Österreich: SPÖ will totalen Misstrauensantrag

SPÖ-Chefin Rendi Wagner will einen Misstrauensantrag gegen die ganze Regierung von Bundeskanzler Kurz einbringen. Die Liste „Jetzt“ wollte nur gegen Kurz stimmen. Die FPÖ will den Antrag unterstützen.

Von Michael Steiner

Die Liste „Jetzt“ will eigentlich nur einen Misstrauensantrag gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellen. Das geht der SPÖ nicht weit genug. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner will einen solchen gegen die ganze Bundesregierung stellen, die derzeit nur aus Ministern der ÖVP und ihr nahestehenden Personen besteht.

Peter Pilz (Jetzt) will jedoch erst einmal analysieren. Die FPÖ, die nach der Regierungsumbildung durch Kurz geschlossen aus der Regierung zurücktrat, wird sehr wahrscheinlich zustimmen. Dort will man sich am Verhalten des Bundeskanzlers rächen.

Dieser warf der SPÖ und der FPÖ vor, eine „neue Koalition“ gebildet zu haben. „Es gibt eine neue erstaunliche Koalition, die sich in Österreich gebildet hat: Herbert Kickl zusammen mit Pamela Rendi-Wagner. Beide Parteien eint das Ziel, dass sie mich als Kanzler loswerden wollen“, sagte Kurz der „Bild“.

„Dabei sagen die Bürger klar, dass sie das eben nicht wollen, weil es im September ja ohnehin Neuwahlen gibt.“ Auf die Frage, ob er wegen des Misstrauensvotum nervös sei, sagte Kurz: „Nein, denn ich weiß: Auch wenn die FPÖ und SPÖ morgen im Parlament gegen mich stimmen: am Ende im entscheidet das Volk bei der Wahl im September.“

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Österreich bestätigt: OPCW-Bericht über Skripal wurde von Briten gefälscht

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

4 Kommentare

  1. „Peter Pilz (Jetzt) will jedoch erst einmal analysieren.“

    Was will er denn noch analysieren?
    Ob er zu seiner Stellung danach als Spaltpilz oder Fliegenpilz benannt wird?
    Es bleibt einerlei.

  2. Na, wenn der Schuß nicht mal nach hinten los geht, denn Kurz ist allseits beliebt und wer den abschafft, braucht bei den nächsten Wahlen nicht mehr antreten, aber Dummheit scheint ja weit verbreitet zu sein, sogar unter Politikern, die nach meinem Kenntnisstand auch nur Menschen sind, wie du und ich.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.