Rücksichtslose geopolitische Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika sorgen für die Destabilisierung ganzer Regionen. Islamistische Gruppierungen entpuppen sich immer wieder als Produkte des Militärisch-Industriellen-Komplexes, geschaffen um den gewaltigen US-Militärapparat und das globale Netz aus US-Militärbasen zu rechtfertigen. Beim "Islamischen Staat" (IS) ist dies nicht anders.

Von Marco Maier

Der libertäre Senator von Kentucky, Rand Paul (REP), kritisierte die USA in ihrem Umgang mit der Terrorgruppe "Islamischer Staat". So sagte er, dass die USA ein "Jihad-Wunderland" in Syrien kreieren würden und der extremistischen Gruppe sehr viel Macht verliehen hätten. "Wir marschierten in Libyen ein um diesen schrecklichen Gaddafi loszuwerden und jetzt ist es da drüben zu einem Jihad-Wunderland geworden", sagte der Senator im Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN. "Es gibt überall Jihadisten. Wenn wir Assad beseitigen, dann würde Syrien zu einem Jihad-Wunderland werden. Irak ist es auch ein Jihad-Wunderland, weil wir uns zu sehr beteiligt haben."

Immer mehr Stimmen – auch in den USA selbst – werfen anhand immer eindeutigerer Indizien und Beweise der Washingtoner Administration vor, direkt in den Aufbau der Terrorgruppe "Islamischer Staat" verwickelt zu sein, die inzwischen schon große Teile Syriens und des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht haben. Einer der Anführer, al-Bagdadhi, soll sogar Mossad-Agent sein. Wie viele CIA-Agenten direkt drin stecken, ist unklar.

So sagt der Radiomoderator und Anti-Kriegs-Aktivist Don DeBar: "Wenn man sich die Dinge ansieht die diese Gruppe unternimmt, stimmen sie genau mit den Maßnahmen überein, die die Vereinigten Staaten schon lange ergreifen wollte. Sie hatten für solche Aktionen jedoch nie die Erlaubnis des UN Sicherheitsrats bekommen, weil sie die Integrität und die Souveränität vom Irak und/oder Syrien verletzten würde. Diese Maßnahmen hätten auch die Resolution massiv verletzt, welche erst letzte Woche vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde. In diesem Dokument heißt es, dass der Präsident, zumindest auf dem Papier, keine Kriege ohne die Einwilligung der Behörden des Kongresses beginnen darf." 

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"Also, es ist eine keine Überraschung für mich, dass es in diesen Einheiten Amerikaner gibt. Es würde mich nicht überraschen, wenn das alles arbeitslose Kinder wären, die betrogen wurde um dort mit ein paar Verrückten zu kämpfen. Es würde mich nicht wundern, wenn ein großer Teil der Einheiten, einschließlich Kommandeure, unter der Kontrolle des Pentagon und/oder Langley stehen würden", fügte DeBar seiner Erklärung hinzu.

Wie schon damals die al-Quaida in Afghanistan, die zur Bekämpfung der Sowjets geschaffen wurde, sollte wohl auch die Organisation des Islamischen Staates – früher ISIS/ISIL genannt – dazu dienen, einen Gegenspieler der USA (nämlich Syriens Präsidenten Assad) zu schwächen. Doch wie schon die al-Quaida entwickelt sich die IS-Truppe zu einem kaum mehr zu kontrollierenden Haufen. Denn neben den eigentlichen Zielen in den Ursprungsländern geraten angesichts der ideologischen Ausrichtung auch US-Ziele ins Visier der hochgezüchteten Extremisten. Ob von den CIA-Führern bewusst initiiert, oder einfach aus Fahrlässigkeit, bleibt Spekulation.

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