Die SPD und die Angst vor einem starken Deutschland

In der SPD geht die Angst vor einem starken Deutschland um. Wie so oft ist die Vergangenheit der Grund.

Von Marco Maier

Gestern hieß es, dass die SPD einen Kurswechsel in der Verteidigungspolitik wolle. Würde die Bundesrepublik nämlich entsprechend dem NATO-Ziel tatsächlich zwei Prozent der Wirtschaftsleistung in die Rüstung stecken, also mehr als 70 Milliarden Euro pro Jahr, wäre Deutschland "dann mit Abstand die größte Militärmacht Europas", so Martin Schulz und Thomas Opperman in einem Beitrag für die Funke-Zeitungen. Denn "allein aufgrund unserer Vergangenheit" könne dies niemand wollen".

Soso. Die deutsche Vergangenheit wird wieder einmal als Grund für politische Entscheidungen herangenommen und nicht die aktuelle Geopolitik. Denn die SPD-Spitzenpolitiker sollten vor allem erst einmal erkennen, dass höhere Rüstungsausgaben in Deutschland im aktuellen geopolitischen Rahmen vor allem Eines bedeuten: Eine weitere Unterstützung des US-Imperiums, für das deutsche Soldaten ihr Leben riskieren.

Ein starkes Deutschland mit guten Beziehungen zu den nahen und fernen Nachbarn, zu Ost und West, ist an und für sich kein Problem für Europa – wenn es unabhängig ist. Im derzeitigen transatlantischen Abhängigkeitsverhältnis jedoch durchaus. Aber diese Erkenntnis ist für SPD-Bonzen wohl einfach "zu hoch", um sie zu begreifen. Gerade als wichtige Industrie- und Handelsnation könnte ein souveränes und starkes Deutschland eine positive Rolle in der internationalen Politik spielen. Auch mit einer starken Bundeswehr, die auch wirklich zur Landesverteidigung eingesetzt wird und nicht als Hilfstruppe für die Interessen Washingtons (wie in Afghanistan) oder jener von Paris (wie in Mali)

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18 Kommentare

  1. egal herr maier,

    was wäre denn wenn die spd in die gleiche lücke kloppt wie die cdu?

    wenn es, wie es in dieser lotterrepublik üblich,großmachtsträume aufkommen? dann haben wir als stärkste macht in europa ein problem. was schließt aus, das die rüstungslobbyisten wie in amerika einfluß nehmen? und denen kann es doch nicht genug krieg geben, damit sie profite machen, da spielen kolateralschäden, durch beeinflußte politik doch kaum bis garnicht eine rolle. nene, da solln se lieber ein bischen feige sein und drauf verzichten die kohle für panzer raus zu haun.wir haben andre baustellen.

    1. dauernörgler    mit der afd direkte demokratie einführen und schon ist die rüstungslobby kontrolliert

      ich habe meinem angeordneten   damals verboten für eine beteiligung der bundeswehr im syrienkonflikt zu stimmen, er hat zugestimmt und mir nicht einmal geantwortet

  2. Ein politisch starkes Deutschland ist nicht erwünscht, aber gegen ein wirtschaftlich starkes Deutschland ist nichts einzuwenden, solange man die Überschüsse für das Allgemeinwohl Europas und der Welt einsetzen kann. Das ist der Preis, den eine Verlierernation bis heute zu bezahlen hat und ohne eine geistige, politische Wende wird sich daran auch nichts ändern, es sei denn, die Bürger wachen auf und wählen eine andere Regierung. Vermutlich wird sich aber nicht viel ändern, denn wer satt ist scheint antriebslos zu sein und das ist der wahre Grund, warum man, wenn auch zum Teil murrend, alles hinnimmt.

  3. Ein militärisch starkes Deutschland soll also kein Problem für die anderen europäischen Staaten darstellen? Das kann ich nicht glauben. Deutschland rüstet munter auf und England, Frankreich, Polen, usw. schauen einfach zu? Auch nicht in ihren feuchten Träumen, Herr Maier. Und wie erlangt man militärische Stärke? Einfach mehr Panzer? Das war einmal. Heute definiert sich die militärische Stärke eines Landes ausschliesslich über die Anzahl seiner Atomwaffen. Sollte Deutschland über eigene atomare Waffensysteme verfügen. Auch dies wird bei unseren Nachbarn keine Begeisterungsstürme auslösen.

    Und was ist mit Soldaten? Trotz der ganzen Technik braucht man Soldaten. Woher sollen die kommen? Um eine schlagkräftige Armee aufzubauen brauchen wier viele hundertausend Mann. Immer noch. Und man braucht auch gescheite Offiziere und Unteroffiziere, die über einen einigermassen normalen Intelligenzquotienten verfügen. Die sind die Seele jeder Armee. Aber die meisten Deutschen haben mit der Bundeswehr nichts am Hut. Oder man muss den Wehrdienst wieder einführen. Aber auch das wird langsfristig nicht ausreichen.

