Gabriel wirft US-Regierung Protektionismus vor

Im Streit um Anti-Dumping-Verfahren der US-Regierung gegen zwei deutsche Stahlunternehmen hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) scharfe Kritik geübt.

Von Redaktion

"So wie es jetzt steht, sendet die US-Regierung damit das Signal, dass sie bereit ist, amerikanische Unternehmen zu bevorzugen, auch wenn das internationalem Recht widerspricht", sagte der Minister im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Das ist Protektionismus. Das werden wir Europäer uns nicht bieten lassen."

Die US-Regierung hatte gegen ausländische Stahlhersteller, darunter die Firmen Salzgitter und Dillinger Hütte, Strafzölle angekündigt. "Wir müssen alles dafür tun, dass sich diese unfairen Praktiken und buchhalterischen Tricks zu Lasten unserer hervorragend aufgestellten Stahlindustrie nicht fortsetzen", warnte Gabriel.

Europa stehe für fairen und freien Handel. "Wir werden uns politisch dafür einsetzen, dass sich die US-Regierung an internationales Handelsrecht hält." Die Unternehmen könnten jetzt den Rechtsweg beschreiten. Die zuständige EU-Kommissarin, Cecilia Malmström, werde prüfen, ob sie Klage bei der Welthandelsorganisation erhebt. "Ich kann diese Prüfung nur unterstützen", sagte er.

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Gabriel erklärte zudem, die Europäer würden geschlossen und gemeinsam vorgehen: "Auf den Wunsch der USA, von Fall zu Fall bilateral zu verhandeln, werden wir uns nicht einlassen. Wir lassen es nicht zu, dass die Position der Europäischen Union dadurch geschwächt wird", sagte der Bundesaußenminister.

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18 Kommentare

  1. Ich kenn zwar nicht die Details: Aber Dumping hat mit 'Protektionismus' wenig zu tun!

    Und was den 'fairen Handel der EU' angelangt erinnere ich nur an die 'Dumping' Hähnchen und das Geflügel, was nach Afrika verscherbelt wird und den einheimischen Markt völlig zerstört hat.

    Die 'Philosophien' der beiden Herren Trump und Gabriel könnten unterschiedlicher nicht sein: Bei Trump kommt 'America first', beim Hochverräter Gabriel, der sein Wahlvolk schon mal als 'Pack' verunglimpft,  gilt die Parole: "Deutschland zuletzt!"
     

    1. @Dietrich von Bern: Bei Gabriel Zustimmung. Aber:

      Trump is a really Great Yankee Swindler

      Durchsichtiges Theater: Trump hat den russlandfreundlichen Sicherheitsberater Flynn sofort entlassen, als die Presse Geschrei machte – und ZACK – durch einen russlandfeindlichen ersetzt. Auch unter Trump geht die Flutung Deutschlands weiter. Jetzt hat er der CIA-Agentin Merkel sogar zur gewonnenen Saar-Wahl gratuliert. Usw. Trump ist selbst Globalist, der zwar eine Mauer um die USA baut, aber ggü. dem Rest der Welt die Destabilisierungspolitik fortsetzt.

      Trump ist ein Hotel- und Spielhöllenbetreiber.
      Der versteht sich auf Show. Sein Großvater ist mit Bordellen reich geworden. Und gerade in der US-Politik geht’s um Show, das beherrscht Trump. Spielhöllen und Hotels in Atlantic City und Las Vegas. Seine Casinos waren schon vier mal pleite. Warum haben die Banken seine Kredite nicht fällig gestellt, als der Markt unten war, wie sie es normalerweise tun? Was hat ihn denn gerettet, wenn nicht seine Beziehungen zur New Yorker Finanzoligarchie? Und genau diesen Leuten ist er verpflichtet.

      Trump ist ein richtiger Yankee-Schwindler – wie er im Buche steht. Offensichtlicher geht’s nicht. Er zieht eine Show ab. Irgendwann fliegt der Schwindel natürlich auf. Aber es wird reichen, um die Amerikaner eine Zeitlang hinzuhalten. Und nur darum, hinzuhalten und Zeit zu gewinnen, geht es schließlich bei diesem bankrotten Imperium des Chaos.

      Ich gebe zu, ich bin auch auf ihn reingefallen, zusammen mit vielen anderen, sogar die Russen haben anfangs anscheinend an seine Echtheit geglaubt. Und man muss schon sagen, die Show, die er abzieht ist wirklich gut.

