Nachdem die CDU kaum in der Lage ist, einen geeigneten Kanzlerkandidaten zu finden, wird Bayerns Ministerpräsident ins Spiel gebracht.

Von Michael Steiner

In der CDU-Führungsriege scheint man sich noch nicht klar darüber zu sein, wer Angela Merkel nun tatsächlich folgen soll. Annegret Kramp-Karrenbauer – kurz AKK genannt – darf zwar (vorübergehend) die Partei führen, doch niemand traut ihr zu, die CDU wieder auf neue Höhen zu heben.

Mehr als ein Jahrzehnt Angela Merkel an der Spitze haben die einst konservativ-zentristische Partei zu einer der X-Beliebigkeit gemacht. Ein wenig sozialdemokratischer Anstrich hier, ein wenig Grün da – und ständige Attacken auf die (rechts-) konservative Basis, die sich ohnehin schon partiell zur AfD abgeseilt hat, weil man diese Linkswende nicht mehr mittragen konnte und wollte.

Dem gegenüber steht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der Schwesterpartei CSU. Die Amtsübernahme von Horst Seehofer gelang problemlos und trotz des Rufs der „Umfallerpartei“ gelingt es den bayerischen Konservativen problemlos, sowohl den „rechtskonservativen Stammtisch“ als auch die urban-bürgerliche Clientel für sich zu gewinnen.

Kein Wunder also, dass der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer seinen Parteichef gegenüber den Funke-Zeitungen ins Gespräch brachte. Immerhin schaffte er es, beim CDU-Parteitag am Samstag in Leipzig die Delegierten bei seiner Rede jubeln zu lassen. Sollte er es schaffen, sich in der Öffentlichkeit stärker zu positionieren, wäre Söder durchaus in der Lage, viele in der CDU für sich zu gewinnen und so die Union in den Bundestagswahlkampf 2021 zu führen.

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Für die CDU selbst wäre dies eine Möglichkeit, sich in der ersten Zeit der Nach-Merkel-Ära neu zu sammeln und aufzustellen. Doch ob die Partei über ihren eigenen Schatten springt und der Schwesterpartei den Vortritt lässt, ist noch mit vielen Fragezeichen versehen.

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4 thoughts on “Söder als Kanzlerkandidat der Union?”

  1. Das mag vielleicht seinen eigenen Kopf beflügeln, aber als Drehhofer 2 wird man kein Kanzlerkandidat, da fehlt das Fortune und außerdem die Akzeptanz jenseits des Weißwurstäquators und Wünsche mögen ja legitim sein, die Voraussetzung fehlt und das ist das Wesentliche um Kanzler der Deutschen zu werden, denn Experimente dieserhalb hatten wir in den letzten Jahren zuviele, nun wird es Zeit wieder richtige Wege zu beschreiten, mit ihm ist es aller Voraussicht nach nicht möglich.

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