Björn Höcke . Bild: Flickr / metropolico.org CC BY-SA 2.0

Können der Bundesvorstand und das Schiedsgericht nur keine Kritik von Höcke ertragen oder ist er diesmal beim Kyffhäusertreffen wirklich übers Ziel hinausgeschossen? 

Von Redaktion

Der Machtkampf in der AfD eskaliert weiter. Nun schlägt das nationalkonservative Lager zurück. In einem „Appell für eine geeinte und starke AfD“ üben mehr als 100 Parteikader heftige Kritik am Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke und dem radikal rechten „Flügel“.

In dem Appell, der dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)“ vorliegt, heißt es unter anderem: „Die AfD ist und wird keine Björn-Höcke-Partei.“ Die Unterzeichner werfen Höcke Personenkult und spalterische Tendenzen vor.

Unterschrieben ist der Aufruf unter anderem von fünf Mitgliedern des Bundesvorstands und mehreren Landesvorsitzenden. Prominenteste Vertreter sind die Vize-Bundesvorsitzenden Georg PazderskiKay Gottschalck und Albrecht Glaser. Unterzeichnet haben aus dem Bundesvorstand auch Schatzmeister Klaus-Dieter Fohrmann und Schriftführer Joachim Kuhs.

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Höcke hatte am vergangenen Wochenende auf dem jährlichen „Kyffhäusertreffen“ der radikalen Rechten Bundesvorstand und Schiedsgerichte der AfD attackiert und angedeutet, selbst für den Vorstand zu kandidieren.

In dem Appell heißt es nun: „Mit seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen hat Björn Höcke die innerparteiliche Solidarität verletzt und ist damit unseren Wahlkämpfern und Mitgliedern in den Rücken gefallen.“ Höcke habe „spaltende Kritik“ geäußert und sogar „ihm nicht genehme Mitglieder aufgefordert, die Partei zu verlassen.“ In dem Appell heißt es weiter: „Wir weisen diese Behauptungen und Aussagen von Björn Höcke ausdrücklich zurück.“

Besonders stößt den Unterzeichnern auch der „exzessiv zur Schau getragene Personenkult um Björn Höcke“ auf. Als Landesvorsitzender in Thüringen sei Höcke nicht legitimiert, für die Gesamtpartei zu sprechen. Höcke solle sich in Zukunft allein auf seinen Landesverband konzentrieren.

Im Herbst werden der Vorstand der Bundestagsfraktion und der Parteivorstand neu gewählt.

Sehen sie Björn Höcke beim diesjährigen Kyffhäuser-Treffen 

 

 

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5 KOMMENTARE

  1. Die wirklichen Spaltpilze geben sich zu erkennen, das patriotische Mäntelchen bekommt Löcher und die Stellungnahmen zum „Flügel“ werden inquisitorischer ! Es wird erkennbar, wer wirklich eine Spaltung und damit eine Marginalisierung der alternativen Kräfte im deutschen Volk vorantreibt.

  2. Die AfD braucht keine Antifa und Linken und Grünen die von Außen die AfD zerstören. Die AfD zerstört sich selber von Innen wie die Piraten und Republikaner Parteien.

  3. Sagen kann man viel, auch wenn es an eigene Parteigranden gerichtet ist und solange man die Parteistatuten beachtet ist nichts einzuwenden, ob es aber glücklich nach außen ist, das ist eine andere Frage und interne Auseinandersetzungen sind völlig normal, die gibt es in jeder Partei, man erinnere sich nur mal an die ersten 15 Jahre der grünen Marxisten, mit dem Realoflügel und den Fundis, wenn das gleiche heute ein Höcke machen würde, was damals von den Akteuren nicht nur provoziert sondern teils auch umgesetzt wurde, dann wäre das Geschrei der Systemparteien und ihren Helfershelfern noch weit größer und deshalb sollte man die gegensätzlichen Stimmen parteiintern nicht überbewerten, weil man sonst der Gegenseite zusätzlich Munition liefert, die das gerne aufgreifen um sich als die Guten darzustellen, obwohl sie so was von verkommen sind, daß man es in Worten garnicht mehr fassen kann.

  4. Wenn sich Höcke gegen innerparteiliche Angriffe wehrt, ist das völlig normal. Das ist wohl in jeder Partei so. Höcke ist innerhalb der AfD eine unangefochtene Koryphäe. Dazu kommt seine Beliebtheit und das er in seinen grandiosen Reden die Wahrheit im Klartext ausspricht. Ohne Höcke hätte die AfD deutlich weniger Wählerstimmen, vor allem in Thüringen. Das paßt vielen nicht, sie sind neidisch und man möchte ihm schaden und rechte Ideologien anhängen. Übrigens ist die ständige Spalterei in links und rechts und in sonst noch vorhandene Parteifarben vom System so gewollt. Teile und herrsche, das schafft Uneinigkeit in der Bevölkerung und sichert die Macht der Ausbeuter. Es ist doch heute so, wer die Wahrheit sagt, die Politikerkaste mit ihren Handlangern, deren Unfähigkeiten und Schweinereien entlarvt, der wird einfach als Rechter oder Nazi diffamiert. Leider fällt die Masse auf dieses Lügenspiel ständig rein. Das ganze Gefasel mit rechtem Flügel und so, ist parteischädigend und spielt der derzeitigen an der Macht befindlichen Ausbeuterbande mit ihren Systemlingen in die Hände.

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