Präsident Poroschenko beim Unabhängigkeitstag 2015. Bild: Pressedienst des ukrainischen Präsidenten.
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Zu den Feierlichkeiten des ukrainischen Unabhängigkeitstages übt sich Präsident Poroschenko wieder einmal in Propaganda. Auf Behauptungen ohne Beweise folgte die übliche Kriegsrhetorik. Hass regiert das Land.

Von Marco Maier

Wenn es darum geht, Russland als bösen Aggressor hinzustellen, geht mit den ukrainischen Offiziellen gerne die Phantasie durch. Auch Präsident Petro Poroschenko ist hierbei keine Ausnahme. So seien in Russland an der Grenze zur Ukraine 50.000 Soldaten stationiert – was angesichts der Kampfhandlungen dort eine normale Reaktion ist – und im Donbass 40.000 Kämpfer im Einsatz. 9.000 davon seien laut Poroschenko russische Militärangehörige, was Moskau jedoch strikt zurückweist.

„Moskau hat den Kämpfern bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 Schützenpanzer geliefert. Allein in dieser Woche haben drei große Kolonnen unsere Grenze in Richtung Luhansk, Donezk und Debalzewe überschritten“, phantasierte Poroschenko während der Feierlichkeiten zum 24. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine. Beweise dafür legte er natürlich wieder nicht vor. Nicht einmal seine US-Verbündeten, die diese Region mit Satelliten überwachen, können Aufnahmen mit solch umfangreichen militärischen Bewegungen vorlegen.

Und so lässt er bei den Feierlichkeiten 2.000 Soldaten der Killerkommandos auf dem Maidan aufmarschieren, die in den letzten Monaten den Tod von unzähligen Mitbürgern im Donbass mitzuverantworten haben. Gleichzeitig betont er, dass die Stärkung des ukrainischen Militärs weiterhin forciert werde. Das Geld dafür kommt vom IWF und der EU, denn die Ukraine selbst steht vor dem Staatsbankrott.

Anstatt sich an die Umsetzung des Minsker Abkommens zu machen und den Krieg gegen die Rebellen zu beenden, forciert Kiew lieber eine Fortsetzung der Kampfhandlungen. Im vom Westen finanzierten ukrainischen TV darf sogar unverhohlen der Genozid an Millionen von Ostukrainern propagiert werden, ohne dass Konsequenzen drohen. Das ist die Politik, die von unseren Regierungen hier in der EU unterstützt wird, während Russland – welches stets versucht hat zu vermitteln – als Bösewicht dargestellt wird. In welch einer verkehrten Welt leben wir eigentlich?

10 KOMMENTARE

  1. Anstatt sich an die Umsetzung des Minsker Abkommens zu machen und den Krieg gegen die Rebellen zu beenden, forciert Kiew lieber eine Fortsetzung der Kampfhandlungen.

    Wieso?

    Minsk wurde doch von Kiew gewürdigt. In eigener Auslegung zwar, aber dass es „nicht umgesetzt“ worden ist, darf man so einfach nicht behaupten, ohne sich den Zorn des Verband Vetternwirtschaft Washington und Berlin e.V. zuzuziehen, und das berechtigt.

    Poroschenko: Minsker Abkommen verschafften uns Zeit für Nachrüstung
    http://de.sputniknews.com/politik/20150823/303950573.html

  2. wenn das so weiter geht … 🙁

    Wir schreiben das Jahr 2016. Poroschenko hält eine Rede.

    Bei offiziellen Anlässen will er wie folgt vorgestellt werden:

    Seine Exzellenz, Präsident auf Lebenszeit, Friedensrichter Doktor Poroschenko Amin, Träger des Fadenkreuzes und des Zündhütchens, Ordensträger im Bohamian Herrenclub mit Friedensnobelpreisabonnement, Herr aller Kreaturen der Erde und aller Fische der Meere und Eroberer des russischen Zarenreichs im Allgemeinen und Kiew-Ost im Speziellen – und Professor für Menschenrechte, Demokratie, Diplomatie und feiner Schokolade.

  3. Ich nehme gleich meine Zahnbürste und gehe freiwillig ins Exil ==> Auf die Insel

    Entweder spinnt mein Browser, oder ich 🙁

    Poroschenko hat Neurussland mit Mordor verglichen.

    Das schwarze Mordor aus „Herr der Ringe“

    Poroschenko beschwört den Westen, Sauron zu bekämpfen.

    Zur Erinnerung an „Herr der Ringe“:

    Mordor, „Schwarzes Land“, ist die Brutstätte des Bösen aus dem Phantasie-Roman „Herr der Ringe“ von John Tolkien. In diesem Land errichtete Sauron sein Reich und schmiedete die Ringe der Macht, um die von Tolkien beschriebene Welt zu erobern. Die Haupthelden des Romans begeben sich dorthin, um den Ring der Allmacht (den mächtigsten aller Ringe) zu vernichten.

    Die REAL Neuauflage führender US-amerikanischer Einzeller

    Moskau, „Schwarzes Land“, ist die Brutstätte des Guten aus der Erweiterung des Nordatlantikvertrags, niedergeschrieben von von Anders Fogh Rasmussen und Jens Stoltenberg. In diesem Land errichtete Vladimir Sauron sein Zarenreich und schmiedete die Ringe des Friedens, um die von Rasmussen und Stoltenberg beschriebenen Welt mit Diplomatie zu verseuchen. Die Haupthelden des Romans – Frodo Berlin (Merkel), Gimli (Hollande) und Gollum (Schäuble) – begeben sich dorthin, um den allesbedrohenden Frieden zu vernichten ….

    Quelle:
    http://de.sputniknews.com/politik/20150824/303973759.html

  4. Ich weiß nicht, ob man noch lachen kann, wenn geistig schwerstbehinderte Menschen mit dem Finger am Knopf der Startvorrichtung von Atombomben hantieren….aber ich liege unter dem Tisch vor Lachen, was „da draußen“ an Pflegestufe-3-Irrsinn abgeht. Ich mache jetzt besser den PC aus.

    • Lieber Hallelujah für ein Stück Schokolade,

      nach all den schnöden blöden Irren-Nachrichten vom heutigen Tage,
      die ich grade bewältigt habe,
      waren deine Beiträge vernünftig, gründlich, und richtig gut – und amüsant auch noch.

      Freundliches Danke!,
      und:

      also ist keine Veranlassung die Hoffnung aufzugeben –
      ganz am Ende war der Tag richtig gut.

  5. Das Grundübel ist, dass Menschen ihre Freiheit aufgeben und sich beherrschen lassen. Tyrannen haben und hatten immer die Fähigkeit, Menschen in den Glauben zu versetzen, dass ihre Herrschaft zum Wohl der Menschen sei. Es ist traurig zu sehen, dass das immer wieder funktioniert.

  6. Da ich gerade gelesen habe, dass dieser Oberzombie auch noch säuft kann ich nur noch „Nastrowje“ sagen. Ein Alkoholiker auf dem Kriegspfad gegen die eigenen und gegen die russischen Bürger.

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