Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags stellte fest, dass Deutschland unter Umständen für die Besatzungszeit zig Milliarden Euro an Griechenland zahlen muss.

Von Michael Steiner

Griechenland will von Deutschland insgesamt 290 Milliarden Euro an Reparationen für die während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen verursachten Kriegsschäden. Schäden die vor allem deshalb entstanden waren, weil Hitlers Verbündeter Mussolini den Balkan erobern wollte.

Bislang weigerte sich die deutsche Bundesregierung, den Griechen auch nur einen Cent an Reparationen zu leisten. Für Berlin ist die Sache abgeschlossen. Man habe bereits nach dem Krieg eine Entschädigung bezahlt. Dies müsse ausreichen. Doch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags sieht das anders.

Medienberichten zufolge heißt es in einem Sachstandsbericht des Dienstes, dass die Position der Bundesregierung „völkerrechtlich vertretbar, aber keineswegs zwingend“ sei. Demnach solle der Internationale Gerichtshof in Den Haag Rechtsklarheit schaffen. Doch dafür müsse sich die Bundesregierung freiwillig bereit erklären, da der Fall bereits mehr als 70 Jahre zurückliegt.

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Griechenland ist allerdings nicht das einzige Land, welches von der Bundesrepublik wegen des Zweiten Weltkriegs Unsummen an Entschädigung fordert. Auch die polnische Regierung hat in den letzten Jahren immer wieder darauf gepocht, von Berlin eine Wiedergutmachung zu erhalten. Und das, obwohl Polen infolge des Zwei-plus-Vier-Vertrags die damals „zur Verwaltung“ übergebenenen ostdeutschen Gebiete zugeschlagen bekam. Warschau verlangt ebenfalls mehrere hundert Milliarden Euro von Berlin.

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5 KOMMENTARE

  1. Andersrum, die müssen ja garnicht mehr bezahlen, weil die Griechen die Rückzahlung der Kredite mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr erfüllen und damit etwas einbehalten was ihnen nicht zusteht und das nennt man Aufrechnen und solche Brüder dürften von uns nicht einmal mehr einen EUR erhalten und trotzdem müssen wir ewig nach allen Seiten zahlen, dieser Schuldkult wird ja immer unerträglicher und deshalb müssen diejenigen weg, die nach diesem Prinzip handeln, wir haben schon genug finanzielle Buße geleistet, irgendwann ist mal Schluß und selbst nach 30 Jahren sind wir noch besetzt, obwohl das nach de UN-Statuten garnicht mehr erlaubt ist und man hat es einfach nur als Beistandsarmee umbenannt und somit alles umgangen und das natürlich auch mit Einwilligung der deutschen Satrappen, was sind das alles nur für Strolche die uns so behandeln, kein Volk wird nach 75 Jahren noch so geknechtet und ausgenommen, das ist doch abartig sondersgleichen und muß ein Ende finden.

  2. Bescheuert genug wären sie ja, jene die gerade am Ruder sind.
    Wenn die BRD Regierung auf anderen Gebieten Vertragsuntreue vorgelebt haben sollte, dann haben sie sich damit auch ein offenes Feld für Angriffe, bezw. für endlos Forderungen auf anderen Ebenen geschaffen.
    Für eine EU Mitgliedschaft der Griechen dürften damit aber auch jede moralische Integrität eines Gemeinschaftsspieles vernichtet worden sein.
    Ein tieferer EU Sinn ist damit bereits jetzt vom Tisch.

  3. Der wissenschaftliche Dienst sollte zum Schweigen gebracht werden. Wie können diese Vollpfosten „anderer Ansicht“ sein, wenn bereits ein Urteil des Internationalen Gerichtshof von 2012 vorliegt.?

    Damals hatten Italien und Griechenland Forderungen gestellt, die Richter kamen zu der Überzeugung, dass die BRD NICHT Rechtsnachfolger des deutschen (bzw.III. ) Reichs sind, dass nach Ansicht der Richter völkerrechtlich fortbesteht ( !!! ) . Es verwundert nicht, dass den Hanseln im Wissenschaftlichen Dienst dieser Wortlaut so schlecht in Erinnerung bleiben will, stellt er doch die „Deutsche Einheit“ in frage, aber dass sie jetzt einem Begehren einer korrupten griechischen Regierung nachkommen will, ist nicht nachvollziehbar.

  4. Tja, so sieht es eben aus wenn man die Deutschen zum Buhmann der ganzen Welt macht. Aus der Geschichte heraus müsste Italien dann Reparationen an Griechenland bezahlen, theoretisch jedenfalls. Denn Italien hat Griechenland angegriffen und furchtbar den Hintern versohlt bekommen. Das die Wehrmacht diesen Kriegsschauplatz gar nicht auf dem Schirm hatte, konnte man daran erkennen das es sechs Monate gedauert hat im Mittelmeer einzugreifen.

    Des weiteren hatten die Engländer völkerrechtswidrig Truppen und Flugzeuge im „neutralen“ Griechenland stationiert, von daher war der Angriff Italiens auf Griechenland sogar legitim. Aber ich bin sicher das diese Regierung die geforderten Reparationen bezahlen wird, irgendwann auch an Polen.

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