Bild: Flickr / Steven Ritzer CC-BY-ND 2.0

Was die sogenannten Qualitätsmedien betrifft, so ist das Vertrauen in diese schwer angeschlagen. Keine neue Situation, Zeit genug gab es um zu lernen wie damit umzugehen ist. Zeit die nicht genutzt wurde. Das Problem liegt tiefer, denn diese Medien haben das Ohr nicht dort wo es hingehört. 

Von Andre Eric Keller 

Die Mainstreammedien handeln nach ökonomischen Mustern, weil meist riesige Konzerne dahinterstehen. Medien sollten für die Menschen gemacht werden und nicht für Aktionäre. Deshalb können diese Medien auch niemals unabhängig sein. Diese Medien sind in der Hand der Werbewirtschaft, des Staates oder unterwandert von Think Tanks und Geheimdiensten. Hier wird mehreren Herren gedient. Die wiederum wollen sicher gehen, dass ja das richtige an den Leser durchdringt. 

Früher war alles viel einfacher für diese Meinungsmacher. Sie bauten auf das Vertrauen der Leser und Seher, welches über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Der Endverbraucher hatte kein Alternative, darum musste er das glauben was ihm vorgesetzt wurde, obwohl zu keinem Zeitpunkt je ein Vertrauensverhältnis nur irgendwie begründet war. Dann kam das Internet. Es dauerte ziemlich lange, dass der Bürger das Internet auch dazu verwendete, seine Informationen zu beziehen und zu vergleichen. Gewisse Ereignisse der letzten Jahre ließen dann Zweifel an den Massenmedien aufkommen. Die Berichterstattungen waren einseitig, schlichtweg falsch, und/oder manipuliert.

Das sind natürlich keine vertrauensfördernden Maßnahmen. So lassen sich die Konsumenten auf die Dauer nicht behandeln. Es boten sich zwei Möglichkeiten an, entweder die nunmehr als "Lügenmedien" bezeichneten Medien ändern ihre Art der Berichterstattung, oder die Menschen flüchten förmlich zu den alternativen Medien. Letzteres findet gerade statt, denn der Mainstream pfeift auf die Leser und macht munter weiter wie bisher. Hinterher wundern sie sich ob der stetigen Verluste und suchen nach dem Schuldigen. Da erfindet man dann eine russische Cyberarmee, welche man der Manipulation des Internets bezichtigt, Fehler gesteht man – wenn überhaupt – nur halbherzig ein. 

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Da Contra Magazin mittlerweilen zu den erfolgreichsten, sogenannten alternativen Medien im deutschsprachigen Raum zählt, können wir deshalb dem Leser auch vermitteln worum es bei uns Alternativen geht. In erster Linie steht bei uns der Mensch im Vordergrund. Das ist das Allerwichtigste. Wir dienen weder Staat, noch politischen Parteien, weder Konzernen, noch öffentlichen oder privaten Institutionen. Absolute Unabhängigkeit besteht in unserer Berichterstattung. Wir berichten nur worüber wir wollen. Wir suchen die Themen aus, niemand kann ein ihm unangenehmes Thema verhindern. Selbst die Redaktion lässt allen Autoren die Freiheit ihre Artikel so zu veröffentlichen, wie sie abgegeben wurden. Einzige Einschränkung wären strafrechtlich relevante Passagen. 

Warum wir überhaupt auf die Idee kamen, ein Internetmagazin zu betreiben, ist auch leicht erklärt. Wir mussten es einfach tun. Jahrelang haben wir die Fehlentwicklungen in der Politik und in den Medien beobachtet. So kamen die Menschen zusammen, welche sich die vielen Lügen und Falschinformationen nicht mehr bieten lassen wollten. Es musste ein weiteres Korrektiv her, dass eine Lücke in der Informationslandschaft schließt. Frech und ehrlich sollte es sein, denn es gibt nichts schönzureden. So war die Intention niemals Geld oder Ruhm, sondern für sie als Leser, das was wir können und so gut wir es können, leicht und verständlich aufzubereiten, aber unverfälscht weiterzugeben.

Da wir kein Verein sind, sondern eine Offene Gesellschaft und wir Kosten verschiedenster Natur haben, versuchten wir den herkömmlichen Weg einer Finanzierung unseres Magazins einzuschlagen. Das ist Displaywerbung in Kombination mit Native Marketing. Es gibt natürlich ein paar Leser die uns immer wieder Spenden zukommen lassen, aber nur mit Spenden wäre dies alles nicht zu machen. Crowdfounding schlossen wir aus, die wenigsten Projekte lassen sich auf diese Art wirklich erfolgreich finanzieren. Bezahlcontent wird nicht richtig angenommen, auch hier beobachteten wir den Markt. Selbst die Mainstreammedien nehmen davon Abstand. In punkto Displaywerbung hoffen wir auf die Vernunft der Leser, welche uns dafür nicht mit "Blockern" abstrafen und so unsere Finanzierung ermöglichen. Da gibt es zum Glück auch in den Programmen die Möglichkeit einzelne Seiten auszunehmen. Uns hilft es und dem Leser kostet es nichts. 

