Die AfD will mit der CDU koalieren und ist Bereit für Kompromisse, so Parteivize Pazderski.

Von Michael Steiner

Offenbar ist die AfD dazu bereit, im Falle von Koalitionsverhandlungen mit der CDU von Maximalforderungen Abstand zu nehmen und Kompromisse einzugehen. So fordert Parteivize Georg Pazderski die CDU zur Öffnung für Koalitionen mit der AfD auf. In einem Strategiepapier mit dem Titel „Warum die ‚Mitte‘ in Deutschland und in Berlin heute so schwach ist“, über das die „Welt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet, versucht Pazderski, die CDU zu solchen Gesprächen zu ermuntern.

Der AfD-Spitzenpolitiker fragt in diesem Papier, warum sich die CDU nicht zutraue, „gegebenenfalls das bei der AfD zu verhindern, was sie für zu weit rechts hält?“ Denn: „Wenn die CDU nach links die Rolle der Hüterin der Mitte spielen will“ und Forderungen der SPD oder der Grünen ablehne, so fragt der Berliner AfD-Landeschef weiter, „warum soll das mit der AfD nach rechts nicht möglich sein?“ Die CDU könne doch sagen, „was mit ihr nicht zu machen ist“.

Pazderski sieht die politische Mitte in Deutschland derzeit entleert. Die SPD sei „längst weit nach links abgeglitten“, wie es in Pazderskis Papier heißt, und die Grünen setzten „radikaler denn je auf Verbote und auf die totale Abzocke der Bürger im Namen eines enthemmten Klimaschutzes“. Die CDU aber stehe auch nur dann in der Mitte, wenn sie akzeptiere, dass es auch rechts von ihr eine koalitionsfähige Partei gebe, nämlich die „bürgerlich-konservative Volkspartei AfD“, wie Pazderski schreibt.

Allerdings kann man davon ausgehen, dass es noch einige Jahre brauchen wird, bis sich die Union für eine Koalition mit der AfD öffnet. Bei den Grünen und der Linkspartei brauchte es ebenfalls einige Zeit, bis sie von den etablierten Parteien als Koalitionspartner in Betracht gezogen wurden.

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