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Holmström kritisiert die Regulierungswut der EU, sie solle sich auf das Wesentliche konzentrieren, das wäre z.B. eine gemeinsame Verteidigungspolitik. Die EU war naiv, weil sie für den Fall des Austritts eines Mitglieds keinen Plan hatte. Holmström zum Entscheidungsprozess in der EU: "Es braucht noch mehr Entscheidungen per Mehrheit. Die Vetorechte einzelner Staaten müssen beseitigt werden." 

Von Redaktion/dts

Der Nobelpreisökonom Bengt Holmström fordert nach dem Brexit radikale Veränderungen der Europäischen Union: "Man sollte die ganze EU überdenken und neu starten", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Vergesst den Ehrgeiz, alles zu regulieren. Konzentriert Euch auf das Wesentliche", forderte Holmström, der im Oktober als Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2016 benannt wurde. Wesentlich sei für ihn zum Beispiel eine gemeinsame Verteidigungspolitik in einem Zeitalter neuer Bedrohungen etwa durch Russland.

"Wenn Sie einen schlechten Vertrag sehen wollen, schauen Sie sich die EU an", sagte der Ökonom, der für seine Arbeiten zur Vertragstheorie ausgezeichnet wurde. Europa habe keinen Plan dafür gehabt, dass ein Mitglied wie Großbritannien den Club verlasse. "Das war sehr naiv." Holmström verglich die Europäische Union mit einem Unternehmen - und das fällt wenig schmeichelhaft aus: "Eine Firma steht immer im Wettbewerb, lernt daraus und verändert sich. Die EU steht nicht im Wettbewerb. Da kann ein Haufen idiotischer Dinge wachsen."

Um bei den wesentlichen Themen etwas zu erreichen, müsse Europa seine Entscheidungen beschleunigen. "Es braucht noch mehr Entscheidungen per Mehrheit. Die Vetorechte einzelner Staaten müssen beseitigt werden." Nach einer starken Bewegung zu Mehrheitsentscheidungen bewege sich Europa gerade wieder zurück, etwa in der Handelspolitik.

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Auf Druck von Mitgliedsstaaten wie Deutschland ließ die Brüsseler Kommission nationale Parlamente über das Ceta-Abkommen mit Kanada entscheiden. So hätte die belgische Region Wallonie fast den Vertrag für 500 Millionen Europäer gekippt. "Wenn jeder ein Veto hat, wird das Ganze sinnlos", findet Holmström. Die EU sei zu rasch gewachsen.

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21 KOMMENTARE

  1. Dazu muss man kein Wirtschaftswissenschaftler sein und auch ein Preis wie immer benannt, ist dafür bei durchschnittlich-rationaler Intelligenz absolut nicht nötig!

  2. Die Welt knallt mittlerweile völlig durch. Jetzt erzählen uns schon Wirtschaftsnobelpreisträger was über "Verteidigung gegen den bösen Putin" und wollen dazu auch gleich die Demokratie abschaffen. :-((

    Lieber Herr Holmström ; verpissen sie sich dorthin, wo sie im Spiegelbild ihrer Rückansicht dieses dunkle Loch sehen !

  3. "… kritisiert die Regulierungswut der EU, sie solle sich auf das Wesentliche konzentrieren, das wäre z.B. eine gemeinsame Verteidigungspolitik."… 

    In der Tat, und zwar eine gegen die europäischen Völker, die gerade dabei sind, nach Möglichkeiten für die Rettung ihrer Vaterländer zu suchen.

    Da funzen schon einige Strategien : Maul verbieten, Autos abfackeln, körperliche und mentale Vergewaltigungen im ganz großen Stil, Turbovermendelung und damit zusammenhängende Prekariatisierung, Seerecht-Enteignungen, Zwangsgebührterror - - - um nur die brüllendste Munition des Dauerfeuers zu nennen, in das wir geraten sind.

    Und obendrauf noch als das Sahnehäubchen: die Verlade  der korrupten heuchelnden Doppelzüngler, die täglich aus der Glotze brechen und das Papier aus sinnlos geopferten Bäumen mit ihren geistigen Exkrementen besudeln. 