Abschließend wollen wir uns für ihre Treue bedanken. Großer Dank geht an die bereits vielen Stammleser die unsere Artikel fleißig in den sozialen Netzwerken teilen oder sogar in die Kommentare der Mainstreamer posten. Oft schicken aufmerksame Leser unsere Artikel auch an Parteien, Länderorganisationen oder Abgeordnete. Auch andere alternative Medien verlinken unsere Artikel und helfen uns so unsere Botschaften zu verbreiten. An dieser Stelle auch an die Kollegen einen großen Dank. 

Die Redaktion wünscht ihnen einen schönen Urlaub. Kommen sie gut erholt und gesund wieder zurück. Wenn sie wollen, sind wir die ganze Zeit bei ihnen, überall dort wo sie Zugang zum Internet haben, sind wir erreichbar. Contra Magazin kennt keine Urlaubszeit und ist immer für sie da. 

Geschäftsführer Andre Eric Keller, Chefredakteuer Marco Maier

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9 KOMMENTARE

  1. Wobei ich zu meiner Überraschung sagen muß, in letzter Zeit doch die eine oder andere kritische Stimme in den Medien vernommen zu haben. Ob das nun am Sommerloch liegt oder als kühl berechnete Aktion, um uns „freien den Markt“ abzugraben, lasse ich mal offen stehen als Diskussionsgrundlage.

    Ich bin schon seit jeher der Meinung, dass die Medien (egal welche) die Aufgabe wahrnehmen sollten, weder kritisch noch wohlwollend zu berichten, sondern absolut wertneutral. Dass das ein schwieriges Unterfangen ist und die eigene Meinung sich dennoch immer irgendwie wiederspiegelt, liegt wohl einzig und allein daran, dass wir Menschen sind. Und als Menschen können wir nun gewissen Ansichten nicht vollständig verbergen.

    Dennoch sollte die Möglichkeit gegeben zu sein, dass der Konsument einer Nachricht diese wertneutral vermittelt bekommt, selber beurteilen sollte. Den Wert und die Folgen. Und das als Konsument welcher Medien auch immer. Es ist nicht einfach die vorgesetzte Meinung auszublenden und falls ich zwischendurch immer wieder mal die Nachrichten schaue, muss ich doch stark aufpassen, nicht in den Wertekanon dieser zu fallen.

    Es gibt eine schöne, abgekürzte Floskel dafür: Sapere aude! – Wege es, weise zu sein. Soll heißen, selbst nachdenken ist die Pflicht und die Kür.

    Danke Andre, Marco und den Anderen!

  2. Nun ist es raus. Geolitico, das tolle alternative Medium, ist ein Produkt von Springer, geschaffen, um Bernd Lucke aus der AfD rauszumobben.

    Günther Lachmann und Karin Lachmann sind die Hauptautoren und Günter Lachmann schreibt heute in der Welt. Über wen? Über die AfD. Link anklicken.

    Napoleon hatte Recht, die Deutschen sind an Leichtgläubigkeit nicht zu überbieten. Das Internet ist ihre ideale Verdummungsmaschine.

    Ich habe schon lange vor Snowden davor gewanrt, daß die alternativen Blogs eine bevorzugte Methode sein würden, das Netz zu unterwanderen. Macht Euch nur lustig über Facebook. Es gibt noch viel dümmere Zeitgenossen.

    Trau, schau, wem … viel mußte ich einstecken und hatte am Ende Recht.

    • Ich würde mir beizeiten ernste Gedanken machen, als Loblieder auf Blogland zu singen. Wer einen Rest-Grips hat, schaut mal die nach, was Traudel Springers Geolitico so verlinkt. Hier fliegt Euch gerade das ganze Internet um die Ohren.

      Im Übrigen sind auch die Troll-User aus dem Hause Springer ganz leicht zu identifizieren.

       

    • Eine interessante Information, die mir hinreichend erklärt, warum Geolitico immer auf Seiten des Sozialismus steht.

  3. Man muss dem Contra-Magazin wirklich gratulieren. Ihr habt erkannt, was es ganz ganz dringend brauchte auf dem Markt – und dabei hab ich euch erst heuer im Januar entdeckt. Vorher war neopresse mein Haupt-Newsfeed, inzwischen habt ihr sie auf Platz 2 verdrängt (3 ist übrigens netzfrauen.org)
    Am liebsten lese ich die Artikel von Herrn Gutschmied; der schreibt zwar selten, aber wenn, dann ist es immer ein echter Genuss, wie umfassend und klug er die Themen aufbereitet.
    Ich wünsch euch ganz viel Glück dass ihr genau so weitermachen könnt!

    • Es ist immer schön, einen aufmunternden Kommentar oder wie in diesem Fall, ein Lob zu bekommen. Dannach weiß man wieder, dass sich die Mühe gelohnt hat. Ich schreibe lieber etwas weniger, lasse mir dafür aber etwas mehr Zeit für Recherche. Also danke noch mal für den Ansporn. 

