Zarif zu Trump: Es gibt nichts wie gute Kriege, schlechte Kriege

Der iranische Außenminister bemängelt die offensichtliche Unterscheidung von US-Präsident Donald Trump zwischen günstiger und ungünstiger Kriegsführung und prangert alle Fälle aggressiver militärischer Interventionen sowie Washingtons Kriegsführung und Kriegstreiberei in der Nahost-Region an.

Von Redaktion

Mohammad Javad Zarifs Äußerungen wurden am Donnerstag in einem Tweet als Reaktion auf eine frühere Pressekonferenz im Weißen Haus veröffentlicht.

Während der Pressekonferenz attackierte Trump seinen Wahlkonkurrenten Joe Biden, weil er in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama „Jugendliche in diesen verrückten endlosen Kriegen“ in den Nahen Osten geschickt hatte. Trump attackierte auch die Spitzenkräfte des Pentagon, weil sie Kriege anstrebten, um „diese wunderbaren [waffenproduzierenden] Unternehmen“ zu bereichern.

„Wir haben es verstanden. Er (Trump) denkt, dass der kalte Krieg gut für das Geschäft ist, während der heiße Krieg es nicht ist“, sagte Zarif spöttisch und fügte hinzu: „Krieg ist schlecht, Punkt.“

Der iranische Spitzendiplomat wies auch auf den Widerspruch hin zwischen Trumps Eingeständnis, „dass die USA den Kriegsdurst haben, um die Kassen ‚dieser wunderbaren Unternehmen‘ zu füllen“, und der Tatsache, dass der US-Präsident „deren ’schöne Militärausrüstung‘ in unserer Region verhökert“.

Loading...

Trump und Biden sind die republikanischen bzw. demokratischen Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahlen, die im November stattfinden sollen.

Der derzeitige amerikanische Chef der Exekutive hat sich hartnäckig dafür eingesetzt, die rund zwei Jahrzehnte währende militärische Intervention der USA im Nahen Osten und in Zentralasien zu beenden. In seiner Amtszeit hat er jedoch sowohl das Versprechen verkündet als auch riesige neue Waffengeschäfte zwischen Washington und seinen regionalen Verbündeten abgeschlossen.

Lesen Sie auch:  USA kurz vor der Erklärung Katars zum wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten

Ende letzten Monats berichtete das Wall Street Journal, dass das Pentagon plane, die Zahl der amerikanischen Truppen im Irak in den kommenden zwei bis drei Monaten um etwa ein Drittel zu verringern.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.