Geht es nach einem EU-Geheimplan, soll schon das bloße Verlinken von Inhalten EU-weit unter Urheberrechtsschutz gestellt werden. Dann dürfen Links nur noch mit "rechtlicher Erlaubnis" oder gegen Geldzahlungen möglich sein.
Von Marco Maier
Ein geleakter Plan zur Urheberrechtsreform der EU-Kommission lässt Böses erahnen und würde das Aus jenes Internets bedeuten, welches wir bisher kennen. Dies berichtet Julia Reda, Vorsitzende der Young Pirates of Europe bei MMnews. Vor allem jedoch ist es quasi ein "Lex Google", weil man dem Internetgiganten Geld abknöpfen möchte, um so die Presseverleger finanziell zu stärken. Diese kämpfen nämlich zusehends mit den finanziellen Einbußen aufgrund sinkender Auflagen und dem eher unrentablen Onlinegeschäft.
Doch auch das Teilen von Links auf Facebook, Twitter, Google+ und anderen sozialen Netzwerken würde damit zu einer unter Umständen äußerst teuren Angelegenheit werden. Eine unermessliche Welle von Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen für die Millionen Nutzer solcher Dienste wäre die Folge.
Das vor allem von Deutschland und Spanien vorangetriebene Leistungsschutzrecht für Presseverleger wird somit zu einer juristischen Tretmine für all jene, die im Internet aktiv sind. Im geleakten Entwurf beklagt die EU-Kommission, dass unklar sei, welche Handlungen im Internet einer Erlaubnis bedürfen und welche nicht – konkret, ab wann etwas eine "öffentliche Zugänglichmachung" darstellt, die den Rechteinhabern vorbehalten ist.
Offensichtlich steckt hinter diesen Plänen der Lobbyismus der großen Verlage, die es vor allem auf Google & Co abgesehen haben. Allerdings führt dies auch dazu, dass die Verlage selbst bei gegenseitigen Querverweisen zur Kasse gebeten werden können. Und das für Artikel die ohnehin öffentlich zugänglich sind und auf die lediglich verwiesen wird. Dass jedoch gerade Suchmaschinen dazu beitragen, den Internettraffic der Presse-Seiten zu erhöhen, scheint den Verlagen jedoch nicht in den Sinn zu kommen. Denn Google, Yahoo, Bing & Co republizieren ja nicht die gesamten Artikel, sondern zumeist neben dem Hyperlink selbst nur einen minimalen Auszug.
Schon bloße Links auf urheberrechtlich geschützte Inhalte sollen zukünftig als Zugänglichmachung gelten und damit genehmigungspflichtig sein. Damit wird das Prinzip des Internets - nämlich einer Vernetzung untereinander - jedoch komplett über den Haufen geworfen.
Mit diesen Plänen zeigt sich wieder einmal, wie sehr sich die Brüsseler Eurokratie als "Bückstück" für mächtige Lobbies erweist. Offenbar knickt man vor der sonst so Brüssel-freundlichen Presselandschaft ein - aus Angst davor, plötzlich mit massenhaft EU-kritischen Artikeln konfrontiert zu werden.
Contra Magazin News & Informationen
Ja guten Morgen, hoffen wir einmal, daß solche Regelungen erst spät kommen und bis dahin alles Wesentliche gesagt und verlinkt worden ist *lach*.
Im Ernst, spät ist es auf jeden Fall, um damit ibesondere Einschränkungen für 90 % der Nutzer zu bewirken. Und warum? Weil man rechtlich die bereits bestehenden 4.4 Billionen Links nicht löschen, nicht zurücknehmen noch weniger post actio unter Strafe stellen kann. Die meisten von uns kennen gute Informationsquellen. Langfristig müßten interessierte Neu-User schon eventuell andere Möglichkeiten entwickeln, aber es bleibt in jedem Fall noch das Zitat und der gute alte Hinweis.
In fünf Jahren heißt es dann eben: „Schau mal auf Contra-Magazin.“ Rechtlich ohne Bedenken. 😉
Das wird nicht funktionieren, da ich denke, die unabhängigen Medien, diese Links zulassen werden. So ein Gesetz denke ich würde die Leserschaft von den Zeitungen erneut beschneiden. Denn wenn ich will, dass jemand das liest, was ich schreibe, bin ich für jeden Link froh und klage nicht.
Das passt zu den EU-Kriminellen! Deshalb; raus aus der EU und Wiedererlangung der Souveräntität Deutschlands!!
-> http://goo.gl/XLVrK2
-> http://goo.gl/OLJRh3
-> http://goo.gl/9FcQjB
Die großen Verlage. Ja. Aber im Kern es geht um ZENSUR!!! ZENSUR!!! Die Wahrheit soll wieder im großen Stil unterdrückt werden können.
Mit Zensur wird die öffentliche Meinung genauso gelenkt wie mit Links, die unter falscher Flagge Falschinformationen transprotieren. Damit meine ich ausgesprochen jetzt Sie.
