Die SPD solle nicht aufs falsche Pferd setzen, für Wagenknecht ist Gabriel nicht der geeignete Kanzlerkandidat. Die Grundrichtung der Politik von SPD und Grünen müsse sich ändern, das sei Bedingung für Rot-Rot-Grün. Mit den Linken gebe es keine Kriegseinsätze der Bundeswehr. Mit Bartsch will Wagenknecht erfolgreich in den Wahlkampf ziehen.

Von Redaktion/dts

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, hat die SPD davor gewarnt, Parteichef Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidaten zu nominieren. Gabriel stehe dafür, dass sich "die SPD mit den wirtschaftlich Mächtigen arrangiert – und ihre traditionellen Wähler im Stich lässt", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "In einer großen Partei wie der SPD muss es auch noch echte Sozialdemokraten geben, die in den Augen der Wähler glaubwürdig sind." Gabriel sei bei der Erbschaftsteuer "ohne Not" auf den Kurs von CSU-Chef Horst Seehofer eingeschwenkt. Außerdem habe er "wie ein Löwe" für das Freihandelsabkommen mit Kanada (Ceta) gestimmt, das Wagenknecht als "Konzernschutzabkommen" bezeichnete.

Die Fraktionsvorsitzende zog einen Vergleich mit der Präsidentschaftswahl in den USA. "Die Demokraten haben den profilierten Linken Bernie Sanders verhindert, um dann mit einer unglaubwürdigen Hillary Clinton Schiffbruch zu erleiden. Clinton stand für Beliebigkeit, Käuflichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der sozialen Spaltung des Landes", sagte sie. "Viele haben Trump gewählt, weil sie dieses Weiter-so abwählen wollten. Ich finde, das sollte die SPD ernst nehmen."

Als Bedingung für ein rot-rot-grünes Bündnis nannte Wagenknecht eine Änderung der "Grundrichtung der Politik" von SPD und Grünen. Diese seien "Teil jenes unrühmlichen Parteienkartells, das den Sozialstaat zerstört hat", sagte sie. Notwendig sei eine "auskömmliche gesetzliche Rente", in die auch Selbstständige, Beamte und Politiker einzahlten, und eine "anständige Arbeitslosenversicherung". In der Außenpolitik nannte Wagenknecht die Beendigung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr als Voraussetzung für einen Koalitionseintritt.

"Kriegseinsätze der Bundeswehr wird die Linke niemals unterstützen", sagte sie. "Sie sind auch grundgesetzwidrig. Die Bundeswehr hat die Aufgabe, Deutschland zu verteidigen. Deutschland wird aber weder in Mali noch in Afghanistan noch in Syrien verteidigt."

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Wagenknecht bekräftigte: "Die angeblichen Anti-Terror-Kriege haben diese Welt nicht friedlicher gemacht, sondern letztlich den Terrorismus gestärkt – und ihn nach Deutschland geholt. Die Bundeswehr aus Afghanistan und Syrien abzuziehen, wäre das Beste, was wir für unsere Sicherheit tun könnten."

Wagenknecht und Bartsch gemeinsam zur Bundestagswahl

Sahra Wagenknecht hat die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl für sich selbst und ihren Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch reklamiert. "Es gibt zwischen Dietmar Bartsch und mir ein Vertrauensverhältnis, wir arbeiten gut zusammen. Das ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Wahlkampf", sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bartsch und sie führten die Fraktion "nicht ohne Erfolg". Die Linke stehe in allen Umfragen besser da als 2013.

Auch das Klima in der Fraktion sei besser geworden. Als Ziel nannte sie eine deutliche Steigerung des Wahlergebnisses von 2013, als die Linke auf 8,6 Prozent kam. "Ein gut zweistelliges Ergebnis der Linken würde die anderen Parteien, vor allem die SPD, unter Druck setzen, sich endlich wieder um die sozialen Interessen der Mehrheit zu kümmern", sagte sie.

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21 thoughts on “Wagenknecht warnt SPD vor Nominierung Gabriels als Kanzlerkandidat”

  1. Kuchenaufteilung bevor er gebacken. Das sagt doch alles über diese Untermenschen aus. Fern jeglicher Realität, nur einem fixiert: nach mir die Sintflut.