    Häng dir deinen Nobelpreis aufs große Klo der Menschheit, neben den von Obomber!

     

  4. "Man sollte die ganze EU überdenken und neu starten",

    Mit den alten Gfriesern?? Wäre dem neu starten ernst gemeint, würde er das hinzufügen. Mehr brauche ich nicht zu lesen und ich weiß bescheid.

    Nein bleib mir fern! Tschüß EU für immer.

  5. Überdenken ist ein bisschen zu wenig Herr Holmström bei der momentanen Besetzung. Erst einmal müssen wir diese Volksverräterbande los werden bevor man an einen Neuanfang denkt.

    • Sehr richtig! Der internationale Linksfaschismus muß entmachtet werden nur dann kann man dem Gedanken einer vernünftigen Neugestaltung näher treten.

  6. Das dümmliche Gefasel eines New World Order Apologeten, verpackt in Lügen und Halbwahrheiten.

    Die EUdSSR kann man nicht reformieren, sie ist ein Produkt der Eliten von der Ostküste  der CIA und  dem obersten Kontroll- und Manipulationsorgan derer vom rothen Schild und der Rokefellers, dem 'Council on Foreign Relations'

    The European Union always was a CIA project, as Brexiteers discover

    http://www.telegraph.co.uk/business/2016/04/27/the-european-union-always-was-a-cia-project-as-brexiteers-discov/

    Die EUdSSR ist die Blaupause für die geplante, satanisch-orwellsche 'One World Governance', eine Welt-Oligarchie (neo-feudal) der sog. Einprozenter über ein durchmischtes Helotenvolk, das  auf 500 Mio Sklaven (s. Georgia Guidestone) reduziert werden soll.

    Scheitert die EUdSSR, dann scheitert auch die One-World-Governance der Satanisten Eliten.

    Dieses links-faschistische, krypto-kommunistische Blutsauger Gebilde muss weg – je eher je besser.

    Das bedeutet keinesfalls das Ende des europäischen Gedankens. Im Gegenteil.

    Wir müssen zurück zu den Wurzeln, zu der Vision der großen Franzosen, Charles de Gaulle, dem ein 'Europa der Vaterländer' vorschwebte mit intakten Völkern Nationen und vielfältigen Kulturen, geeint durch enge  wirtschaftliche Verflechtungen und eine gemeinsame Verteidigungspolitik (wobei die Betonung auf 'Verteidigung' liegt), unabhängig von dem US-raelischen Imperium.

    De Gaulle misstraute dem anglo-amerikschisch-israelische Imperium . ER wusste was gespielt wurde und WER das eigentliche Sagen hatte.

    Hoffen wir also, dass sich die EUdSSR selbst zerlegt und dass die Völker Europas wieder frei werden.

  7. Die EU darf erst über eine gemeinsame Verteidigungspolitik nachdenken wenn sämtliche EU-Staaten komplett und endgültig aus der NATO austreten und sämtliche US-Stützpunkze bzw. Besetzungseinrichtungen in Europa geschlossen werden. Bevor das nicht geschieht sind die USA in jedem Fall Lenker auch einer europäischen Armee und das darf IN KEINEM FALL passieren.

  8. @ Dietrich von Bern

    BRAVO den Nagel auf den Kpof getroffen!

    Duch glaube ich nicht das die EUdSSR sich selbst zerlegt,das müssen die Völker Europas selbst in die Hand nehmen,Schauen wir uns dochmal um in Europa überall das selbe Bild die sogenannten Neo-Nazis aufmärsche brennende Asylheime zunehmender Rassismus Sexuelle übergrffe zunehmende Armut und umd und.Das alles ist politisch gesteuert und gewollt so zwecks Bürgerkriege im Europa,Schirmherr ist die CIA und unser Politiker das ausführende Organ.Wir müssen diesen Menschen aufzeigen das ihr tun,ohne es zu wissen, politisch gesteurt ist.Dann ihren Hass in richtung INTILEGENTEN WIEDERSTAND der NWO lenken das wird nich einfach werden denn die Mächtigen werden sich mit aller härte dagegen wehren.Beste bsp. ist da Griechenland zur versklavung eines Volkes und Schweden für das abschaffen des Bargeldes.

