USA: Siegeszug der Populisten Trump & Sanders?

Ein Blick auf die Umfragen in Sachen US-Präsidentschaft zeigt, dass bei den Republikanern Donald Trump und bei den Demokraten Bernie Sanders vorne liegen. In schwierigen Zeiten haben es Populisten leicht, auch wenn sie selbst kaum etwas am System ändern können.

Von Marco Maier

Nun, es mögen mehrere Aspekte eine Rolle spielen, weshalb gerade der Politrüpel Donald Trump und der Sozialist Bernie Sanders in der Gunst der Bevölkerung so stark zulegen, doch der Hauptgrund dürfte vor allem in der desolaten Lage des Landes liegen. Und dann kommt natürlich noch die Abneigung gegenüber den Clans der Bushs und Clintons ins Spiel, die ein perfektes Beispiel für die Sippenwirtschaft der US-Eliten abgeben.

Donald Trump, der Populist und Politrabauke punktet vor allem bei den Konservativen und Rechten. Er nimmt sich kein Blatt vor den Mund und übt durchaus berechtigte Kritik am herrschenden System, welches durch die legale Bestechung mittels Wahlkampfgelder korrumpiert wurde. Man muss sich zum Beispiel zurecht fragen, wie das Ehepaar Clinton als ewige Staatsdiener ein dreistelliges Millionenvermögen zusammensparen konnte. Doch ob es Trump besser machen würde? Wohl eher nicht.

Bernie Sanders hingegen sammelt seine Sympathiepunkte vor allem bei den Verlierern des US-Systems und der gebildeten und liberalen Mittelschicht. Er will die USA faktisch „europäischer“ machen. Zumindest was den Sozialstaat und das Steuersystem anbelangt. Aber ohne entsprechende Unterstützung im Kongress wird es ihm nicht besser gehen als derzeit Barack Obama, der sich einer republikanischen Mehrheit gegenüber sieht.

Doch im Endeffekt spielt es ohnehin keine große Rolle, wer denn nun US-Präsident wird, zumal das ganze amerikanische Politsystem darauf aufgebaut ist, käufliche Politiker zu finden. Ohne Spenden gibt es keine Wahlkampffinanzierung – und diese kommen vor allem in der „hohen Politik“ hauptsächlich von den Konzernen. Das ganze US-System ist so heuchlerisch und verlogen, dass die Wahl des Präsidenten nur eine Show ist. Selbst der Friedensnobelpreisträger Barack Obama ließ Bomben über insgesamt 7 Staaten abregnen.

Loading...
Lesen Sie auch:  CDU: Nach der Frauenquote auch die Transgenderquote?

Allerdings ist es ein Zeichen für einen langsamen aber stetigen politischen Wandel in den USA, dass gerade Trump und Sanders dermaßen Populär sind. Immer mehr US-Amerikaner beginnen langsam zu erkennen, wie sehr sie von der Politik veräppelt werden. Egal ob sie nun im Herzen konservativ oder liberal sind. Es besteht also durchaus noch Hoffnung für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Kann es nicht sein, dass das Establishment gerade solche Leute installiert, die der -aktuellen- Gesinnung des Volkes entspricht?

    Mit PEGIDA und Syriza liegen doch zwei Beispiele vor, dass der Wolf über genügend Schafspelze verfügt, und diese auch einsetzt.

    Vergleicht man die (US)Politik mit der Struktur einer Firma, gibt es bei letzterem die Sharholder – Ihnen gehört die Firma – und mindestens einen Geschäftsführer (Director).

    In der Politik ist der Kanzler oder Präsident in der Rolle des Geschäftsführers. Merkt das Volk, dass es mit der gewählten Person nicht gut gefahren ist, wird der „Geschäftsführer“ ausgetauscht (der alte wird ggf. bestraft), und daselbe Spiel beginnt von neuem bzw. wird unverändert fortgeführt.

    In der freien Wirtschaft setzt man seit Jahren Dummy-Geschäftsführer ein. Einige konnten noch nicht mal richtig lesen. Was aber unerheblich ist, weil sie vor dem Handelsregister nur die Rolle des Geschäftsführers besetzen sollten. Obwohl sie eigentlich gar keine Ahnung hatten – sie bekamen gesagt, was sie zu tun haben – waren sie geschäftsführer. In einer Firma, in der der Betrug von Anfang an geplant war. Flog der Betrug auf, wurde der Geschäftsführer verhaftet, Kunden und Shareholder (Gesellschafter) empörten sich gleichermaßen, und dasselbe ging mit neu besetzter Stelle des Geschäftsführers weiter.

    Bevor das Konzept auffällt, wird eine neue Gesellschaft gegründet, mit anderen Geschäftsführern. Nur die Shareholder sind immer dieselben. Nach englischen Recht – also EU-Recht – konnte bisher (oder ist immer noch, keine Ahnung?) sogar die Position des Directors (Geschäftsführer) von einer Kapitalgesellschaft (GmbH, LDT usw.) besetzt werden, was die Aufdeckung von Verschleierungen in kaskadierten Verpflechtungen fast unmöglich macht. Lediglich mithilfe von Software, die die Handesregistereintragungen mit anderen Registern abgleicht, lässt sich Licht ins Dickicht bringen. Das Ergebnis in straf- oder gewerberechtliche Schritte umzumünzen, ist noch ein weiterer (fast aussichtsloser) Schritt, um dem Betrug beizukommen.

    Darüber hinaus existiert neben einem Pool an „Dummy-Geschäftsführern“ auch noch ein Pool an natürlichen Gesellschaftern. Die dann zwar Ihren Ruf verschleisen, aber Geld heilt bekanntlich alle wunden. Bis so ein Komplex lückenlos aufgedeckt und die verflochtenen Firmen trockengelegt sind, vergehen mindesten 5 Jahre. In dieser Zeit, und schon davor, existiert bereits die „Auffanggesellschaft“, welche die Geschäftspraktiken fortführt.

    Ich rede von B2B, Vorsteuer-Betrugsbanden und vor allem der Fleischmafia. Allen gemeinsam ist die Anbindung an Staaten des Ostblocks (Rumänien, Bulgarien, teilw. Ungarn und Balkanländer). B2B-Banden bei Facebook erkennt man oft (natürlich nicht immer) an deutschsprachigen Mitglieder, die Bekanntschaften mit kyrillischen Buchstaben in der Freundesliste haben UND sich für B2B-Opfer (!) einsetzen….um diese in guter alter Drückermanier an Anwälte zu vermitteln, welche die gebeutelten Opfer ein zweites Mal schröpfen.

    Soviel nur zum Thema Neuwahlen.
    „Raider heißt jetzt Twix, ansonsten ändert sich Nix“

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.