäße Verquickung beider Begriffe führt zu der Verwirrung, die über das Thema Inflation herrscht, was ich weiter oben versucht habe zu erklären. Aber wenns Sie wirklich interessiert, wie das ganze zusammenhängt, kann ich Ihnen nur mein Buch empfehlen. Man wird nicht dümmer davon, vielleicht ein wenig ärmer (Sie). Ich dafür ein bisschen reicher.

      • Ach so läuft das hier! Wir sind auserkorene Marketing-Subjekte. Wer "nicht kapiert", kann das "dann bin ich auch klüger"-Buch kaufen.

        Habe vor vielen Jahren mal paar Semester Marketing studiert. Könnte mich nicht entsinnen, dass es zu irgendeiner Konzeption gehörte, den potentiellen Kunden vor einer Offerte erstmal rund wie ein Buslenker zu machen und ihn als blöd zu beschimpfen.

        Ist das neu? So eine Art "WarmUp"?

        Daran hätte ich fachliches Interesse, Herr Rauls. Schließlich lernt man gern dazu. Oder können Sie ein Buch empfehlen?… 🙂

    • @R.Rauls

      Mal ernsthaft mit Ihrer Denke betrachtet:
      Richtig! Temporäre Preistreibereien einzelner Markteilnehmer sind keine Inflation. Allerdings sind diese auf Dauer im Wettbewerbsumfeld nicht durchsetzbar und regulieren sich wieder. Hingegen wirken nachhaltige Preisanstiege (z.B. durch Monopole) durchaus inflationär.

      Inflation wird allgemein in der Ökonomie als "üppige Ausweitung & infolge Entwertung des Geldes" angenommen. Andere Ursachen können Vertrauensverlust usw. usw. in eine Währung sein.

      Dinge mit einem (Nutz-)Wert, haben prinzipiell einen Preis. Bei wenigen Ausnahmen ist der Preis Null. Nämlich bei:
      – Allgemeingut, von dessen Nutzen niemand ausgeschlossen werden kann (wie Luft, Mondlicht, Vogelzwitschern)
      – Dinge, die im Überfluss vorhanden sind oder einen geringen Nutzen haben (wie Meerwasser usw.)

      Alles andere hat einen Preis! Der Preis des Geldes ist der Zins. Letzterer liegt schon länger bei Null. Es kann demnach gefolgert werden, dass es Geld in solchem Überfluss gibt, dass man keinen Preis mehr dafür zu zahlen bereit ist. Die Wertschätzung des Geldes ist also insgesamt gesunken.

      Hingegen steigen Güter "mit Wertschätzung" im Preis – zumindest, wenn man deren Preis in Geldeinheiten betrachtet. Und geht man nun weiter davon aus, dass Butter oder Gold weder "knapper" noch sonderlich beliebter geworden sind, sich deren Preis in Geldeinheiten aber dennoch verdoppelt, dann darf man durchaus an Geldentwertung = Inflation denken.

      Oder warum hat Ihrer Ansicht nach "Geld" einen Preis von Null ?

      • WO sage ich denn, dass Geld einen Preis von "Null" hat? Geld selbst hat überhaupt keinen eigenen Preis, sondern im Geld stellt sich der Geld-Wert anderer Waren dar. Geld ist nur ein Indikator für den Wert von etwas anderem. Was einen Preis hat, ist Kapital, also Geld, das verliehen oder investiert wird. Das sehen Sie am besten, wenn Sie Geld unter Ihr Kopfkissen oder ins Schließfach legen. Es wird nicht mehr.

        So wie diese Behauptung enthält Ihr Beitrag viele Annahmen, die für mich nicht nachvollziehbar sind. Vllt liegt das auch nur an unterschiedlichen Herangehensweisen:

        "Die Wertschätzung des Geldes ist also insgesamt gesunken." Wie kommen Sie denn darauf? Kann ich nirgendwo feststellen. Im Gegenteil: Alles dreht sich doch nur noch ums Geld. Es ist richtig, dass es Geld im Überfluss gibt. Aber nur weil der Zins bei Null liegt, heißt das doch nicht, dass dem Geld keine Wertschätzung mehr zukommt? Der Begriff der Wertschätzung hat einen moralischen-psychologischen Anstrich. Das ist aber bei Sachfragen nicht hilfreich. Der Zins liegt bei Null, weil die Nachfrage nach Kredit wesentlich geringer ist als das Angebot an Kapital. Das ist wie mit den Brötchen. Je mehr es gibt, um so niedriger der Preis. Warum soll das beim Kapital anders sein? Das ist das Gesetz, das im Kapitalismus herrscht. Je größer das Angebot um so geringer der Preis. Und Kapital ist genau so eine Ware wie Brötchen, gehorcht denselben Marktgesetzen.

