Mittels autonomer Drohnenboote will die israelische Marine U-Boote jagen. Erste Tests wurden bereits während einer Marineübung durchgeführt.

Von Redaktion

Seagull (Möwe), das bahnbrechende autonome Schiff von Elbit Systems, nahm kürzlich an einer U-Boot-Abwehrübung (Anti-Submarine Warfare, ASW) teil, die von der griechischen und der israelischen Marine durchgeführt wurde. Das Multi-Missions-Drohnenschiff setzte Tauchsonarsensoren ein, die ursprünglich für Hubschrauber entwickelt wurden.

„Die Leistung der ‚Seagull‘ in dieser Übung hat gezeigt, dass das Betreiben eines Eintauchsonars an Bord eines solchen Schiffes die operationale Arbeitszeit erheblich verlängert und gleichzeitig die Erkennungsfähigkeiten und die Wirksamkeit der U-Boot-Abwehr wesentlich verbessert“, sagte Elbit.

Drei Monate vor dem Training absolvierte die israelische Marine einen Sea Acceptance Test (SAT) für das Eintauchsonar (auch bekannt als Helicopter Long-Range Active Sonar, HELRAS), das erfolgreich von einem Hubschrauberbetrieb auf jenen in einem autonomen Boot umgestellt wurde.

HELRAS wurde in den 1970er-Jahren von FIAR und British Aerospace zur Erkennung von U-Booten entwickelt. Der Sensor wurde während des Kalten Krieges von der NATO zur Erkennung russischer U-Boote eingesetzt.

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Die „Seagull“ ist nicht die erste autonome Plattform, die für die U-Boot-Jagd entwickelt wurde. Das autonome Schiff „Sea Hunter“, das von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) entwickelt wurde, um U-Boote zu jagen, wurde im ersten Quartal 18 erfolgreich an die US-Marine übergeben.

Die US-Marine fügte außerdem eine Flotte autonomer U-Boote hinzu, indem sie vier von Boeings extra großen unbemannten Unterwasserfahrzeugen (XLUUV) kaufte, die U-Boot-Abwehr, elektronische Kriegsführung, Minenabwehrmaßnahmen und Streikeinsätze durchführen.

Das Situationsbewusstsein für das Meer wird im Mittelpunkt der ASW des 21. Jahrhunderts stehen und ist ein Kernbereich der Mission der US-Marine geblieben.

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2 thoughts on “Israelische Marine setzt Drohnenboot ein, um U-Boote zu jagen”

  1. Die Uboote sind heute so leise geworden, dass die passive Ortung von so einem lauten Motorboot aus kaum etwas bringt. Außerdem wäre es für ein Flanke Array viel zu kurz – es sei denn es könnte eine Schleppsonar einsetzen, dass dann aber Personal benötigen würde. Das widerspricht sich dann selbst…. usw., usw.

    Also wieder mal alles ein Waffenporno der Rüstungslobby.

  2. Solche Waffensysteme beinhalten immer das hohe Risiko von unbegründeten Zwischenfällen.
    Bei Israel und den USA können natürlich auch solche Zwischenfälle einkalkuliert sein, das passiert immer dann wenn man sich selbst für unantastbar hält und glaubt über jedwedem Recht zu stehen.

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