      Gegenbeispiel:
      Eike Batista, bis vor kurzem reichster Mann Brasiliens mit Konzernvermögen im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich, vielleicht hat Philip Gutschmidt hier genaue Zahlen. Firmen mit Substanz, auch wenn die Propaganda der brasilianischen Systempresse nun etwas anderes vorgaukeln will. Was ist passiert? Ein Kredit bei New Yorker Banken von soweit ich weiß 3 Milliarden Dollar wurde fällig gestellt, was eine Kettenreaktion auslöste. Absicht? Eike Batista verlor jedenfalls fast alles.

      Trump dagegen war definitiv unter Wasser, Vermögen minus Schulden war unter Null, wie er selbst damals sagte. Einmal, als er an einem Bettler vorbeiging, meinte er: „Der ist reicher als ich.“ Trotzdem haben die Banken weiter gestundet.

      1. Trump ist ein richtiger Yankee-Schwindler –

        ———-

        Mag sein, mag aber auch nicht sein. Gerade über Trump ist jede Menge Des-Informationl unterwegs initiiert von der Mischpoke, die ihn angeblich gerettet hat.

        Sein 'America First' Konzept, sein Trockenlegen all der Illegalen 'Bereicherrung', sein Plan, den 'Zaun' zui bauen usw.-  all das ist mir 100 mal lieber und sympathischer, als der Hochverrat und das totale Abwracken von Deutschland durch Merkel, Schulz , Gabriel & Konsorten!

        Dass Trump ein Schlitzohr ist, wusste ich schon vor seiner Wahl zum Präsidenten und dass er von einflussreichen, konservativen Juden untersützt wird auch (sonst hätte er die Wahl nie gewinnen können).  Darauf habe ich auf diesem Blog x mal hingewiesen.

        Mich interessiert jedoch seine Vergangenheit nur marginal, sondern ich werde ihn an seinen Taten messen und daran, ob er etwas für sein Land zum Positiven hin bewegt hat.

         

        1. Keine Frage, dass das, was er ankündigt besser ist.

          Ich wollt ja es wär so, und Trump wäre wirklich der Volkstribun.

      2. Vor allem die Deutsche Bank. Trump ist Milliardär nach ner Milliardenpleite.? Er hat in jedem Fall das Spiel verstanden. Einmal die Kohle gedreht und das Geld hat nen neuen Besitzer. Amazone, Zalando etc. Alles so ne Nummern wo Millionen Gehälter an sich selbst bezahlt werden, die Buden aber nur Verluste produzieren. Netter Nebeneffekt, der Produzent bekommt seine Preise diktiert für die er liefern darf oder nicht und der Einzelhandel wird ruiniert.

        Fazit, Marktwirtschaft und Wettbewerb ist ein Auslaufmodel für kleine dumme Dienstleister und Handwerker

  2. Ei guck doch mal, unser ehemaliges Arbeitnehmer-Flagschiff wirft sich für die Stahl-Industrie ins Zeug, als ging es um seine letzte Leberkässemmel.

    Und von "wir lassen uns nicht auf einzelne Fallverhandlungen ein und wir werden es nicht zulassen, dass die EUnion geschwächt wird", kann er maximal träumen, aber das war's dann auch schon.

    Dicker, was willste denn dagegen machen, heh ?

    1. Zuerst über Jahre hinweg gegen das eigene Land Schwächepolitik betreiben und dann groß auf die Pauke hauen wollen ist ein deutlicher Hinweis darauf, daß er sein  politisches Tun und die damit verbundenen Macht- und Durchsetzungsmöglichkeiten nicht analog einordnen kann!

  3. Der Trottel hat's nötig.

    Dann is die EU wohl 'ne uneigennützige Wohlfahrtsorganisation.

    Was sind das nur für Matschbirnen an der Macht in ''Deutschland.''

  4. Zum fairen Handel zählen dann wahrscheinlich (gemäß gabriel) die Knebelverträge der EU mit diversen afrikanischen Staaten mit dem schönen Namen Wirtschaftspartnerschaft (EPA).

  5. Was für lustige Lügner, hüben wie drüben.

    DE hat seit 60 Jahren einen Handelsbilanz Überschuss von durchs. 10Milliarden (angaben in Euro). Das Vermögen der DE liegt bei 2,4 Billionen. Die Staatsverschuldung bei 2,6Billionen. Frage. Wo ist der Überschuss ?

    Nur Schwachköpfe und Banditen freuen sich über Aussenhandels Überschüsse, Herr Gabriel.