Sie agitieren gegen den Rechtsstaat und säubern die Machthaber von ihrer Verantwortung, und behaupten gleichzeitig, Sie seien für staatliche Souveränität. Da gerade gegenteil ist der Fall. Sie sabottieren die staatliche Souveränität und machen die Bevölkerung mit Ihren Inhalten rechtlos.
Ein Link-Verbot begrüße ich genauso wie die Vorratsdatenspeicherung. Ich würde sehr viel weiter gehen und das Internet komplett verbieten. Ich würde die Digitaltechnik verbieten.
Die Vernetzung ist ein Frontalangriff auf die Bürgerrechte. Der Bürger hat gar keine Möglichkeit sich vor dem Mißbrauch seiner Daten zu schützen. Ganz gleich, wie vorsichtig ich bin, jemand anderes kann meine Daten ins Internet stellen und mich damit schädigen. Das muß nicht mal absichtlich geschehen, Kinder und Jugendliche haben kein ausgeprägtes Rechtsbewußtsein und können mit Filmen, Adressen und Abhöraktionen selbst die eigene Familie in große Schwierigkeiten bringen. Datenberge laden auch geradezu ein zur Erpressung.
Und mit Links wird viel Unfug getrieben. Gegen eine Einzelmeinung kann man sich zur Not noch wehren, aber gegen vernetzte Seite vorzugehen, die Inhalte schimpflich verkürzen und sich immer wieder auf sich selbst berufen, ist ausserordentlich schwierig. Das Internet ist viel zu undurchsichtig, als daß wir wirklich entscheiden könnten, wer welches Interesse verfolgt. Vernetzte Seiten können auch eine mafiöse Struktur abbilden.
Die Vorratsdatenspeicherung trifft alle die, welche sich in Schmuddelecken und auf staatsfeindlichen Seiten herumtreiben, die sich aus propagandistischen Attacken einen Mehrwert versprechen, also genauso VIPs, Unternehmen und Politiker.
Das Internet ist das gerade Gegenteil von Rechtsstaat und Demokratie. Statistisch ist jeder Bürger im Netz schon einmal einem Betrug aufgesessen.
Ich glaube, der hope will unser neuer Bundeskanzler Merkel werden.
Ist mir schoin ein paar Mal aufgefallen jetzt.
hope@ Ich kann immer noch frei entscheiden, ob ich contra magazin lese oder nicht. Diese Entscheidung lasse ich mir auch von Ihnen nicht verbieten. Und die Interpretation überlassen Sie bitte ebenfalls beruhigt mir! Danke für Ihr Entgegenkommen.
Wenn da wirklich soweit kommt, wird folgendes passieren:
- sämtliche Suchmaschinen wie Google, Bing usw. werden die komplette EU IP Range sperren und somit können sämtliche Suchseiten nicht mehr geöffnet werden.
- sämtliche soziale Netzwerke wie Youtube, Vimeo, Blip TV, Twitch, Facebook, Twitter usw. werden die IP Range der EU Länder ebenfalls „blacklisten“ und somit nicht mehr erreichbar sein
- als Konsequenz dazu wird sich „sichheitshalber“ auch OnlineShopping Seiten wie eBay und Amazon die IP Range der EU aus den Verkehr ziehen
- sämtliche nicht EU Nachrichtenportale und Onlinemagazinen werden ebenfalls ne IP Sperre einrichten
- sämtliche Online Gamingportale, Foren und vor allem Vertriebsplattformen wie STEAM, Origign, UPlay, Battlenet usw. werden EU weit abgeschaltet und somit kein Login mehr, kein zocken mehr, keine Meisterschaften mehr (ESL, EAS, EPS, Tactical eSports usw.)
Das löst einen Dominoeffekt aus. Die komplette digitale Wirtschaft/Marktwirtschaft/sozialwirtschaft würde zusammenbrechen und sich auf das reale Leben auswirken da faßt alles mittlerweile vom Internet abhängig ist. Die Arbeitslosenzahlen werden in exorbitante höhen steigen, der Wachstumsmotor stoppt, die soziale aktivität wird auf 0 heruntergefahren während die Isolation steigt.
das Echo und die darauf folgenden Rückschläge und einbußen werden dann so groß und so gewaltig sein dass die ganz oben ganz schnell die Idee wieder verwerfen werden.
„Abbiegeverbot auf Straßen“
wird nicht kommen.
Keine Sorge.
Das Verbot von Links ist völlig der richtige Weg.
Das muss dann nur noch auf die Parteizentrale angewendet werden 🙂
So ein Mist-das hab ich nun davon weil ich zuviele systemkritische Berichte in den Kommentaren von Youtube verlinkt habe. Diesem Spiel will man nun den Riegel vorschieben. Wird Zeit ein umfassendes Blacknet aufzubauen um den zensurfreien Austausch von systemkritischen Meinungen weiterhin zu ermöglichen…