US-Kongressgebäude. Bild: Flickr / Laszlo Ilyes CC BY 2.0
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Der US-Kongress bewilligte die Waffenlieferung an die "moderaten" Rebellen in Syrien, sowie deren militärische Ausbildung. Dass diese jedoch trotz immer wieder geäußerter gegenteiliger Behauptungen auch mit dem Islamischen Staat (IS) zusammenarbeiten, störte die US-Parlamentarier offenbar nicht. Wobei: selbst Senator John McCain ließ sich gerne mit IS-Größen fotografieren.

Von Marco Maier

Wölfe die Kreide fressen, werden dadurch noch lange nicht zu friedlichen Lämmern. Dies trifft auch auf die angeblich "moderaten" syrischen Rebellen zu, die um der Waffen Willen behaupten, nicht mit den Extremisten des Islamischen Staates zu kooperieren. Doch: wie die Nachrichtenagentur AFP mitteilte, haben die "moderaten" Rebellen mit den IS-Jihadisten in den Vororten von Damaskus einen Nichtangriffspakt geschlossen. Eine weitergehende Zusammenarbeit ist nicht ausgeschlossen.

Hinzu kommt, dass sich die "moderaten" Rebellen direkt mit den IS-Milizen verbünden wollen, sollten die USA mit Assad gemeinsame Sache machen um die Islamisten zu bekämpfen. Die von den USA und den willigen NATO-Staaten gelieferten Waffen teilen sie dann selbstverständlich brüderlich mit ihren neuen Verbündeten. Doch da die Organisation "Islamischer Staat" ohnehin ein Produkt westlicher Geheimdienste ist und diese auch schon Trainingseinheiten mit westlichen Ausbildnern absolvierten, dürfte dies in Washington kaum jemanden wirklich stören. Von geheuchelter Empörung einmal ganz abgesehen.

Schon jetzt besitzen die IS-Milizen riesige Waffenbestände aus westlicher Produktion, die sie entweder von ihren Geheimdienstfreunden, durch übergelaufene Einheiten der "moderaten" Rebellen, oder mittels Eroberung von Waffendepots im Irak erbeutet haben. Nun gibt es wohl weiteren Nachschub aus Übersee, so dass die Kriegsspiele für beide Seiten interessant bleiben und die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten noch mehr Leid erfahren dürfen.

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1 KOMMENTAR

  1. Halo Contra-Magazin !

    Mir gehen langsam die Kommentare aus. Wie lange vorhaltend ein verletzendes Wort sein kann,wissen viele von uns ganz genau.Es schneidet nach Jahrzehnten noch fast "so gut" ,wie am Anfang.Wenn nun jemand Schußwaffen an andere verteilt  ist für mich persönlich der Grad der Verantwortbarkeit nicht mehr meßbar.Das produzieren und verteilen von Waffen ist außerhalb jeder Verantwortung,da derjenige sein handeln bereits selbst ad absurdum gestellt hat.Dieses Verhalten ist gar kein Verhalten.Es ist langfristig geplant und beabsichtigt Unfrieden "zu verteilen".Die einzige Kategorie, in das so etwas noch passt,muß mit satanisch bezeichnet werden.Egal wie das Land,die Personen oder die Umstände es versuchen zu rechtfertigen.Es ist falsch Punkt.

     

     

     

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