Big Pharma macht das Gesundheitssystem zu einer Cash Cow für Eliten. Profite und Shareholder Value sind alles was für die Konzerne zählt.

Von Marco Maier

Eben erst gab es eine Meldung, wonach Big Pharma im ersten Halbjahr 2019 alleine in den Vereinigten Staaten die Preise für insgesamt 3.400 Medikamente erhöhte. Bei der Generika-Version des Antidepressivums Prozac gab es sogar einen Preissprung von 879 Prozent. Insgesamt gab es bei rund 40 Medikamenten einen Preissprung in dreistelliger Prozenthöhe (also eine Vermehrfachung des Ursprungspreises). Im Durchschnitt lagen die Preiserhöhungen bei 10,5 Prozent, also etwa dem Fünffachen der offiziellen Inflationsrate in den USA.

Aber nicht nur in den USA kassiert Big Pharma ordentlich ab. Weltweit hat sich ein System etabliert, in dem die pharmazeutische Industrie zum großen Absahner avancierte. Denn schon bei der Forschung an und Entwicklung von Medikamenten gibt es oftmals finanzielle Zuschüsse aus den öffentlichen Kassen. Medikamente, die dann trotzdem mit großen Gewinnspannen verkauft werden.

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Hinzu kommt der Umstand, dass sich die Forschungen vor allem auf jene Krankheiten konzentrieren, die möglichst viel Profit abwerfen können. Ob nun Krebstherapien, Diabetes oder andere weit verbreitete Krankheiten – dort wartet das große Geld. Seltene Krankheiten jedoch spielen nur eine untergeordnete Rolle. Warum sollte man auch zig Millionen Euro in die Forschung an einem Medikament stecken, welches vielleicht nur bei ein paar Tausend Patienten jährlich angewendet werden kann?

Melkkuh Patient

Und nicht nur das. Patienten werden zunehmend als Melkkühe betrachtet. Es geht nicht darum, sie zu heilen. Vielmehr geht es darum, möglichst lange möglichst viel „abcashen“ zu können. An gesunden Menschen verdient Big Pharma nichts. Das hatte auch Goldman Sachs einmal angesprochen (worüber selbst die Deutsche Apotheker-Zeitung schrieb).

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Die Pharmaindustrie müsste jedoch eigentlich auf das Gemeinwohl ausgerichtet und nicht gewinnorientiert sein. Finanziert aus öffentlichen Mitteln könnte die medizinische Forschung auf Universitäten und supranationale Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt verteilt werden. Kooperation und gezielte Mittelverteilung statt Konkurrenzkampf wären die neue Realität. Die Produktion und den Vertrieb könnten staatliche Unternehmen übernehmen.

Klar, das ist eine Herkulesaufgabe, aber wie lange noch sollen die Pharmakonzerne auf Kosten der allgemeinen Gesundheit noch die Eliten bereichern?

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1 KOMMENTAR

  1. Aus meiner 45 jährigen Berufstätigkeit, als Masseur und med. Bademeister, kann ich den Verlauf eines Erkrankten am Bewegungs-und Halteapparat nur so schildern: Patient X , Alter von 14 – xxx Jahren, kommt mit Rückenbeschwerden, diffusen Gelenkbeschwerden oder Migräne/Kopfschmerzen zum Arzt. Ohne richtige Untersuchung und Anamnese werden gleich Schmerzmittel verordnet. Irgendwann kommt dann noch Röntgen und Kernspin hinzu und wiederum Tabletten, nur keine richtigen Behandlungen. Und so geht es jahraus und jahrein, nur ein Helfen ist nicht in Sicht. Nach etlichen Jahren stellt sich nun der „Bluthochdruck“ ein. Es wird in 99% der Fälle nicht ermittelt, woher das kommt, sondern es gibt die nächste Pille. Da alles nicht richtig hilft, gibt es weiterhin alle möglichen Schmerzmittel. Nun ist der Körper so vergiftet worden, dass jetzt auch die Bauchspeicheldrüse reagiert. Es kommt „Blutzucker“ hinzu. Nun sind es noch ein paar Pillen mehr. Dann geht’s es irgendwann einmal zur Darmspiegelung und hier wird nun Darmkrebs diagnostiziert! Die Darmspiegelungen hat man nun zur Vorsorgeuntersuchung gemacht, aber die Ursache all dieses Unsinns wird nicht beseitigt. Es gibt eben nicht die natürlichen Heilweisen, sondern die krank machenden nicht helfenden Pillen! Der Mensch wird hier ausgenommen wie eine Weihnachtsgans , aber schlimmer wird das Ausnehmen, wenn er in ein Alten-oder Pflegeheim kommt. Da wird er dann von zwei Seiten ausgenommen. Pharma und Pflegeheim!

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