        Mir ist nicht klar, was Sie unter Inflation verstehen. Sie scheint bei Ihnen dasselbe zu sein wie gesamtgesellschaftliche Preissteigerung, die von der herrschenden Wirtschaftswissenschaft als Inflationsrate bezeichnet wird. Nüchtern betrachtet, also rein nach dem, was sachlich ausgedrückt werden soll, ist es dasselbe. Eine gesamtgesellschaftliche Preissteigerung von 1,5% wie zuletzt in Deutschland kann auch als Inflationsrate von 1,5% bezeichnet werden. Rein inhaltlich ist da kein Unterschied.

        Nur: Der Begriff „Inflation“ hat, wie ich oben schon versuchte zu erklären, neben dem rein sachlichen Inhalt auch eine emotionale Botschaft. „Inflation“ hat besonders bei der älteren Generation auch den Schrecken von Inflation im Schlepptau, fast gleichbedeutend mit Krieg, Hunger und Pest. Vielleicht ist das heute nicht mehr so tragend. Wenn man sich aber der Inflation sachlich nähern will, ist angesichts einer „Geldentwertung“ von 1,5% das Bedrohliche, das einige darin mitschwingen lassen, unangemessen. Es sei denn, dass es dann doch darum geht, ein Gefühl der Bedrohung entstehen zu lassen.

        Aber diese Panikmache, wenn sie denn erreicht werden soll, ist unredlich. Erstens erfasst nicht alle Waren eine Steigerung von 1,5%, sie ist ein Durchschnittswert, was besagt, dass anderes auch billiger wird, wie z.B. die Butter über Jahrzehnte immer billiger wurde bis auf die letzten Monate, nun aber auch schon wieder am sinken ist. Zudem hatten wir in den letzten Jahren Inflationsraten von unter 1%. Es gab in der deutschen Geschichte seit dem Ende des Krieges keine Zeit, in der die Inflationsrate so niedrig war wie in den letzten Jahren. Nicht dass ich einem Anstieg der Preise das Wort reden würde, anders als bspw. Wirtschaftsvertreter, Wirtschaftswissenschaft und Regierung. Aber trotzdem muss man den Tatsachen gerecht werden, um zu einer angemessenen Einschätzung der Situation zu kommen statt in kopflose Panik zu verfallen.

        • @R.Rauls

          Danke für Ihre umfassende Antwort. Ich kann Ihnen insoweit folgen und zustimmen, dass natürlich die unexakte Verwendung ökonomischer Begriffe zu Missverständnissen in der Debatte führen kann. Die deutsche Sprache bietet ausreichend Vokabular, um sich konkret und unmissverständlich auszudrücken. Allerdings diskutieren Sie hier mit Otto-Normal um's Prinzip und nicht mit Chef-Volkswirten oder H.W. Sinn. Daher bitte nicht jeden Volksmund direkt auf die Goldwaage legen, wie ein Staatsanwalt.

          Also:

          "Die Wertschätzung des Geldes ist also insgesamt gesunken." Wie kommen Sie denn darauf? Kann ich nirgendwo feststellen. Im Gegenteil…"

          Ich bitte Sie! Natürlich sinkt "die Wertschätzung des Geldes"! Geld ist (auch) ein Wertaufbewahrungsmittel, neben seiner (Haupt-)Rolle als universelles Tauschmittel. Denn schließlich kann man Kartoffeln heute gegen Geld tauschen, das Geld unterm Kissen 2-3 Jahre liegen lassen und es dann wieder gegen frische Eier tauschen. Das ginge mit den Kartoffeln nach 3 Jahren nicht mehr!

          So und nun die Gretchenfrage an den Fachmann:
          Wieso wollen die Leute vermehrt ihr Geld unbedingt loswerden? Loswerden i.S.v. umtauschen in Sachwerte. Kaufen wie bekloppt Edelmetalle, Aktien, Immobilien, Kunst oder Schmuck? Sanieren luxuriös ihre Hütten, machen ausgedehnte Kreuzfahrten usw.??? Weil ihre Wertschätzung dem Geld gegenüber gestiegen ist? Und hiermit meine ich speziell gegenüber der Eigenschaft des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel. Eher doch nicht, oder?