  2. Wo sie Recht das hat sie Recht die Frau Wagenknecht. Nach Volksverrat sieht das nicht aus. Ich glaube nicht das sich die Linke der Rot-vermodert-vermodert Koalisation anschliesen wird. Damit würden sie ihre Partei zerstören. Mal kucken wer ehrlich bleibt. AFD und Die Linke kann ich mir vorstellen. Ein neues Spiel ein neues Glück, haha

    1. AfD., und LInke. Das wäre vielleicht glaubwürdiger als AfD., und CDU/CSU. Linke und AfD., ist sicherlich glaubwürdiger als Linke und Grüne oder Linke und Scheindemokraten.

  3. Wagenknecht könnte die Linke wählbar machen …

    wäre da nicht ein Ramelow in Thüringen, für den schon die Jahreszeiten Grund genug sind, einen totalen Abschiebestopp aufrechtzuerhalten.

    Eine Ramelowisierte Partei aber ist unwählbar.

    Es ist nichts davon bekannt, dass "Die Linke" den abservieren will.

    1. Völlig richtig!!! In einer vergangenen Epoche hätte man zu ihr gesagt, dass sie mit "gespaltener Zunge" spricht.

      Frau Wagenknecht hat sich zurecht viel Sympathie und Respekt verdient, aber ihre Partei ist leider unwählbar. Ganz zu schweigen von dem ehemaligen SED-PDS Vorsitzenden Gysi , mit seinem legendären Ausspruch "Alle Deutschen sind Nazis und sterben zum Glück aus!" (einfach mal googeln).

      1. Bisher hat Wagenknecht noch nicht gesagt wie und ob sie verhindern will, daß der Invasorenmob aus aller Welt die Sozialkassen ausräumen kann weil das Politpersonal diese veruntreut! Solange sie das nicht tut hat die Forderung nach Rentenerhöhung oder "anständige Arbeitlosenversicherung" oder gar das Verlangen nach besserem Auffüllen dieser Kassen, einen üblen Beigeschmack.

        1. Sehe ich nur mit Einschränkungen so. Sie tritt dafür ein, dass sich Deutschland an den militärischen Interventionen in den heutigen Flüchtlingsländern nicht beteiligt und man stattdessen die Hilfe an Ort und Stelle koordiniert. Somit würde ein großer Teil der Flüchtlingswelle gar nicht erst entstehen. Ist ein guter Ansatz – finde Ich.

          Allerdings fehlt mir auch eine Aussage zu den vielen Wirtschafts- und Sozialschmarozern, die uns alle auf der Tasche liegen. Die Sprüche der notwendigen Integration will ich nicht mehr hören. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich alle Flüchtlinge uneingeschränkt wieder zurück schicken, wenn der Grund der Flucht entfallen ist – auch nach vielen vielen Jahren. Warum muss ein Flüchtling integriert werden? Er muss akzeptiert werden – Das ist ein großer Unterschied.

          Mehr als medienwirksame Parolen bringt sie aber auch nicht. Was soll sie auch machen? In ihrer Partei ist sie ein funkender Einzelkämpfer und die Linken haben als Partei in Deutschland so gut wie gar nichts zu entscheiden. Zu meiner Meinung zur Partei habe ich mich ja schon geäußert.

  4. SPD-Spitze und Grüne werden von den Konzernen geschmiert, um neoliberale Politik zu machen. Man will die Rückkehr zum Sozialstaat wie es die Linken fordern verhindern.

    Deshalb wird es 2017 erneut eine große Koalition geben, um die Regierungsbeteiligung der Linken zu verhindern.

    Zeitgleich wird in Frankreich LePen die Macht übernehmen, aus der EU und dem Euro aussteigen und damit erheblichen Druck auf das hiesige Establishment ausüben. Sollte in Österreich Hofer gewählt werden wird es nicht lange dauern, bis auch da Neuwahlen ausgerufen werden und die FPÖ die Macht übernimmt.

    In 2021 könnte es sein, dass die AfD stark genug wird um den Bundeskanzler zu stellen. Das könnte den Komplettumschwung bringen.

  5. Hm, wir müssen uns aus diesen Wahnsinn retten, eine echte Soziale Partei und eine Partei die unser Land verteidigt könnte gar nicht mal so verkehrt sein. Was haben wir den für eine Wahl zwischen Untergang und Hoffnung. Eine Soziale Partei fehlt hier seit ca 1980 man hat unser Land über die Jahre fertig gemacht. So geht das nicht. Wir werden nie ein Staat sein wenn das so weiter geht.

