Höcke: AfD-Chefin Petry soll Marine Le Pen treffen

Verschiedene Meinungen gibt es in der AfD darüber, ob sich Frauke Petry mit der Chefin des französischen Front National, Marine Le Pen, treffen soll oder nicht. Die Bundesparteiführung habe zwar massive Vorbehalte, nicht nur Björn Höcke macht sich für ein Treffen der Parteispitze mit dem Front National stark. 

Von Redaktion/dts

In der AfD-Spitze gibt es Streit über ein mögliches Treffen von Parteichefin Frauke Petry mit Marine Le Pen, der Vorsitzenden des französischen "Front National" (FN): Während Teile der Parteiführung ein solches Treffen und eine enge Zusammenarbeit beider Parteien ablehnen, machte sich der thüringische Fraktionsvorsitzende Björn Höcke in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.) dafür stark. "Die Parteiführungen von AfD und Front National sollten sich treffen, um sich auszutauschen und zu sehen, wo es Gemeinsamkeiten gibt", sagte Höcke.

Es gehe darum, ob man "Vertrauen zwischen den führenden Köpfen beider Parteien aufbauen" könne. "Wenn das der Fall ist, kann man über verschieden Formen der Zusammenarbeit entscheiden", sagte Höcke. Die AfD müsse in Europa alle Gleichgesinnten treffen und Partner suchen, so Höcke weiter. Er wies auf identische Positionen beider Parteien hin.

"Der Front National setzt sich wie die AfD gegen eine weitere Überfremdung ein und für den Erhalt der Identität der europäischen Völker", sagte der AfD-Politiker, der zum rechtsnationalen Flügel der AfD gehört. Gemeinsamkeiten mit dem FN gebe es "auch in seiner Gegnerschaft zum Freihandelsabkommen TTIP und seiner Kritik an der einseitigen Fixierung europäischer Außenpolitik auf die Vereinigten Staaten von Amerika". Höcke reagierte auf die Ankündigung von Marine Le Pen, es werde sicher zu einem Treffen mit der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry kommen. Das erscheine ihr "evident", hatte sie der Zeitung "Le Figaro" gesagt.

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In der AfD-Führung hatte Le Pens Aussage für Aufregung gesorgt, berichtet die F.A.S. Co-Parteichef Jörg Meuthen hat nach eigenen Aussagen "massive Vorbehalte" gegenüber dem FN. Auch AfD-Vize Beatrix von Storch lehnt eine enge Kooperation mit dem FN ab, da jener in seiner Wirtschaftspolitik sozialistisch sei. Petry selbst, so erfuhr die F.A.S. aus dem Bundesvorstand, habe klargemacht, dass sie kein Treffen mit Le Pen geplant habe. Der Europaabgeordnete Marcus Pretzell will sich im Europaparlament der vom FN dominierten Fraktion anschließen.

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6 Kommentare

  1. Wenn man weiß in welche Richtung der Zug fährt, dann kann man evtl. nach Partner ausschau halten. Zunächst sollte aber erst einmal Klarheit in den eigenen Reihen herschen. Höcke zieht die AfD zu oft runter mit seinem Querdenken, was er dann noch laut von sich gibt!

    Vor öffnen des Mundwerks Gehirn einschalten, wäre bei ihm angesagter. Die AfD wird sich finden und dann können die restlichen ungebildeten Sprücheklopfer dieser jetzigen Diktatur abziehen!

  2. Deuschland müßte nach einem Wahlsieg von Le Pen versuchen, eine Einheit mit Frankreich und Rußlasnd zu bilden. Man kann ja dann sehen, wie frei wir sind und welche Wege USrael zu gehen bereit ist.

  3. AfD täte gut daran Farbe zu bekennen und UKIP und FN als ihre natürlichen Verbündeten zu betrachten und dies auch nach außen offensiv zu vertreten.Wenn es politische Unterschiede gibt -benennen und trotzdem zusammenarbeiten.Die Gemeinsamkeiten (davon gibt es sicher viele)betonen und für die Menschen dasein und die Bonzen und Profiteure trockenlegen.Packt es an und laßt EUCH nicht schon gleich am Anfang spalten.

  4. Le Pen wird eventuell französische Staatspräsidentin und da wäre ein jetziger Kontakt durchaus hilfreich. Frankreich und Deutschland dürfen sich nicht ihre Freundschaft von linken Spinnern kaputt machen lassen. Deshalb hat Höcke durchaus recht. 

  5. Höcke hat vollkommen Recht . Ich meine die AfD kann von Front National nur lernen und profitieren.  Und Frau Petry würde ein bisschen Marine le Pen sehr gut tun. Vielleicht bekommt Sie ja dadurch Format.

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