          Gäbe es keine sogenannte "Preissteigerungsrate" – und ich bleibe derweil dabei, dass diese inflationär ist, wenn auch nicht so, wie in Oma's schrecklicher Erinnerung – dann würde kein Mensch Goldbarren zur häuslichen Lagerung haben wollen. Konstante Preisniveaus würden Geld zum besten und flexibelsten Wertaufbewahrungsmittel machen.

          Gäbe es keine Ausweitungen der Geldmenge über das Maß der zusätzlichen Güterproduktion hinaus, gäbe es auch keine regelmäßigen gesamtwirtschaftlichen "Preissteigerungsraten" – vielleicht temporär mal im Einzelfall, jedoch nicht auf Dauer. Denn wenn einer Geldmenge eine bestimmte Menge Güter & DL gegenüber steht, bleiben Preise (ceteris paribus) konstant.

          Natürlich würden in diesem Szenario Preise auch steigen können, jedoch nur dann, wenn die Nachfrage steigt, oder das Angebot sinkt. Allerdings ist der Kapitalismus hier sehr reagibel. Bei z.B. steigender Nachfrage, mit welcher vermeintlich höhere Preise erzielt werden könnten, steigt zeitnah das Angebot… und die Preise pendeln sich wieder im Gleichgewicht ein.

          KEINE PREISSTEIGERUNGEN in the long run bei ausgeglichener Geldmenge in Relation zur Gütermenge! 

          Weiterhin gäbe es bei Preisstabilität kaum Motivation zur Preissteigerung – Profitgier mal außen vor gelassen. Der Produktionsarbeiter benötigt keine Lohnerhöhung, denn er kommt zurecht. Der Produzent fühlt sich nicht zur Umwälzung von steigenden Kosten genötigt, welche seinen Profit schmälern könnten.

          Und JA!

          "Alles dreht sich doch nur noch um's Geld."

          Aber daraus können Sie doch nicht im Ansatz eine steigende Wertschätzung oder Vertrauen in Geld ableiten! Vielmehr sollten Sie die rasant steigende Abhängigkeit breiter besitzloser Bevölkerungsmassen vom Geld erkennen. Gnadenlos abhängig Gemachte, die Opfer der gigantischen Besitzumverteilung in den letzten hundert Jahren – allein mittels Geld !!!

          Konnte der wirklich Mittellose früher bei Hunger noch eine Angel in den Teich halten oder bei Kälte paar Scheite Holz hacken, muss er heute jede noch so Klitzekleinigkeit mit Geld beibringen. Der sogenannte Mittelstand versucht mit Händen und Füßen den sich verflüchtigenden Besitz rückzuerlangen oder mindestens zu bewahren – mit Geld. Die Elite versucht engagiert die Verschiebung der Besitzverhältnisse (= Enteignung der Massen) in der Welt weiter zu Ihren Gunsten zu beschleunigen – mit Geld.

          Das sind schwere sozio-ökonomische Verwerfungen! Darum dreht sich alles nur noch um's Geld.

          Und Inflation – oder wenn Sie lieber möchten: "gesamtwirtschaftliche Teuerungsrate" – erhöhen die Drehzahl des Hamsterrades gewaltig.

          1,8% offizielle jährliche Inflation heißt Preisverdoppelung alle 39 Jahre! Nun wissen wir "Alltagspraktiker" alle, dass diese Zahl so nicht stimmt. Bei optimistischen 3% Teuerung verdoppeln sich die Preise alle 25 Jahre. 

          Oder anders: Der Wert des Geldes (i.S.v. Kaufkraft) halbiert sich alle 25 Jahre!

          Bei den allermeisten Menschen verdoppelt sich ihr Einkommen nicht alle 25 Jahre. Es kommt primär zum relativen Einkommensverlust und zzgl. sekundär zum Vermögensverlust – falls jemand Geld "gespart" hat.

          Und nochmal: Darum dreht sich alles nur noch um's Geld.

          Ihre Einschätzung diesbezüglich halte ich daher für "nicht ganz zu Ende gedacht". Offenbar beobachten Sie die Welt durch ein Rohr mit kleinem Durchmesser. Unter dieser Annahme verstünde ich Ihre Argumentation allerdings besser.

           

  8. @all 

    Lasst uns dieses steinzeitliche alte Finanzsystem begraben , nämlich da wo es hingehört  als Relikt der Vergangenheit. Das neue Finanzsystem einführen welches alle finanziellen Probleme der heutigen Zeit mit einem Schlag  beseitigt , einfach weil das neue System auf anderen Spielregeln beruht.  Das Konzept dafür wurde bereits aufgezeigt und in Ansätzen von mir hier vorgestellt.   
     

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