    Natürlich kann man sich auch bei unserern Neubürgern bedienen. Ein kunterbunter Haufen schön in Uniform verpackt. Auf diese Truppe wäre ich mal richtig gespannt.

    Eiinfach mal ein bisschen mehr Geld ausgeben und schon läuft es. So einfach ist das leider nicht.

    1. Wie will man aus einem Volk dem man mit dem Gift des politischen (Mißbrauchs) Liberalismus das Gehirn gewaschen hat, schlagkräftige Soldaten rekrutieren?

      1. Bitte bleiben sie präzise. Liberalismus und Neoliberalismus ( den Sie mit Sicherheit meinen ) sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Weiterhin sollte man den klassischen Liberalismus nicht in einem Zuge mit der FDP nennen. Sie nennen sich liberal, sind es aber bei weitem nicht.

  4. Ein sehr lesenswerter und aufklärender Artikel………..von einem Patrioten…….muss man lesen

    ……….jedes Wort ist die blanke Wahrheit und eine treffende Analyse!

    Wer zieht eigentlich den Karren?

    Nur 27 Millionen Nettosteuerzahler auf fast 83 Millionen Einwohner. Davon 12 Millionen vom Staat Abhängige, die von den verbleibenden 15 Millionen ebenfalls mitversorgt werden müssen. Und jetzt auch noch Millionen Immigranten und Wirtschaftflüchtlinge zu 90 Prozent.
    Von den 27 Millionen Produktiven sind aber wiederum rund 12 Millionen direkt oder indirekt vom Staat abhängig (Staatsbedienstete, Lehrer, Professoren, Richter, Staatsanwälte, Politiker, Polizisten, Soldaten, Verwaltungsbeamte un – angestellte etc.). Diese werden also auch wieder von den Steuern und Abgaben der restlichen 15 Millionen bezahlt. Würden diese 15 Millionen wegfallen, wäre gar kein Geld da, die Staatsbediensteten zu bezahlen.
    Soweit dazu, wo doch dumme Individuen aus der BRD Nichtsnutztruppe behaupten……
    ….."Niemand wird etwas weggenommen,….
    ….."oder der Staat hat gut gehaushaltet"
    bei diesen "Weissagungen" von Typen welche jeden Tag auf Kosten der Steuerzahler leben, dreht sich mir der Magen um.
    Entscheidend sind also diese 15 Millionen nicht vom Staat abhängigen Nettosteuerzahler. Die 12 Millionen vom Staat abhängigen Nettosteuerzahler ziehen den Karren zwar auch essenziell mit, sie sorgen quasi dafür, dass die anderen überhaupt eine Basis haben, um etwas erwirtschaften zu können, sie sind aber ökonomisch letztlich von den 15 Millionen Nettosteuerzahlern außerhalb des Staates abhängig, weil diese ihre Gehälter ja mit erwirtschaften müssen.
    Konzentrieren wir uns also auf die 15 Millionen in der Wirtschaft produktiven Nettosteuerzahler, die den Karren primär ziehen.
    Diese 15 Millionen ziehen den Karren und schultern das Ganze maßgeblich.

    Alleine die hereingelockten „Flüchtlinge“ aus 2015 drohen das System zum Kollabieren zu bringen.
    Die 15 Millionen in der Wirtschaft tätigen Nettosteuerzahler sollen nur für die eine Million „Flüchtlinge“, die im Jahr 2015 nach Deutschland immigriert sind, mindestens 100 Milliarden Euro zusätzlich erwirtschaften, die alleine in den ersten fünf Jahren (2016 bis 2020) für diese „Flüchtlinge“ zusätzlich anfallen. Da sind all die Immigranten, die 2016, 2017, 2018 usw. noch hinzukommen (Familiennachzug plus neue Immigranten) noch nicht mitgerechnet.
    Die meisten Deutschen müssen diese ja nicht versorgen. Ein Immigrant verursacht im Schnitt einen Aufwand von zigtausend Euro jedes Jahr. Im Durchschnitt! Seriöse Schätzungen gehen teilweise sogar davon aus, dass ein „Flüchtling“ vom Zeitpunkt seiner Einreise bis zu seinem Lebensende uns ca. 400.000 bis 500.000 Euro kosten wird. Nicht die Extremfälle, sondern im Schnitt. Dies wird aber fast ausschließlich von den 15 Millionen Nettosteuerzahlern in der freien Wirtschaft (18 Prozent der Bevölkerung) bezahlt, nicht von Merkel, Maas, Gabriel, Steinmeier, Nahles und wie das ganze unfähige Gesindel heißt.
    Einem Teil der restlichen 82 Prozent ist zwar klar, dass man diese 18 Prozent nicht unendlich schröpfen kann, dass also die gigantischen Summen, welche für die „Flüchtlinge“ verbraten werden, dann zwangsläufig an tausend anderen Stellen fehlen, aber eben nur einem Teil. Ein anderer Teil (ökonomische Analphabeten) meinen entweder vollkommen naiv und realitätsfern „Ach, das wird schon irgendwie gehen“, so nach dem Motto „der Strom kommt aus der Steckdose und das Wasser aus der Leitung, war schon immer so, seit ich ‚denken‘ kann“. Oder aber andere meinen: „Dann müssen wir halt die 18 Prozent noch viel mehr schröpfen, hoch mit den Steuern und Abgaben, die haben doch noch genug“.
    Wenn "Politiker", Staatsbedienstete, Dauerstudenten und Hereingelockte sich mit neuen Hilfsmilliarden profilieren und mit ihrem Gutmenschentum mit erwirtschafteten Geld um sich schmeisen, tut das denen nicht weh, denn sie haben dafür nicht,s getan, nichts was dieses Land erst stark gemacht hat. 

