Skandal in China: 83 Tonnen gefälschte Goldbarren!

Der Goldmarkt wurde durch einen massiven Fälschungsskandal in China erschüttert. 83 Tonnen gefälschte Goldbarren wurden verkauft.

Von Redaktion

Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu diversen Skandalen mit falschen Goldbarren. Nicht nur in den Vereinigten Staaten, zum Beispiel im Diamond District in Manhatten, sondern auch in Österreich. Nun kommt ein weiterer Skandal hinzu, der eine ganz andere Größenordnung hat.

Ein Markt, der bisher hartnäckig gegen Fälschungen immun zu sein schien, war der von physischem Gold in China, was seltsam war, wenn man bedenkt, dass China in den letzten zehn Jahren zum weltweit größten Fälscher verschiedener, meist industrieller Metalle zur Sicherung von Bankkrediten geworden war. Diese waren auch als „Geister-Sicherheiten“ bekannt.

All dies wird sich mit der Entdeckung eines der größten Goldfälschungsskandale in der jüngeren Geschichte ändern. Und ja, es geht nicht nur um China, sondern es entsteht aus einer Stadt, die zum Synonym für alles geworden ist, was an China skandalös ist: Wuhan selbst.

In diesem Sinne stellen wir den Lesern Wuhan Kingold Jewelry Inc. vor, ein Unternehmen, das, wie der Name schon sagt, in Wuhan gegründet wurde, von dort aus operiert und sich auf seiner Website als „Unternehmen mit goldener Zukunft“ bezeichnet.

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Im Nachhinein bedeutete dies wahrscheinlich eine „kupferne“ Zukunft, denn wie ein bemerkenswertes Expose von Caixin festgestellt hat, haben mehr als ein Dutzend chinesische Finanzinstitute, hauptsächlich Treuhandunternehmen (d.h. Schattenbanken), in den letzten fünf Jahren 20 Milliarden Yuan (2,8 Milliarden US-Dollar) an Wuhan Kingold Jewelry geliehen – mit reinem Gold als Sicherheit und Versicherungspolicen zur Deckung etwaiger Verluste. Es gab nur ein Problem: Das „Gold“ stellte sich als vergoldetes Kupfer heraus.

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Weitere Hintergrundinformationen: Kingold – dessen Name wahrscheinlich von Kinross Gold, einem der größten Goldminenunternehmen der Welt, gestohlen wurde – ist der größte private Goldverarbeiter in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Die Aktien sind an der Nasdaq-Börse in New York notiert (obwohl die derzeitige Marktkapitalisierung von nur 10 Mio. USD weit von den Höchstständen entfernt ist, die das Unternehmen beim Börsengang an der Nasdaq um 2010 erreicht hat). Das Unternehmen wird vom Vorsitzenden Jia Zhihong geführt, einem einschüchternden Ex-Militärmann, der der Mehrheitsaktionär ist.

Das gefälschte Gold kam im Februar ans Licht, als der Dongguan Trust (eine dieser berüchtigten chinesischen Schattenbanken) begann, Kingold-Sicherheiten zur Deckung ausgefallener Schulden zu liquidieren. Wie der Bericht weiterführt, konnte Kingold Ende 2019 die Anleger mehrerer Treuhandprodukte nicht zurückzahlen. Zu seinem Schock sagte Dongguan Trust, es habe herausgefunden, dass die glänzenden Goldbarren tatsächlich aus einer vergoldeten Kupferlegierung bestanden.

Die Nachricht sandte Schockwellen durch Kingolds Gläubiger. Der China Minsheng Trust – ein weiteres Schattenbankunternehmen und einer der größten Gläubiger von Kingold – erhielt eine gerichtliche Anordnung zur Prüfung der Sicherheiten, bevor die Schulden von Kingold fällig wurden. Am 22. Mai gab das Testergebnis bekannt, dass die in den Tresoren des Minsheng Trust befindlichen Barren ebenfalls aus einer Kupferlegierung bestehen.

Das wird noch gewaltige Kreise ziehen, zumal das staatliche Versicherungsunternehmen PICC Property 30 Milliarden Yuan an Versicherungspolicen ausgestellt hat. Das wird sehr teuer.

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