  4. Weiter so. Contra ist für mich eine wichtige unabhängige Nachrichtenquelle. Obwohl einige Themen zu einseitig und nicht differenziert genug dargestellt werden, teilweise auch recht polemisch. Aber ich denke, das dies gerade den Unterschied zu den glattgebügelten zensierten Mainstreammedien ausmacht. Was ich mit einseitig meine ist zum Beispiel die Ukrainekrise. Sicherlich sind die USA mit ihrer unermesslichen Gier nach Macht- und Einflusssphären einer der Hauptakteure im Konflikt. Aber Contra relativiert die Rolle der Russen und Putin zu sehr. Die Annektion der Krim und der damit verbundene Bruch des Völkerrechts sind kein Kavaliersdelikt. Putin ist weder ein lupenreiner Demokrat noch ein Unschuldslamm.
    Deutschland muss wieder seine volle Souveränität herstellen und wieder eine eigenständige Rolle in der Internationalen Gemeinschaft finden. Wie schwer, ja fast unmöglich das wird, zeigt die NSA Affäre. Aber auch innenpolitisch ist das eine Herkulesaufgabe. Wir leiden in Deutschland zu sehr unter einer devoten Haltung gegenüber, ich nenne das mal so, Meinungsfaschisten. Toleranz? Nur für die, die der gleichen Meinung sind. Beispiel Pegida. Man kann ja über diese Bewegung kontrovers diskutieren. Aber aus allen Rohren wird von den Mainstreammedien, etablierten Parteien und sogar von den Kirchen gegen diese politische Bewegung gehetzt. Müssen Menschen in dieser Republik, die Ihre Rechte nach Artikel 5 und 8 GG wahrnehmen als dumme Proleten und Nazis diffamiert werden ohne sich mit diesen Menschen auseinander zu setzen? Dr. Christian Weilmeier hat es richtig erkannt, ‚wir werden aufgetzt‘. Um so wichtiger werden freie Medien wie Contra.

    • Nun, in unseren Artikeln spiegeln sich eigentlich fast immer (manchmal weniger, manchmal mehr) die Ansichten der Autoren wider. Was Russland betrifft, finden sich in den Sonntagspanoramen von Claus Folger beispielsweise immer wieder auch kritische Meldungen. Bezüglich der Krim sage ich nur: Daran scheiden sich die Geister. Auch wenn ich selbst mit der Wahl des Zeitpunkts des Referendums und der Art der Umsetzung nicht wirklich glücklich bin, so gilt für mich die Devise, dass das „Selbstbestimmungsrecht“ der Völker hier durchaus greift.

      Nun, in Sachen Pegida gab es hier sowohl positiv als auch negativ bewertende Artikel. Und das aus einem Grund: Weil uns die Meinungsvielfalt wichtig ist. Das heißt – um auch auf die Politik Russlands zurückzukommen – dass wir keinem Autoren auch kritische Blicke nach Osten verwehren. Vielleicht mag es einseitig rüberkommen, aber zumindest versuchen wir auch einen anderen Blick auf die Geschehnisse in der Ukraine zu werfen. Einen, den man in den Mainstreammedien so kaum finden wird.

      Über kurz oder lang, so hoffen wir, werden wir noch weitere Autoren gewinnen können, die versuchen einen kritischen Blick auf aktuelle Ereignisse zu werfen. Immerhin ist es ja eigentlich sehr interessant, wenn diverse Dinge und Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und kommentiert werden. Das Problem dabei ist manchmal allerdings, dass einige unserer Leser ein Problem mit der Meinungsvielfalt haben und bei Artikeln die nicht ihrer Ansicht entsprechen (als Beispiele: Homoehe, Pegida, Flüchtlinge) dann entsprechend ausfällig werden. Fakt ist nunmal, dass man es ohnehin nicht allen Menschen recht machen kann. Gefällt ein Artikel nicht, so kann man ihn ja auch getrost überlesen. Allerdings glauben halt manche Leute, wegen eines einzelnen Artikels der ihnen nicht in den Kram passt gleich alle (bislang 2.338) Artikel mit abzuwerten. Klingt komisch, ist aber so.

      • Ich halte die Ansprüche der Russen auf die Krim auch für legitim. Wir sind uns sicher einig das die Wahl weder frei noch demokratisch unter Akzeptanz der ethnischen Minderheiten abgehalten wurde. Also bleiben Zweifel und  EUSA hat einen Vorwand für die Sanktionen. Im übrigen ist das Völkerrecht doch nicht das Papier wert auf dem es steht. Oder hat es 1918 verhindert, daß deutsche Gebiete anderen Nation zugesprochen obwohl die Bevölkerungsmehrheit eindeutig deutsch war und bleiben wollte. Hat es verhindert das Deutsche nach 1944 aus der Heimat vertrieben wurden? Das Völkerrecht ist höchstens eine moralische Richtlinie, an die sich Sieger eines Krieges nicht halten. Es gilt das Recht des Stärkeren. Das ist auch die Realität auf der Krim.

         

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