  6. Deutsche Zeitarbeit vs. US-Mindestlohn

    In deutschen Stahlunternehmen wurden vermehrt Zeitarbeiter eingestellt, deren Lohn unterhalb des Mindestlohn der USA liegt.

    Dies ist schon insofern beachtenswert, weil die USA früher immer als Excess des Kapitalismus galten.

    Neoliberale Scharlatane wie Garbriel haben mit der Agenda 2010 den Lohn noch weiter abgesenkt als er selbst in den USA ist. SPD – kapitalistischer als die USA.

    Das führte offenbar dazu, dass die deutschen Stahlhütten mit ihren Dumpinglohn-Stahl die us-amerikanischen Stahlhütten preislich unterliefen und in den USA zu Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit führten.

    Gabriel spricht da von "fairem Handel".

    ————————————————————————

    Macht man sich an dieser Stelle klar, dass sich die DAX-Unternehmen mittlerweile mehrheitlich in der Hand der Blackrock Inc. befinden zeigt sich die perverse Situation, dass in Deutschland Stahlarbeiter für Dumpinglöhne arbeiten und us-Stahlarbeiter arbeitslos machen, damit die Blackrock Inc sich die Taschen füllen kann.

    Und für all das stehen Gabriel und die SPD.

    ————————————————————–

    Make America great again – Trump beendet das Dumpinglohnverbrechen auf Kosten der us-Stahlarbeiter.

    Jetzt wird deutscher Dumpinglohnstahl mit Zöllen draußen gehalten und wieder der US-Stahl in den USA gekauft – das nenne ich "fairen Handel". Blackrock hat das Nachsehen.

    Nun dürfte auch klar werden, warum die Wallstreet so gegen Trump wettert.

    Protektionismus – der wahre faire Handel!

    Gib Freihandel keine Chance!

    1.  ???ja das wird allmählich für die Vorturner in den Parlamenten zunehmend zu Problem. Wenn sich der Normale Otto mit Zahlen, Statistiken, deren Hintergründen, kurz mit dem System beschäftigt.

      Statistisch lebt der Otto nämlich über seine Verhältnisse und besitzt 8Billionen in Immobilien , Aktien und Kunst. Das Hypotheken und Kreditvolumen wurde nur vergessen gegenzurechnen. ?

      Dran bleiben!

  7. Dann warten wir es mal ab wieviel Europäer im Ernstfall hinter diesem aufgeblasenen Zeitarbeiter im Außenministerium stehen. Der konnte noch nicht mal seinen eigenen Verein hinter sich scharen, geschweige den zusammenhalten und will nun gegen einen Giganten wie Trump aufmüpfig werden. Sobald Trump seinen Laden intern im Griff hat, wird er seine Vorstellungen auch nach außen durchsetzen und dann kann es reichlich ungemütlich werden, aber nur für den Nachfolger im deutschen Außenministerium und unser Land. Für ihn garantiert nicht, da ist er schon längst über alle Berge und genießt sein sozialistisches Pensionsleben, ohne nur einen EUR davon an die Armen und Eingewanderten abzugeben.

  8. Im Grunde genommen, hat Gabriel überhaupt nichts zu sagen. Er ist wie alle anderen vor ihm nur Befehlsempfänger der US-Regierung. DE hat einen Exportüberschuß von 300 Mia. $ und die USA haben ein Minus von 300 Mia. §. 

    Ergo schulden uns viele Staaten, nicht nur die USA unglaublich viel Geld. Wir, unsere Bundesbank bekommen nur Schuldscheine. Das nennt man Target 2. Wir verschenken praktisch unser aller Lebensleistung. Wie sagte Joschka Fischer so schön; Hauptsache die Deutschen haben ihr erarbeitetes Geld nicht. Wir werden gnadenlos ausgenutzt, weltweit. Und wir zahlen alles. Warum? Weil unser Volk grundlos immer schuldig ist. 12 Jahre werden einfach auf eine 1000-järhrige Geschichte reduziert. .Das erzählen unsere Besatzer uns ständig. Das wirkt nach 70 Jahren Gehirnwäsche bzw. Entnazifizierung doch super gut. 

    1. Martina, der Tippfehler war erste Sahne : Die USA haben ein Minus von 300 Milliarden Paragraphen – Genial !  – ohne eigenwillige Tastatur würde man da nicht drauf kommen !  🙂

  9. Gabriel, fette Packsau…..fahr zur Hölle und halt deine ewig verschwitzte Teigfresse….. bäh, ich könnte locker mein Frühstück wieder auskotzen…..?

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