     

  5. Ein Politpersonal deren Politik auf Schwächung und Ausverkauf des Landes und Volkes abstellt ist der existenzielle "Supergau" für Volk und Staat und bedeutet entweder die systemisierte politische Irrationalität, organisiertes Verrätertum oder beides! Es geht nicht in erster Linie um Stärke und Dominanz über andere auszuüben sondern vor allem um existenziell die Integrität von Staat und Volk sicherzustellen und um existenzielle Selbstbehauptung! Ein Politpersonal, das die politische Ansicht vertritt  ein sehr reiches Land in völliger Wehrlosigkeit und Schwäche verwalten zu können hat den Bezug zur Rationalität und Realität längst verloren und ist eine existenzielle Bedrohung für das Staatswesen in seiner Gesamtheit. Friede wird nicht dadurch hergestellt daß  sich der Reiche wehrlos und schwach macht sondern nur durch ausgewogene Wehrhaftigkeit und Verhältnisse. Man hat den Eindruck die derzeitige Politikergeneration leidet an einem tiefgreifenden funktionalen Identitätsverlust und völliger Realitätsverwirrung als hätte man den Protagonisten Verwirrungschips ins Hirn gepflanzt. Dem Artikel ist in jeder Weise zuzustimmen!

    1. Zustimmung. Aber wir müssten hier mal eine Diskussion führen, was ein Land zu einem reichen Land macht. Ich stelle mir schon seit längerem die Frage, ob Deutschland wirklich ein reiches Land ist. Und ich bin immer mehr der Auffassung, das wir es nicht sind.

      Ich will das jetzt nicht weiter  vertiefen. Aber als Thema wäre es schon sehr interessant.

      1. Deutschland ist jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit als eines der wirtschaftlich prosperierendsten Länder weltweit ausgewiesen gewesen! Die Schwächungspolitik wird ja nunmehr schon einige Jahre von Merkel und Co umgesetzt!

      2. Dazu müsstest erstmal "Reichtum" per se genau definieren. Und dann Länder Reichtum ebenfalls.

        Legt man das übliche an, slso Luxus und Macht. Dann ist ohne Zweifel die USA das Reichste Land der Erde. Ob man das nun hören will oder nicht.?

        Sie haben Zugriff auf alle Resourcen, kontrollieren die Weltwährung, den Welthandel und haben das stärkste Militär.

        Dem gegenüber ist DE Arm. Seine Stärke beruht auf Innovation, Fleiss, hoher Produktivität und guter Vernetzung im Welthandel. Das Gesamtpaket macht es durchaus Wohlhabend aber auch abhängig und verwundbar. Kurz gesagt, geht die EU in die Hose is hier erstmal für längere Zeit der Wohlstandsarsch ab. Aufgrund der Zuwanderug und diverser anderer Probleme vermutlich für immer. ? 

        Darum und um nix anderes dreht es sich im Augenblick. Das sollte jedem klar sein, auch der AfD. ?

  6. Überdies erwecken die linken einheitlich gesinnten Parteien des Bundestages den Eindruck als hätten sie mehr Angst vor deutscher Stärke als das Ausland! Was man nur als grotesk- degeneratives Politschauspiel wahrnehmen kann!

    1. Nun ja, wenn man bedenkt, dass die aus dem Ausland gesteuert werden und ihrer Meinung nach an der Antideutschen Front, nämlich mitten im Feindesland sitzen, kann man die Panik schon verstehen. Es sind ja unsere Dompteure, sie sind es, die uns ausgeliefert sind – so zumindest ihr Empfinden – vielleicht kriegen sie sogar eine Gefahrenszulage.

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