Griechenland will Mauer an türkischer Grenze erweitern, um Migranten zu blockieren

Mit Hilfe einer fünf Meter hohen Mauer sollen Migranten an der griechischen Grenze zur Türkei von einem illegalen Grenzübertritt abgehalten werden.

Von Redaktion

Athen sagte am Montag, dass es die Pläne zum Bau einer Mauer entlang der griechischen Grenze zur Türkei abgeschlossen habe, um eine große Zahl von Migranten an der illegalen Einreise ins Land zu hindern.

Etwa 26 Kilometer der Mauer sollen zu einem bestehenden 10 Kilometer langen Zaunabschnitt hinzugefügt werden, sagte Regierungssprecher Stelios Petsas und fügte hinzu, dass das Projekt bis Ende April abgeschlossen sein soll. Die fünf Meter hohe Barriere würde 63 Millionen Euro kosten.

Die Mauer wird aus verzinkten Vierkantstahlrohren und Betonfundamenten bestehen, teilte das griechische Ministerium für öffentliche Ordnung mit. Darüber hinaus ist ein Überwachungskameranetz geplant, das die gesamte 192 km lange griechisch-türkische Grenze abdecken soll, teilte die Polizei AP mit, und Versuche mit hochleistungsfähigen mobilen Sirenen haben begonnen.

Der Bau der Mauer „war das Mindeste, was die Regierung tun konnte, um den griechischen Bürgern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln“, sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Samstag.

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Im Februar und März beschuldigten die griechischen Behörden Ankara, rund 10.000 Flüchtlinge und Migranten mit Bussen an die Grenze zu schicken und sie zum Grenzübertritt zu drängen. Die Migranten wurden von griechischen Bereitschaftspolizei- und Armeeeinheiten zurückgedrängt.

Die Türkei beherbergt fast 4 Millionen Flüchtlinge, vor allem aus Syrien. Die EU und Ankara einigten sich im März 2016 auf eine Vereinbarung, die der Türkei helfen soll, Wohnraum und medizinische Zentren für die Flüchtlinge zu finanzieren. Ankara hat den Block seither beschuldigt, seine Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht einzuhalten, darunter visafreies Reisen für türkische Staatsbürger und eine erweiterte Zollunion.

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Im Rahmen des Abkommens hatte die EU 6 Milliarden Euro an Hilfe für die Flüchtlinge zugesagt, und es wird erwartet, dass die volle Summe bis 2025 gezahlt wird. Nach EU-Angaben wurden bereits rund 3,4 Milliarden Euro aller operationellen Mittel an Organisationen überwiesen, die für Projekte im Rahmen der Vereinbarung unter Vertrag genommen wurden.

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