    Die Völker Europas müssen den  INTILEGENTEN WIEDERSTAND  orgarnisieren sonst werden wir alle als Sklaven der Oligarchen enden.

    Hoffentlich bleibt das kein Wunschdenken also Ärmel hoch packen wir es an bervor es zum Dritten Weltkrieg kommt.

    Wener Braun

    • Gaddafi;

      „Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet Ihr Verwirrung stiften, al-Qaida in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen: Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa schwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten. Al-Qaida wird sich in Nordafrika einrichten, während Mullah Omar den Kampf um Afghanistan und Pakistan übernimmt. Al-Qaida wird an eurer Türschwelle stehen. In Tunesien und Ägypten ist ein politisches Vakuum entstanden. Die Islamisten können heute von dort aus bei euch eindringen. Der Heilige Krieg wird auf eure unmittelbare Nachbarschaft am Mittelmeer übergreifen. Die Anarchie wird sich von Pakistan und Afghanistan bis nach Nordafrika ausdehnen.“

      Er wurde weggebombt von wem? Richtig, von Frankreich unter Sarcozi im Verbund mit den USA und England. Jenem Sarkozi der davon spricht Europa zu durchmischen mit einer Rassenpolitik wie in einem Karnickelzüchterverein.

      Was ist also passiert. Die Briten fanden einen Grund um durch die Hintertür ab zu hauen, die Europäer wurden durchmischt und Geschwächt, die USA haben Gaddafis Dollar und eine unabhängige Goldwährung verhindert.

       

  9. @DvB

    Stimmt auf den Punkt. Auf die EU kommen schlechte Zeiten zu. Der politische Wechsel in der USA macht dem eurppäischen Establishment schwer zu schaffen. Ich sehe es als das letzte Aufgebot der CIA und ihren EU-Lakeien, ihre erhoffte Weltordnung in und durch Europa weiter führen zu können.

    Ich denke Obama wird dies auf seiner Abschiedstournee durch Europa nochmal klar gestellt haben und dass Mutti für das üble Gesülze empfänglich ist, dürfen wir uns wohl denken. Es wird wohl kaum die große Sympathie für Merkel gewesen sein um die enormen Lobeshymnen zu erklären die uns erklärt wurden. 

    Die EU wird jetzt eine noch nie gesehene entschlossen Härte zeigen um ihre Existenz zu sichern. Schafft sie es Trump zu überleben, haben wir alle verloren.  

  10. Die EU ist landsmannsschaftlich begründet und wird landsmannsschaftlich beherrscht, zur Erreichung perverser, nichteuropäischer Ziele von Nichteuropäern. . Also sofort auflösen. Was gibt es da noch zu diskutieren? Haben die Europäer noch alle Tassen im Schrank-nein alle gekauft!

  11. - Die EU sei zu rasch gewachsen - ?

    Wohl eher im negativen Sinn, denn die Vorstellungen eines Bengt Holmström gehen in die Richtung einer autoritären tyrannischen supranationalen Europaregierung in der die Freiheit und Souveränität in Finanzen und Wirtschaft der Nationalstaaten abgeschafft werden sollen. Als Wirtschaftsexperte sollte Holmström erkannt haben, daß es sich bei dieser 'EU' um einen Betrieb und kein Unternehmen handelt, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, das Geld der anderen auszugeben und nicht in der Lage ist sebst Gelder zu erwirtschaften, was als erstes zu überlegen wäre, so daß sich diese EUdSSR in ihrer Überdehnungspsychose, ihrer EUROsion, mangels Masse, bald selber auflösen wird, wozu es bestimmt der Erfindung, der Bedrohung durch Rußland, nicht mehr benötigt.

     

  12. Wenn man keine dilettantischen narzisstischen EU Politiker hätte die von imperialer Macht träumen, wäre die EU nicht zu rasch gewachsen. Es ist der Trick derartiger Analysten, daß sie die grundlegenden Wurzeln der Verwerfungen aussparen.

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