Staatsanleihen: Russland setzt auf Euro und Yuan

Wie der russische Finanzminister mitteilte, will Russland ab 2020 nur noch Kredite auf Euro- oder Yuan-Basis aufnehmen. Der US-Dollar ist aus dem Spiel.

Von Redaktion

Russland will in diesem Jahr keine Auslandskredite mehr aufnehmen und wird 2020 Kredite in Euro oder Yuan aufnehmen, nicht jedoch in Dollar. Dies sagte der erste stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Anton Siluanow laut TASS am Donnerstag.

„Wir werden Kredite in anderen Währungen als dem Dollar aufnehmen. In diesem Jahr haben wir keine Pläne mehr, Kredite auf dem ausländischen Markt aufzunehmen. Wir haben unser Programm erfüllt und es sogar übererfüllt. Nächstes Jahr werden wir sehen. Wahrscheinlich wird es nicht nur in Euro, sondern vielleicht in chinesischen Yuan sein“, sagte Siluanow.

Im März hat das Finanzministerium Eurobonds im Wert von 3 Milliarden US-Dollar mit Fälligkeit im März 2035 und zusätzlich Eurobonds im Wert von 750 Millionen Euro mit Fälligkeit im Jahr 2025 begeben. Im Juni hat das Finanzministerium weitere Eurobonds im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar mit Fälligkeit im Jahr 2029 platziert und Anleihen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar mit Fälligkeit im Jahr 2035.

Russland hat seine Auslandsschulden in den letzten Jahren deutlich reduziert. Aufgrund der feindseligen Haltung Washingtons gegenüber Moskau und dem Kampf gegen die globale Dominanz des US-Dollars im Wirtschafts- und Finanzbereich versucht Russland mittlerweile sich davon zu lösen. Auch wurden in den letzten Jahren immer wieder Dollarreserven verkauft und diese vor allem gegen Gold eingetauscht.

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Der künftige Fokus auf Euro und Yuan verdeutlicht auch den Fokus Moskaus, der auf eine Verbesserung der Beziehungen zur EU und auf eine Vertiefung der guten bilateralen Beziehungen zu China setzt. Den Amerikanern hingegen will Moskau zeigen, dass es auch ohne sie geht.

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4 Kommentare

  1. Da setzen sie auf`s falsche Pferd, vermutlich aus Verzweiflung, denn beide Währungen sind mehr als fragwürdig, weil die Stabilität beider Systeme auf Treibsand steht und jederzeit in sich zusammenbrechen kann, im Gegensatz zu den USA, die sein mögen wie sie sind, aber wenn es ans Eingemachte geht, dann haben sie schon immer große Energie besessen, Probleme zu lösen, während die anderen stets in sich zerfallen sind und was China anbelangt, so erscheint nur die äußere Haut rosig, wie es innen aussieht ist eine andere Frage, man muß sich halt nur gut verkaufen um an deren Erfolg zu glauben, der bezogen auf die Einwohnerzahl sich im normalen Rahmen bewegt und ohne westliches Know How. würden sie weit darunter stehen, das darf man auch nicht vergessen.

    1. Bitte sehen Sie zu daß Sie in die EZB als Chef kommen bei ihrem Wissen über die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge.
      Ihr jetziges Dasein ist reine Vergeudung ihrer Kapazitäten.

      1. Soll ich darauf allen ernstes antworten? Lieber nicht, denn sicherlich scheiden sich in dieser Frage die Geister und dabei sollten wir es belassen, denn wer sich auf Glatteis bewegt, der muß auch damit rechnen eines zwischen die Füße zu bekommen, das kann auf diese oder jene Art geschehen, macht aber nichts, denn ein Forum ist dazu da seine persönliche Einschätzung vorzunehmen und wenn es anderen nicht paßt ist es sogar noch schöner wie Gleichklang, beides hat seine guten Seiten.

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