  6. "Die SPD solle nicht aufs falsche Pferd setzen…"

    Zunächst sollte die Linke damit aufhören, auf falsche Pferde zu setzen. Die pro-faschistischen Arbeiterverräter und Braungrünen werden nicht schon deshalb zu einer Option, weil es an anderen Alternativen mangelt.

    Die Linke ist gut beraten, authentisch zu bleiben bzw. es wieder zu werden und auf Wachstum zu setzen, denn ihr Wählerpotential ist riesig und kann nur dann ausgeschöpft werden, wenn der Anbiederungskurs ala Gysi und Konsorten beendet wird.

    1. Das Umsichwerfen mit populistischen Begriffen wie "faschistisch" und "braun" wie mit Konfetti kann die moralische Verkommenheit der linken Mauermörder- und Folterlagerbetreiber-Partei auch nicht einen Deut negieren.

      Und wer seinen kompletten Kommentar fett unterlegt zeigt damit, dass er sich selbst etwas zu wichtig nimmt.

    2. Die Linken sind der selben Ideologie verpflichtet die die derzeitige Katastrophe verursacht. Dementsprechend haben sie auch nichts dagegen unternehmen. Parteien die ideologisch krank genug sind das eigene Haus anzuzünden sind  a b s o l u t  unwählbar.

  7. So weit, so gut.

    Aber die Linke, muss sich zur Flüchtlingspolitik ändern, denn wir sind nicht das Sozialamt für alle Armen Menschen der Welt.

    Daran geht unser Land kaputt !

    1. Das sehe ich auch so. Aber, bei der Linken, ist es eben auch so, ähnlich wie bei den Scheindemokraten, das jeder den anderen zensiert und beobachtet, ob er vom linken Dogma abrückt. Dann wir er politisch gekillt. Und, das ist das Problem, wie lange können wir uns diesen Superluxus mit zuletzt gezählten 1,5 Millionen "Refugees" noch leisten. Wieviel Geld, ist wieviel Zeit? Und was ist mit den schon durch die Scheindemokratie und Grüner Grütze abgehängten Deutschen? Denen der Bauernbub, mit den langen Haaren, ja mal 20.- EURO zukommen lassen wollte, damit die Fleischpreise steigen können? Das geht so nicht weiter. Jeden Tag steigen irgendwelche Preise und die Qualitäten sinken drastisch. Hartz4 und die "Sozialreformen", müssen jetzt angesprochen werden, damit es nach der "Wahl", wo man seine Stimme abgibt, nicht erst zu ellenlangen
       Konsolidierungsgesprächen kommen muss, zu denen die Scheindemokraten und die GrützeGrünen, die Lufthoheit über den Linken haben.

    1. Bitte keine Volksabstimung. Es gibt zu viele Gehirngewaschene und Medienmanipulierte Schwachköpfe, die jegliches Denken und eigene Meinung bilden verlernt haben. Denen möchte ich nicht mein Schicksal anvertrauen. Außerdem besteht unser Volk gefühlt mindestens aus ein Drittel Asylanten. Wenn ich abends im Lidl oder Aldi einkaufen gehe, bin ich sehr oft der einzige Deutsche im Laden (inkl. Kassierer). Das finde ich schon sehr merkwürdig.

      Von meinen 7 direkten Arbeitskollegen finden 4 Merkel toll und der Rest hat keine Meinung. Ich glaube das repräsentiert unsere wirkliche Gesellschaft. Das internationale Establishment hat mit seiner jahrzentelangen Gehirnwäsche gut gearbeitet.

      Was haben denn die meisten Menschen im Kopf? ARD und ZDF, Bild Zeitung, Sport, Handy, protziges Auto, Saufen, Fast Food, Klamotten, Figur…

      In Deutschland muss man alles haben was die anderen auch haben und zu 100% dafür oder dagegen sein, sonst ist man anders wie die anderen. Deutschland braucht Veränderungen und die ganz dringend. 

  8. Vom Vize Geschäftsführer eine NGO wie er es nannte zum Geschäftsführer einer NGO sozusagen. das wird sicherlich wohlwollend im Handelsregister oder Stiftungsregister vermerkt.

     

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